#13/ 2017 [Rezi] Edward Ashton – Hagerstown

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Autor: Edward Ashton
Übersetzung:  Kerstin Fricke
Genre: Thriller
Preis: € 11,99 [D]
Einband: ebook
erschienen: 10.April 2017
Seitenanzahl: 352
Meine Wertung: 3,5 Huftiere 
Reihe: nein
Verlag: HarperCollins 


Ein Virus löscht eine ganze Stadt aus – doch deine Regierung erzählt dir nicht die Wahrheit …

Ein Video von nur wenigen Sekunden: Entsetzlich zugerichtete Leichen liegen auf den Straßen der Kleinstadt Hagerstown. Sobald das Video im Netz war, wurde es auch wieder gelöscht. Alle Suchanfragen laufen ins Leere, alle Wege in die Stadt sind gesperrt. Einer Gesellschaft, die ganz und gar auf Sicherheit ausgelegt ist, widerfährt etwas Unerklärliches. Und die Regierung schweigt. Die Angst vor dem Ungewissen droht zu Ausschreitungen zwischen den „Unveränderten“ und den gentechnisch modifizierten Eliten zu führen. Anders Jensen und seine Freunde suchen nach Antworten auf die Frage, was wirklich in Hagerstown passiert ist …

Hagerstown ist eine Kleinstadt bei Maine. Wir befinden uns in der Zukunft, leider erzählt das Buch nicht in welchem Jahr genau, aber die Technik ist extrem fortschrittlich.  Fast jeder Bewohner (der was auf sich hält) hat einen sogenannten Hausavatar. Sowas wie die Sprachbox „Alexa“ von Amazon nur viel viel weiter entwickelt, diese hier ist in komplett ins Haus integriert und kann nicht nur Dinge stimmlich ausgeben sondern komplette Funktionen und Arbeiten im Haus übernehmen.
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Die Menschen sind in 2 Kategorien eingeteilt. Einmal „Unveränderte“ das sind ganz normale Menschen wie „Du“ und „Ich“ und dann gibt es die „Veränderten“ die ihren Körper, ihren Geist und /oder ihre Organe gentechnisch verändert bzw weiterentwickelt haben.
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Beide Rassen leben friedlich nebeneinander her, als es eines Tages zu einer Katastrophe kommt. Die Nachrichtenfeeds berichten über ein Massensterben in Hagerstown. Die Bewohner fallen einfach um und machen sich in die Hose und bluten aus allen möglichen Öffnungen. So schnell wie die Feeds um die Welt gehen, so schnell sind sie auch schon wieder aus dem Netz entfernt worden.
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Der Staat wirft direkt über dem betroffenen Gebiet mehrere Bomben ab um ihn wie sie es ausdrücken „klinisch rein“ zu machen. Dabei verheimlichen sie aber, dass nicht alle Bewohner bei der Katastrophe umgekommen sind und setzt brutal deren Leben aufs Spiel!
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Die Story wird immer abwechselnd aus der Sicht von 4 unterschiedlichen Charakteren erzählt. Ich mag diese Art von Erzählstil wenngleich es bei 4en schon manchmal schwierig wird mitzukommen.
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Den Anfang des Buches fand ich super! Bis zur Mitte etwa, dann wurde es streckenweise ziemlich langweilig. Vorallem als die Chatprotokolle kamen. Ich hatte Probleme mitzukommen welcher Charakter nochmal hinter welchem Nicknamen steckte.
Die ganzen Technikbegriffe (da ich in der Nanotechnik nicht so bewandert bin) waren auch teilweise etwas zuviel und ich habe mir deren Funktion dann nur zusammengereimt.
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Obwohl ich sehr Technikaffin bin und dem Computerfortschritt auch offen gegenüberstehe, hat die Vision, die Edward Ashton von der Zukunft aufzeigte mir doch Angst gemacht. Der Staat hat soviel Macht und kann im Nu alles aus dem Netz entfernen, kann innerhalb von ein paar Minuten eine Kleinstadt dem Boden gleich machen und niemand kann etwas dagegen unternehmen. Ist das eine Vorstellung die uns auch mal treffen kann? Wieviel macht hat die Regierung wirklich und vorallem, wieviel macht sie ohne dass der mündige Bürger davon etwas mitbekommt?
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Das Buch ist mehr ein Sci-Fi Roman als ein Thriller, streckenweise gibt es komplizierte oder langweilige Teile aber im großen und ganzen hat mich die Geschichte gut unterhalten. Ich habe die Auflösung bis zum Ende hin nicht geahnt und würde das Buch all den jenigen empfehlen, die sich mit Computertechnologien etwas besser auskennen. Jemanden, der gerade seinen PC bedienen kann wird dieses Buch keinen Spaß bereiten weil er nicht verstehen wird was eigentlich passiert.
eigentlich 3,5 Hufies, aber ich zersäge ja nicht deshalb:
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#12/ 2017 Matteo Corradini – Im Ghetto gibt es keine Schmetterlinge

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Autor: Matteo Corradini
Übersetzung:  Ingrid Ickler
Genre: Jugendbuch, Geschichte + Politik
Preis: € 7,99 [D]
Einband: ebook
erschienen: 10.April 2017
Seitenanzahl: 289
Meine Wertung: 4,0 Huftiere 
Reihe: nein
Verlag: cbj Leseprobe: klick


Nach einer wahren Geschichte…

Theresienstadt 1942: Die Nazis haben ein Lager für Juden errichtet, das zeitweise als Vorzeigelager dient. Doch es ist nur eine Station auf dem Weg in die Vernichtungslager. Inmitten dieser Hoffnungslosigkeit gründen Kinder eine Zeitschrift, um gegen das Grauen anzuschreiben. Sie treffen sich heimlich und verfassen Berichte über das Lager. Aber sie zeichnen auch Bilder, führen Interviews oder schreiben Gedichte.

Matteo Corradini bringt dem Leser auf berührende Weise das Schicksal dieser Kinder nahe.

Wie bewertet man ein Buch, welches auf dem Leben von einem oder mehreren Menschen basiert? Was bewertet man? Das geschriebene Wort oder eher doch das Leben dieser Person? Kann man überhaupt objektiv bleiben bei Lebensgeschichten?  Ich tue mich sehr schwer mit dieser Rezension, aber ich möchte versuchen meine Meinung zu Papier (bzw Bildschirm) zu bringen.
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Matteo Corradini hat es schon in seinem Vorwort geschafft, mich zu Tränen zu Rühren. Natürlich kennt jeder Deutsche die Geschichte und die Vergangenheit die unserer Nation anhängt, aber es wieder direkt vor Augen geführt zu bekommen ist noch einmal etwas anderes. Zu wissen, dass das was nun folgt auf wahren Begebenheiten beruht hinterlässt einen dicken Kloß im Hals, weil man ja WEISS was kommt.
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Trotzdem wollte ich das Buch lesen, ich kann mich vor der Vergangenheit nicht verschliessen (das sollte niemand) und ich finde es gut, dass die Geschichte erzählt wurde, dass die 8 Jungen eine Stimme bekommen haben und nicht einfach in Vergessenheit geraten.
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Es ist kein Roman im eigentlichen Sinne, auch wenn es so gedacht ist. Wir sehen immer ein Datum und dann lesen wir im Romanstil was 8 Jugendliche – genannt die Redaktion – in ihrer geheimen Zeitung „Vedem“ über das Leben in Theresienstadt berichten, über die Nazis, über die schrecklichen Zustände, über die sinnlosen Morde und die Foltern.
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Die Daten sind zwar fortlaufend über einen Zeitraum von 2 Jahren aber trotzdem greifen die einzelnen Kapitel nicht direkt in einander über, es ist eher so, dass wir immer Einblick in einen bestimmten Tag bekommen.
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Die Geschichte hat mich sehr getroffen und mitgenommen. Das Ende (wir alle wissen dass so ein Buch kein happy End hat – ich glaube damit spoilere ich nun nicht wenn ich das schreibe!) hat mich trotzdem mit voller Härte erwischt und weinend zurückgelassen. Ich fühle mich nun leer, ausgesaugt und total am Ende. Trotzdem fand ich die Geschichte toll, wenn man das denn so sagen darf. Matteo Corradini hat es geschafft eine sehr realistische Atmosphäre zu schaffen, den Leser zu entführen und ein Teil dieser Jungs zu sein.
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Ich hätte zu gern ein Bild einer Zeitungsseite gesehen um mir einen Eindruck zu machen mit was für einem Ausgangsmaterial er arbeiten musste.
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Einen Kritikpunkt habe ich aber, deshalb gibt es auch keine 5 Huftiere von mir, sehr oft waren Traumszenen zu lesen, diese wurden nicht weiter kenntlich gemacht (das ist sicher Absicht vom Autor um zu verdeutlichen, dass es für die Jungs auch einen fliessenden Übergang von Traum und Realität gab, dass sie selbst nicht mehr wussten was nun real ist und was nicht) aber ich musste oft wieder zurückblättern, weil diese Abschnitte fast nahtlos in einander übergehen und man manchmal oft den Faden verliert dadurch.
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Ansonsten sehr gelungen! Sehr real und sehr bedrückend. Ich kann es nur empfehlen, ein Buch was sehr sehr lange nachwirken wird.
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#11/ 2017 [Rezi] Ann-Kathrin Karschnick, Felix Münter – Trümmerwelten #1

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Autor: Ann-Kathrin Karschnick, Felix Münter
Übersetzung: keine
Genre: (High) Fantasy
Preis: € 2,99 [D]
Einband: ebook
erschienen: 20.April 2017
Seitenanzahl: 336
Meine Wertung: 4,0 Huftiere 
Reihe: voraussichtlich ja Teil 1
Verlag: Papierverzierer 


Noemi lässt Probleme verschwinden. Charlie ist Geheimnisträger. Beide verfolgen dasselbe Ziel, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen und ohne voneinander zu wissen, denn sie beide wollen die verschollene Insel Anker im Wolkenmeer finden. Eine sagenumwobene Insel der Weisen, auf der alle Geheimnisse der früheren Herrscher zu finden sein sollen. Ihr einziger Hinweis lautet: Alice Sparrow. Wer ist diese Frau und was hat sie mit der verschollenen Insel zu tun?

Ein neues, noch nie dagewesenes High Fantasy Epos mit den wohl fantastischsten Wendungen des Genres.

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Da ich mir vorgenommen hatte mehr Fantasy zu lesen, fiel mir sofort dieses tolle Cover bei skoobe auf. Worauf genau ich mich einlasse, ging aus der ultra kurzen Kurzbeschreibung nicht hervor aber ich ließ es drauf ankommen und habe es nicht bereut!
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Charlie ist Geheimnisträger, von stattlicher Größe und Figur und ein eher ruhiger Zeitgenosse, begleitet wird er von Gurney. Einem Haudegen der keiner Prügelei und Auseinandersetzung aus dem Wege geht. Und auf der anderen Seite ist Noemi, mutig und taff, die keine Angst hat zu morden um ihre Ziele zu erreichen. Auch sie hat einen Begleiter Trent, der eher durch seine verschrobene Art auffällt, aber treu an ihrer Seite kämpft.
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Wir begleiten nun abwechselnd die beiden total unterschiedlichen Protagonisten. Beide sind auf der Suche nach dem sogenannten „Anker“ einer verschollenen Luftinsel der Weisen, die ungeahnte Mächte verleihen soll. Noemi lebt den Glauben der Weisen, meditiert täglich und lebt auch sonst nach ihren Ritualen. Sie ist, seit sie denken kann im Besitz eines Medaillons, auf welchem ein riesiger Dreimaster abgebildet ist. Durch Zufall erfährt sie, dass dieses Medaillon wohl von den Weisen abstammt und ihr bei ihrer Suche nach dem Anker eine große Hilfe sein wird.
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Zeitgleich entwickelt sich die Geschichte zwischen Charlie und Gurney auch weiter, Charlie wird aus dem Orden der Geheimnisträger geworfen weil er mit Gurney in das Zimmer eines Mitglieds dieses Ordens eingebrochen ist um Informationen über den Anker zu bekommen. Eben jenes Ordensmitglied zeigt sich trotz des Einbruchs sehr kooperativ und gibt Charlie ein Medaillon mit einem großen Dreimaster drauf der ihm den Weg zum Anker weisen soll…..
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Der geneigte Rezi-Leser wird nun die Parallelen erkennen können 😉
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Ich bin schwer reingekommen, was am für mich neuen Genre High-Fantasy lag, aber nachdem der Anfang geschafft war, habe ich eine tolle spannende Story vorgefunden! Der abwechselnde Schreibstil hielt sich bis zum Ende. Fast so (wir haben es ja hier mit einem Autoren – Duo zu tun) als hätten die beiden sich immer abgewechselt mit dem schreiben. Hat auf jeden Fall super gepasst und richtig Spaß gemacht! Die Charaktere waren gut durchdacht und haben sich innerhalb der Story weiterentwickelt und sind trotzdem ihrer eigenen Linie treu geblieben.
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Die Welt, die die beiden Autoren geschaffen haben war phantastisch. Die Kampfszenen sehr detailgetreu beschrieben ohne zu langweilen. Einen einzigen Kritikpunkt habe ich aber, in dem Teil mit Charlie kam mindestens 1mal auf jeder Seite als Erklärung für Gurney „alter Haudegen“ – der Haudegen dies, der Haudegen das … das war WIRKLICH nervig. Ich hätte mir gewünscht, dass dort öfter mal einfach nur „er“ gestanden hätte, ich weiß zu schätzen, dass man abwechseln wollte, aber das war zuviel des Guten.

Trotzdem kann ich dieses Buch wärmstens empfehlen, vorallem für den Einstieg in das High-Fantasy Genre, wunderschön geschrieben, eine fantastische Welt, die aber nicht so irrational ist, dass man Probleme hat sich zu orientieren! Ich habe auf anderen Seiten gesehen, dass wohl weitere Teile dazu geplant sind, das wäre schön und würde mich freuen, das ende lässt eine Fortsetzung durchaus zu.

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#10/ 2017 [Rezi] Nicole Boyle Rødtnes – Wie das Licht von einem erloschenen Stern

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Autor: Nicole Boyle Rødtnes
Übersetzung: Gabriele Haefs
Genre: Jugendbuch, Contemporary
Preis: € 13,99 [D]
Einband: ebook
erschienen: 26.Februar 2016
Seitenanzahl: 243
Meine Wertung: 5,0 Huftiere 
Reihe: nein
Verlag: Beltz & Gelberg Leseprobe: klick


Vega wird aus ihrem Teenagerleben gerissen, als sie nach einem Unfall nicht mehr sprechen kann. Die 17-Jährige kämpft wütend und frustriert mit ihrem Schicksal, das sie immer mehr zu einer sprachlosen Außenseiterin macht. Ein ergreifender Roman, emotional und packend geschrieben.

Seit Vega bei einer Feier gestürzt ist, leidet sie an Aphasie. Sie kann nicht sprechen, kaum lesen und mit noch größerer Mühe schreiben. Auch die Beziehung zu ihrer besten Freundin Ida und ihrem Freund Johan gibt ihr keinen Halt, denn sie kommen mit ihrer Krankheit nicht zurecht. Vega fühlt sich innerlich wie tot und zieht sich immer mehr zurück. Bis sie Theo trifft, der ebenfalls an Aphasie leidet und beide merken, dass sich zusammen leichter ein Weg in ein neues Leben finden lässt.

Wieder einmal ist es zuerst das wunderschöne Cover was mir ins Auge gesprungen ist. Die tolle Kurzbeschreibung folgte gleich danach und ich wurde wieder einmal nicht enttäuscht!

 

Noch nie habe ich ein Buch in so kurzer Zeit inhaliert, war selten so mitgerissen und fühlte mich selten so persönlich angesprochen wie von diesem Buch.

 

Die 17 jährige Vela stürzt auf einer Party ihrer Freundin in den Pool und schlägt sich den Kopf an – daraufhin erleidet sie eine schwere Hirnblutung und verlernt durch deren Folgen das Sprechen.
Diese Krankheit nennt sich Aphasie und die Betroffenen sind nicht mehr in der Lage die Wörter auszusprechen die sie denken. Es kommt entweder ein völliger Kauderwelsch oder verkehrte Worte dabei heraus.

 

Vela wurde mitten aus dem Leben gerissen, vor ihrem Unfall war sie eine lebenslustige und fröhliche Jugendliche mit einem großen Freundeskreis. Nach dem Unfall stehen ihr eigentlich nur noch ihre beste Freundin Ida und ihr Freund Johann zur Seite, alle anderen haben sich nach und nach entfernt.

 

Vela wird immer wieder von Alpträumen geplagt, in denen sie Szenen ihres Unfalls sieht und wo sie ganz klar sieht, dass sie geschubst wurde und nicht einfach nur gestolpert ist. Niemand glaubt ihr und ihre Familie tut es als Nebenwirkung des Sturzes ab. Aufgrund von Velas Verzweiflung zwingt ihre Mutter sie eines Tages dazu, einen Workshop für Betroffene Jugendliche zu besuchen dort lernt Vela den gleichaltrigen Theo kennen und auf einmal ändert sich ihr Weltbild und ihre Einstellung, sie öffnet sich langsam und beginnt ihm zu vertrauen. Er glaubt ihr auch, dass sie geschubst wurde und versucht mit ihr gemeinsam die Wahrheit herauszufinden.

 

Die Autorin hat die Situation in der Vela und Theo sich befinden sehr realistisch dargestellt und regt damit zum Nachdenken an. Das Leben kann sich sehr schnell – sozusagen auf einen Schlag – komplett ändern und wir stehen dann machtlos da und müssen schauen wie es weitergeht.

Ich kann das Buch wirklich jedem empfehlen, nicht nur um sich über das Thema Aphasie zu informieren, (welche sehr oft als Folge eines Schlaganfalls einhergeht) sondern auch um eine starke Geschichte rund ums Thema Krankheit, Freundschaft, Hoffnung und Mut zu lesen. Emotional sehr ansprechend und trotzdem einfach zu lesen.

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#9/ 2017 [Rezi] Mariella Heyd – Touch of Flames

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Autor: Mariella Heyd
Übersetzung:keine
Genre: Fantasy, Liebesroman, Jugendbuch
Preis: € 3,99 [D]
Einband: ebook
erschienen: 01.Mai 2017
Seitenanzahl: 240
Meine Wertung: 5,0 Huftiere 
Reihe: nein
Verlag: Forever by Ullstein Leseprobe: klick


Als würde es nicht schon reichen, dass ihre Familie aus Boston in eine Geistervilla mitten im Nirgendwo zieht, weiß bald auch jeder, dass Gwens Vater als Dämonologe arbeitet. Ihr Ruf an der neuen Schule ist ruiniert. Ohne ihren einzigen Freund Harry würde sie sicher verzweifeln – und dann ist da auch noch dieser Außenseiter, der von allen „Feuerteufel“ genannt wird und der ihr einfach nicht aus dem Kopf gehen will. Sebastian ist gutaussehend und gibt sich gar nicht erst Mühe, seine dunkle Vergangenheit zu verbergen. Es scheint, als spiele Gwen sprichwörtlich mit dem Feuer…

Zuallererst ist mir das wunderschöne Cover ins Auge gesprungen – wirklich ein Augenschmaus. Man sieht ein Pärchen in mitten von Flammen, die sich vertäumt in die Augen schauen und alles um sich herum vergessen zu scheinen. Und genau das habe ich auch bekommen bzw. noch viel mehr! ich freue mich immer, wenn das Cover und die Kurzbeschreibung etwas versprechen, was der Plot dann auch halten kann. (ist leider bei weitem nicht immer so – aber das kennt ihr ja sicher selbst) bei diesem Buch werdet ihr nicht enttäuscht werden! Aber schön der Reihe nach:


Die 18 jährige Gwen und ihr 12 jähriger Bruder Wilson müssen wieder einmal ihre Sachen packen und umziehen. Ihr Vater ist ein sogenannter Dämonologe und befasst sich mit paranormalen Geschehen. Diesmal soll es in eine alte Villa am Waldrand gehen die von 2 Geistern heimgesucht werden soll.


Als Gwen in der neuen Stadt und vorallem neuen Schule ankommt ist sie die totale Aussenseiterin, zu allem Unglück ist ihre Mutter auch noch die neue Schulpsychologin, was es ihr nicht gerade leichter macht von den anderen akzeptiert zu werden. Während ihr kleiner Bruder in dem gleichaltrigen Alin schnell einen Freund gefunden hat, tut sich Gwen sehr schwer Kontakte zu knüpfen, einzig Harry geht auf sie zu und freundet sich mit ihr an.


Als plötzlich Sebastian – genannt der Feuerteufel – wieder zurück in die Klasse kommt verändert sich alles. Harry wird eifersüchtig und entfernt sich immer mehr von Gwen, und Gwen interessiert sich auf einmal für den „Bad-Boy“ der kein Hehl daraus macht, dass er eine Fußfessel hat. Gwen erfährt, dass er den Spitznamen bekommen hat, weil er seinen Hof in Brand gesetzt haben soll. Sie merkt schnell, dass Sebastian nicht dass ist, was sein Ruf über ihn verrät. Er hat eine dunkle Vergangenheit und die Lösung dazu liegt in Gwens Villa…..


Mir hat das Buch wirklich sehr viel Spaß gemacht, ich kannte die Autorin vorher noch nicht, habe mir aber sofort ihre anderen Bücher auf der Wunschliste gespeichert! (das soll was heissen ;-))


Sie hat tolle Charaktere geschaffen, und eine tolle Story die zusammen perfekt harmonieren. Es gab keine langweilige klischeehafte Liebesgeschichte, sondern drumherum waren immer wieder kleine spannende Szenen die die Geschichte abgerundet haben.


Die Charaktere waren sehr unterschiedlich und vielschichtig und durch die Bank weg sympathisch und authentisch. (naja Archie ist hier eine Ausnahme aber das gehört ja zur Story ;-))

Tja was soll ich sagen, ich habe keinen Kritikpunkt und daher muss ich 5 Huftiere geben. Ein rundum gelungenes Buch, welches ich ohne Vorbehalte weiterempfehlen kann!

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Ich bedanke mich recht herzlich bei Netgalley und beim Forever by Ullstein Verlag  für das digitale Rezensionsexemplar.

# 8/2017 [Rezi] Darcey Bell – Nur ein kleiner Gefallen

Autor: Darcey Bell
Übersetzung:Juliane Pahnke
Genre: Thriller
Preis: € 12,99 [D]
Einband: ebook
erschienen: 10. April 2017
Seitenanzahl: 400
Meine Wertung: 3,0 Huftiere 
Reihe: nein
Verlag: HarperCollins Germany Leseprobe: klick

Stephanie, fürsorgliche Mutter, viel gelesene Mom-Bloggerin und jung verwitwet, hilft gerne aus; erst recht, wenn ihre glamouröse Freundin Emily, PR-Chefin eines New Yorker Modedesigners, sie darum bittet.

Doch als sie an diesem Tag Emilys fünfjährigen Sohn Nicky nach der Vorschule mit zu sich nach Hause nimmt, ahnt sie nicht, dass dies das Ende ihrer brüchigen Vorstadtidylle bedeuten wird. Denn Emily holt ihren Sohn am Abend nicht ab. Und auch an den folgenden Tagen und Wochen taucht sie nicht auf. Stephanie kümmert sich um Nicky, zusammen mit Emilys Mann Sean. In ihm erkennt sie die unverhoffte Chance, noch einmal ein ganz anderes Leben zu führen. Und sie fasst einen folgenschweren Entschluss. Doch dann kommt der Anruf, vor dem sie sich die ganze Zeit gefürchtet hat …

Stephanie ist leidenschaftliche Bloggerin, sie bloggt vorallem über ihr Leben mit ihrem 5 jährigen Sohn Miles und das Muttersein im Allgemeinen.

Da sich der größte Teil ihres Lebens „Online“ abspielt hat sie nicht viele reale Freunde, und freut sich entsprechend, als sie in Miles Schule von Emily, der erfolgreichen PR-Chefin eines New Yorker Mode Designers angesprochen wird. Wie sich herausstellt, ist ihr Sohn Nicky ist im selben Alter wie Miles und die beiden Jungs sind sogar schon seit längerem befreundet.

Zwischen Stephanie und Emily entwickelt sich schnell eine innige Freundschaft und oft habe ich Parallelen zu meiner besten Freundin gefunden und konnte die heimeligen Situationen zusammen auf der Couch bestens nachfühlen.

Stephanie springt öfters für die beruflich extrem eingespannte Emily ein und holt Nicky von der Schule ab und lässt ihn bei sich schlafen falls Emily wieder mal ein kurzfristiges Meeting hat. So wundert sie sich auch nicht, als Emily sie wieder einmal darum bittet, Nicky zu holen. Emily sagt, dass sie ihn am Abend auf jeden Fall wieder abholt.

Komisch wird die ganze Sache erst, als Emily nicht kommt um Nicky abzuholen. Nicht etwas später, nicht am nächsten Tag und auch nicht die darauffolgende Woche. Stephanie ist total unsicher, da sie so ein Verhalten von Emily nicht kennt, und meint, dass sie sich vielleicht verhört hat, Als Emily auch nach über eine Woche noch kein Lebenszeichen von sich gegeben hat wird Stephanie sehr besorgt und teilt ihre Gedanken auf ihrem Blog mit.

Diesen Teil des Buches habe ich echt gemocht, es war spannend zu lesen wie sich ihre Gedanken überschlagen haben und was ihr alles an unmöglichen Dingen durch den Kopf gegangen ist. Man war sozusagen hautnah dabei und hat mit ihr gegrübelt und gefiebert.

Leider bricht der Spannungsbogen für mich jäh zusammen als mehr Licht ins Dunkel kommt (was ich hier nun nicht näher erläutere, sonst spoilere ich fies herum) – auf jeden Fall fand ich die Geschichte sehr vorhersehbar und es hat mich total gestört, dass Stephanie so naiv war und alles blind geglaubt hat. Sehr oft habe ich mir an den Kopf gefasst und hätte gern in das Buch geschrieen und Stephanie gefragt ob sie wirklich so doof ist. Die Geschichte hätte auf diese Weise nicht funktioniert, wenn Stephanie etwas mehr Menschenverstand gehabt hätte, aber ich finde dass es so auch nicht funktioniert hat.

Es passiert zum Ende hin nicht mehr wirklich viel und ich habe mich teilweise durch die Seiten geschleppt. Ich habe sehnsüchtig auf eine Wendung gewartet, hatte Herzklopfen, weil ich soooo sicher war dass da noch der dicke Hammer kommt, aber ich wurde enttäuscht und bleibe enttäuscht zurück.

 

Die Story hat sehr gute Ansätze, toll fand ich den Erzählstil aus den 3 Perspektiven, die Idee war auch gut aber leider zu platt umgesetzt, ich konnte mit den Charakteren nix anfangen und habe für keinen der 3 Hauptprotagonisten Sympathien gehabt.

 

Ich bedanke mich recht herzlich bei Netgalley und beim HarperCollins Germany Verlag  für das digitale Rezensionsexemplar.

#7/ 2017 – [Rezi] Maria D. Headley – Magonia

Autor: Maria D. Headley
Übersetzung:Julia Walther
Genre: Fantasy, Jugendbuch
Preis: € 13,99 [D]
Einband: ebook
erschienen: 03. April 2017
Seitenanzahl: 369
Meine Wertung: 5,0 Huftiere 
Reihe: Ja, Teil 1
Altersempfehlung: Ab 14 Jahren
Verlag: heyne fliegt Leseprobe: (epub)

 

Seit sie klein ist, leidet die 16-jährige Aza an einer seltsamen Lungenkrankheit, die ihr ein normales Leben unmöglich macht. Als sie eines Tages ein Schiff hoch in den Wolken erspäht, schiebt sie das Phänomen auf ihre akute Atemnot. Bis jemand auf dem Schiff ihren Namen ruft …

Nur ein Mensch glaubt ihr diese Geschichte: ihr bester Freund Jason, der immer für sie da war, den sie vielleicht sogar liebt. Aber gerade als sie versucht, sich über die neuen tiefen Gefühle zu Jason klarzuwerden, überstürzen sich die Ereignisse. Aza meint zu ersticken – und findet sich plötzlich in Magonia wieder, dem Reich über den Wolken. Dort ist sie das erste Mal in ihrem Leben nicht mehr krank, sondern stark und magisch begabt. In dem heraufziehenden Kampf zwischen Magonia und Azas alter Heimat, der Erde, liegt das Schicksal aller mit einem Mal in Azas Händen …

 

Das Buch fängt so seltsam an, wie es fantastisch weitergeht.

Wir lesen von der 15 jährigen Aza die an einer unbekannten Lungenkrankheit leidet. Niemand weiss was ihr fehlt und niemand kann ihr helfen. Ihr Leben besteht aus Krankenhausbesuchen, Rettungswagen und der Gewissheit, dass sie nicht sehr alt werden wird und jeder Krankenhausaufenthalt ihr letzter sein könnte.

Aza ist im Laufe ihres kurzen Lebens sehr sarkastisch geworden und nimmt eigentlich nix und niemanden mehr ernst. Sie verbringt die meiste zeit ihres Lebens mit ihrem besten Freund Jason, der sie versteht und unterstützt wo er kann.

Bei ihrem letzten Krankenhausaufenthalt erblickt Aza über den Wolken ein großes Schiff. Sie zweifelt an ihrer Wahrnehmung und teilt dieses Erlebnis mit Jason, der ihr sofort glaubt und Recherchen anstellt, in denen er herausfindet, dass diese „Schiffssichtungen“ durchaus schon in der Vergangenheit geschehen sind und zu Buch gebracht wurden.

Eines Tages geht es Aza so schlecht, dass sie im Rettungswagen tatsächlich stirbt. Über dem Rettungswagen sieht Jason wieder so ein Schiff und ist sich sicher, dass Aza auf dieses Schiff geholt wird. Er ruft ihr noch nach, dass er sie finden wird egal wo sie ist.

Der Schreibstil ist am Anfang echt schlimm. Es hat mich viel Mühe gekostet weiterzulesen weil die Sätze ganz kurz sind und abgehackt und irgendwie alles zusammenhanglos und wirr rüberkommt, es ist keine wirkliche Storyline zu erkennen sondern Aza und Jason erzählen einfach nur abwechselnd ihre verschrobenen Gedanken.

Irgendwann ist man aber an dem Punkt wo man dran gewöhnt ist und es auch weniger wird und dann ist man sofort total in der Story drin. Maria D. Headley eine so wundervolle und detailgetreue total abgefahrene Welt geschaffen in der ich komplett eingetaucht bin. Alle Wesen waren liebevoll konstruiert und hatten ihren Platz in der Story. Aza ist ein toller und starker Charakter der sich im Laufe der Story richtig entwickelt und aus der einstigen Zynikerin wird eine taffe Kämpferin die begreift welche Seite die richtige ist und entsprechend handelt!

 

Ich war sehr oft zu Tränen gerührt und mein Herz ist erfüllt von einer sagenhaften Welt, voll Gefühl und einfach Glückseligkeit. Niemals hätte ich dem Buch zugetraut, dass es sich so entwickelt, dass es mich so mitreißt und dass es soviel Potential hat. Ich bin total begeistert und gebe deshalb voll verdiente

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Ich bedanke mich recht herzlich beim Bloggerportal und beim heyne>fliegt Verlag  für das digitale Rezensionsexemplar.