#38/2017 [Rezi] Bernhard Aichner – Totenrausch

Autor: Bernhard Aichner
Übersetzung: –
Genre: Thriller
Preis: € 15,99 [D]
Einband: Hörbuch
erschienen: 09.01.2017
Minuten: 7 Stunden und 41 Minuten
Meine Wertung: 5 Huftiere
Reihe: ja Teil 3 von 3

Verlag: Der Hörverlag

Schuld und Sühne? Mord und Rache!

Die Frau, die in das Büro eines Hamburger Zuhälters stürmt, ist verzweifelt. „Ich brauche Pässe für mich und meine zwei Kinder“, sagt sie. Und: „Wenn du mir hilfst, werde ich jemanden für dich töten.“ Es wäre nicht das erste Mal … Brünhilde Blum. International gesuchte Mörderin. Liebevolle Mutter zweier Töchter. Seit Monaten auf der Flucht. In Hamburg will sie einen Neuanfang wagen. Ausgestattet mit einer neuen Identität, wohnt sie in einem Fischerhäuschen an der Elbe und arbeitet als Aushilfe in einem Bestattungsinstitut. Alles ist gut. Bis zu dem Tag, an dem der Mann, dem sie das neue Glück zu verdanken hat, einfordert, was sie ihm versprochen hat. Sie soll jemanden töten. Einen Menschen, der ihr sehr ans Herz gewachsen ist …

ACHTUNG dieses ist Teil 3 einer Trilogie, wenn ihr die ersten beiden Teile noch nicht kennt, dann lest diese bitte erst bevor ihr hier weiterlest! Ich werde unweigerlich spoilern ….

Ich habe mich sehr auf den dritten Teil der Reihe um Brünhilde Blum gefreut! Schon in den ersten beiden Bänden konnte Bernhard Aichner voll überzeugen!

Blum konnte mit ihren Kindern fliehen und ist nach längerer Reise über Norwegen nun in Hamburg gelandet. Sie kommt an mit nix, nur dem was sie am Leib hat und ihren Kindern. Auf der verzweifelten Suche nach Hilfe landet sie bei einer Prostituierten die sie für einige Tage bei sich aufnimmt und ihr den Tip gibt, sich an die Kiezgröße Egon Schmiele zu wenden.

Schiele ist bereit ihr zu helfen, allerdings besitzt sie keine finanziellen Mittel um ihn zu bezahlen und so bietet sie ihre Dienste an. Leichtfertig – nur die neuen Pässe vor Augen – bietet sie an jemanden in seinem Auftrag zu töten. Für Schiele ist das ein sehr verlockendes Angebot und er willigt nur zu gerne ein und verhilft Blum nicht nur zu neuen Namen und Pässen, er lässt sie auch bei sich in einer Zweitwohnung leben und versorgt sie mit allem Nötigen.

Blum war kurz davor nicht mehr daran zu glauben, dass Schiele ihr Angebot wirklich annimmt, da ist der Zeitpunkt gekommen – sein Vater droht wegen der Aussage eines Steuerberaters in den Bau zu wandern, Blum soll eben jene Person vor der Verhandlung aus der Welt schaffen. Für Blum beginnt ein Kampf mit ihrem Gewissen, ihren Ängsten und nicht zuletzt mit sich selbst. Ich glaube ich spoilere nicht zuviel, wenn ich an dieser Stelle verrate, dass sie ihn nicht ermorden konnte und Schiele ihr daraufhin eine Liste mit 4 weiteren Namen gibt die sie auszulöschen hat. Sozusagen eine letzte Chance um zu beweisen, dass sie zu ihrem Wort steht. Der erste Name davon ist der einzige Freund den sie in Hamburg bisher gefunden hat ….

Ein Wahnsinnsbuch, ich bin wirklich atemlos durch die Seiten geflogen. Bernhard Aichner lässt dem Leser keine Zeit zum Durchatmen, der kurze knackige Schreibstil der ihn ausmacht, erfährt im Finale der Trilogie seinen absoluten Höhepunkt. Als Blum Fan stört man sich schon längst nicht mehr am seltsam ersscheinenden Satzbau und inhaliert begierig jeden weiteren Satz.

Ich habe von der ersten bis zur letzten Seite mitgefiebert und mich so oft gefragt, warum Blum so ein unnötiges Risiko eingeht aber so ist Blum eben und das macht sie aus. Bernhard Aichner hat eine wirklich sympathische Protagonistin mit Ecken und Kanten geschaffen und Wolfram Koch schafft es wie kein anderer diese Stimmung zu transportieren! Er passt total zu der Reihe und heizt die Spannung zusätzlich an.

Ganz klare Empfehlung von mir – aber bitte fangt vorn an und lest die ganze Reihe – man kann zwar auch nur einen Band lesen aber es würde soviel von der Story um Blum wegnehmen, das wäre wirklich schade! Blutig, tödlich und nix für schwache Nerven. Absoluter Geheimtip!

ich habe gesehen, dass es auf der Verlagsseite ein kleines Interview mit Bernhard Aichner zum Finale um Brünhilde Blum gibt – wer mal reinsehen mag, hier ist der Link

Herzlichen Dank für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars an das Bloggerportal und Der Hörverlag.

unnötig zu erwähnen, dass dies hier natürlich trotzdem zu 100% meine eigene Meinung widerspiegelt

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