#31/ 2017 [Rezi] Ali Land – Ich bin böse

Autor: Ali Land
Übersetzung: Sonja Hauser
Genre: Thriller
Preis: € 8,99 [D]
Einband: ebook
erschienen: 20.02.2017
Seiten: 353
Meine Wertung: 5 Huftiere
Reihe: nein

Verlag: Goldmann

Die 15-jährige Milly wächst schwer traumatisiert in einer Pflegefamilie auf. Eine neue Identität soll alle Spuren zu ihrer Vergangenheit verwischen. Denn Milly ist die Tochter einer Serienmörderin. Und diese konnte nur gefasst werden, weil Milly der Polizei entscheidende Hinweise gegeben hatte. Jetzt wird ihrer Mutter der Prozess gemacht, und Milly wird plötzlich von Gewissensbissen heimgesucht. In ihrer Pflegefamilie findet das Mädchen keine Unterstützung, um diese schwere Zeit zu überstehen – im Gegenteil: Phoebe, die leibliche Tochter, hasst Milly von ganzem Herzen und versucht mit allen Mitteln, ihr das Leben so schwer wie möglich zu machen. Und damit weckt sie in Milly eine verborgene Seite. Eine böse Seite. Denn Milly ist die Tochter ihrer Mutter …

 

Auf das Buch habe ich mich sehr gefreut, es wurde mir empfohlen und als ich es zufällig in der Onleihe gefunden habe musste ich sofort zuschlagen.

Millys Mutter ist eine Serienkillerin. Sie hat bisher 9 kleine Kinder auf dem Gewissen. Im Deckmantel der Kinderhilfe hat sie sich bei den Eltern das Vertrauen erschlichen und die Kinder dann zu sich geholt und sie grausam gequält und geprügelt.

Milly hat sie dazu gezwungen zuzusehen und zu „lernen“. Nachdem die Mutter mit dem 9ten Kind genau den Jungen erwischt hat, mit dem Milly sich sehr gut verstanden hat, kann das Mädchen nicht mehr. Sie reisst aus und zeigt ihre Mutter bei der Polizei an. Die Mutter wurde abgeführt und Milly (die eigentlich Annie heisst) lebt nun bei Familie Newton, ihrer Pflegefamilie.

Während der Pflegevater (seines Zeichens Psychotherapeut) sehr engagiert ist, und Milly in vielen Sitzungen helfen und sie auf die bevorstehende Verhandlung vorbereiten möchte, hat sie bei Pheobe,  ihrer Pflegeschwester nix zu melden.  Das Mädchen mag sie von ersten Augenblick nicht und mobbt sie vor versammelter Mannschaft wo es nur geht. Die einzige Freundin die Milly nach einer Weile finden kann ist eine 3 Jahre jüngere Jugendliche aus der Sozialsiedlung, die selbst in sehr schlechten Verhältnissen lebt.

Als diese allerdings zu neugierig wird, und Milly über die Verhandlung ausquetscht zeigt Milly, dass sie die Gene ihrer Mutter in sich trägt und rastet aus.

In einigen Rezensionen habe ich gesehen, dass sich Leser über den Schreibstil beklagen, abgehackte kurze Sätze. Das kann ich nicht bestätigen! Das Buch las sich von der ersten bis zu letzten Seite wirklich Super – zwischendrin gab es kurz ein paar Sätze vorallem wenn es um Millys Gedanken geht, die sich überschlagen, die bestehen dann aus einzelnen Wörtern, aber ich finde hier passt dieses Stilmittel perfekt rein um ihre Verfassung zu verdeutlichen.

Ich habe von der ersten bis zur letzten Seite mit Milly mitgefiebert, gelitten und gekämpft. Ich kenne das Mobbing aus eigener Erfahrung aus der Schule und konnte mich wirklich gut in sie hineinversetzen. Die Autorin hat Psychologie studiert, das ist der Geschichte sicher sehr zu Gute gekommen. Sie hat vorallem Milly wirklich sehr authentisch dargestellt.

Die Story kommt ohne viel Blut aus (über die Morde der Mutter wird nur am Rande gesprochen) es geht vorallem um Millys Geschichte, ihre Gefühle, Ängste und Leiden. Und um die bevorstehende Verhandlung. Der Leser (ich zumindest) habe total auf den Punkt hingefiebert, wann die Verhandlung endlich losgeht und diese last von Milly genommen wird, wieder auf ihre Mutter zu treffen.

Wer unblutige spannende und gut konstruierte Thriller mag, dem sei „ich bin böse“ wärmstens empfohlen. Ganz klar Empfehlung von meiner Seite aus!

 

3 Kommentare

  • Wow Maus, sehr tolle und ausführliche Rezi! Ich hab auch schon mehrmals mit dem Buch geliebäugelt, es aber bisher nicht gelesen, eben weil immer wieder kam das es sich wegen abgehackter sätze so schlecht lesen lässt. Deine Rezi hat mich jetzt aber absolut überzeugt! Gibt's ein paar Überraschungen in dem Buch, einige Entwicklungen, mit denen du nicht gerechnet hast?

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  • Also für MICH gabs zum Ende hin einige Dinge die mich erschreckt und total erwischt haben. Aber ich muss gestehen dass ich immer jemand bin, der Dinge schlecht blickt beim lesen während andere vllt schon auf Seite 2 wissen wer der Täter ist *lach – so oder so, das Buch lohnt sich!

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  • Guten Morgen Lari

    Wer so eine Mutter hat, der braucht keine Feinde mehr. Wahnsinn! Mami bei der Kinderhilfe tätig.
    Das Buch schein harte Kost zu sein. Die Frau ist nämlich wirklich böse!!!

    Tolle Besprechung von dir.

    Liebe Grüße,
    Gisela

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