#4/2018 [Rezi] J.D. Barker – The fourth Monkey

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Autor: J.D. Barker
Übersetzung: Leena Flegler
Original Titel: The forth monkey killer
Reihe: Teil 1 aber weitere sind geplant
Preis: 9,99

Seitenanzahl: 540 Seiten
Format: ebook
Herkunft: Rezensionsexemplar Netgalley

Lesedauer: 05.01.2018 – 13.01.2018
Bewertung: 5 Lesezeichen

Verlag: blanvalet

 

 

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5 Jahre, unzählige Opfer und ein Serienkiller, der auch nach seinem Tod nicht ruht …

Tue nichts Böses, sonst wird er dich bestrafen. Zuerst wird er einen Menschen entführen, den du liebst. Dann wird er dir ein Ohr des Opfers in einem weißen Geschenkkarton schicken. Daraufhin ein Auge, dann die Zunge. Du kannst versuchen, ihn zu stoppen, aber du wirst es nicht schaffen. Denn er ist der Four Monkey Killer, und er kennt kein Erbarmen. Du kannst nur hoffen, dass er nicht weiß, wer du bist, und dass er es nie erfährt …

 

cooltext271842000749198An diesem Titel kommt man im Thrillergenre einfach nicht vorbei, und so ist er auch bei mir gelandet. Leider lag er eine Weile auf dem SuB, was völlig zu Unrecht war!

Sam Porter wird mit seinem Team zu einem Einsatz gerufen. Erst scheint es so, als wäre das ein normaler Unfall, ein Fußgänger ist unter den Bus geraten. Aber schnell wird klar, dass der Tote kein einfacher Fußgänger war, sondern der seit 5 Jahren gesuchte „4 Monkey Killer“. Bei sich trug er ein Tagebuch und eine der Geschenkboxen die er an seinen Tatorten als Mahnmal zurückgelassen hat. In dieser Box befindet sich ein abgeschnittenes menschliches Ohr.

Für Sam ist klar, dass der Täter wieder aktiv ist, er entfernt seinen Opfern erst ein Ohr, dann die Augen und zuletzt die Zunge, bevor er sie dann tötet. Wo ist das aktuelle Opfer, was passiert nun wo der Täter nicht mehr lebt, wie sollen Sam und sein Team JEMALS das Opfer finden bevor es verhungert oder verdurstet?

Die Dramatik wird schnell klar und die Story nimmt rasch an Fahrt auf. Erschienen mir zu Anfang die Szenen aus dem Tagebuch des Täters noch zu langweilig und unnötig, so fieberte ich ziemlich schnell genau jenen Abschnitten entgegen!  An Grausamkeit kaum zu überbieten beschreibt der Täter seine Kindheit und Jugend. Er wurde geprägt durch extrem strenge und brutale Eltern. Mir blieb oft die Luft weg und ich musste das Buch einen Moment weglegen um durchzuatmen.

J.D. Barker schafft es in seinem Debüt den Spannungsbogen wirklich konstant oben zu halten. Wir fliegen durch die Kapitel und begleiten abwechselnd die Ermittlungen, das Tagebuch und das Opfer welches mit Handschellen in einem dunklen Raum gefangen gehalten wird.

Ich wurde öfters eiskalt erwischt und habe mich regelrecht erschrocken weil ich mit den Wendungen nicht gerechnet hatte. Wirklich ein starkes Debüt mit einem Ende was auf eine Fortsetzung hoffen lässt. c4a97-cooltext271229995396666

Meinen Herzlichen Dank an Netgalley  und den blanvalet Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Unnötig zu erwähnen, dass die Rezension natürlich trotzdem zu 100% meiner eigenen Meinung entspricht!

 

 

 

 

#2/2018 [Rezi] Mina Baites – Die silberne Spieldose

Autor: Mina Baites
Übersetzung: –
Original Titel: –
Reihe: –
Preis: 4,99

Seitenanzahl: 320 Seiten
Format: ebook
Herkunft: Amazon unlimited

Lesedauer: 02.01.18 – 04.01.2018
Bewertung: 5 Lesezeichen

Verlag: Tinte und Feder

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Für Paul, in Liebe«, so lautet die Widmung, die der jüdische Silberschmied Johann Blumenthal aus Hamburg 1914 für seinen Sohn auf eine Spieldose graviert. Es ist sein Abschiedsgeschenk, denn Johann meldet sich freiwillig in den Kriegsdienst, um für seine geliebte Heimat zu kämpfen. Das kostbare Andenken seines Vaters wird für Paul und seine Kinder zu einem Symbol für Hoffnung und Zusammenhalt, während der Hass auf sein Volk wächst und sich die Schlinge um die renommierte Juwelierfamilie enger zieht. Das Erbstück wird den Blumenthals Trost schenken, sie in Gefahr bringen und eines Tages trennen. Bis es fast fünfzig Jahre später über Schicksalswege in die Hände der jungen Londonerin Lilian Morrison gerät und sich die silberne Spieldose ihrer älteren Schwester jede Nacht wie ein ungebetener Gast in ihre Träume schleicht. Doch was hat das kostbare Andenken der Familie Blumenthal mit ihr zu tun?

 „Die Wolframlampe auf dem Werktisch erhellte einen Barren aus reinem Silber.“
ein wunderschönes Cover welches die filigrane und detaillierte Spieldose perfekt in Szene setzt!
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 die Charaktere sind jeder für sich fantastisch ausgearbeitet! Um den Rahmen nicht zu spregenden beschreibe ich mal nur die 3 wichtigstens, aber alle zusammen machen diese Geschichte aus!

Johann  ist ein mutiger selbstloser Held. Er meldet sich freiwillig für den Kriegsdienst weil er das Gefühl hat, er müsse etwas zurückgeben. Er hilf bereitwillig einem kleinen Bettlerjungen und trägt einen verletzten Kumpanen tagelang alleine zum Lazarett und rettet ihm damit das Leben. Er ist ein liebevoller Vater und ein fürsorglicher Ehemann!

Seine Frau Clara ist mindestens genauso stark und besitzt einen unbeugsamen Willen! Sie ist bereit ein riesengroßes Risiko einzugehen um ihre Träume zu verwirklichen und gibt niemals, aber auch wirklich niemals auf!

Ihr gemeinsamer Sohn Paul ist ganz der liebevoll Sohn seines Vaters, nicht nur optisch ähneln die beiden sich sehr! Auch erbt Paul die Leidenschaft für Schmuck und tritt so in die Fußstapfen seines Vaters. Er liebt Clara wirklich sehr und gibt für sie eine Menge auf!

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Der Schreibstil ist wirklich sehr angenehm. Mina Baites hat es geschafft die Liebe, Sehnsucht und vorallem den Schmerz in jeder einzelnen Seite zu transportieren. Die beklemmende Athmosphäre ist überall greifbar genau wie die Sorgen und Ängste der hinterbliebenen Familien.

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 Ich komme selbst aus Hamburg und habe die Story doppelt genossen, weil ich die Orte teilweise kenne. Hier kann ich nur sagen, dass Mina Baites wirklich sehr gut recherchiert hat – selbst ich als Hamburgerin habe so noch etwas über unsere Geschichte gelernt!

Die silberne Spieldose ist eine sehr liebevolle Geschichte, die den Leser sehr nachdenklich zurücklässt. Der Judenhass, der damals allgegenwärtig war ist beängstigend aber leider kann man es mit dem brandaktuellen Thema der Ausländerfeindlichkeit vergleichen. Es scheint als hätten die Deutschen aus ihrer Vergangenheit nichts gelernt! Es hat mich beschämt zu lesen, wie die Menschen in Hamburg sich verändert haben und wie schnell dieser Hass rübergeschwappt kam und wie schnell aus Freunden Feinde wurden.

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 Dieses Buch wurde mir von der lieben Anja von Anjas Buchstunden empfohlen und ich kann mich für den Tip nur bedanken! Jede Seite ist gespickt von Spannung und Emotionen, eine ganz klare Leseempfehlung von mir!

Challenges: 
Laris große Stallchallenge (29/50)
Anjas kunterbunte Jahres Challenge (1/26)
50 Cover – eine Challenge (1/50)
mamenus Cover Challenge (26/60)
 

#1/2018 [Rezi] Colleen Hoover – Maybe Someday

Autor: Colleen Hoover
Übersetzung: Kattrin Stier
Original Titel: Maybe Someday
Reihe: Maybe #1

Seitenanzahl: 432 Seiten
Format: ebook
Herkunft: onleihe Hamburg

Lesedauer: 28.12.17 – 01.01.2018
Bewertung: 5 Lesezeichen

Verlag: dtv (dort nicht mehr lieferbar deshalb Link ausnahmsweise zu Amazon)

Das Letzte, was Sydney will, als sie bei dem attraktiven Gitarristen Ridge einzieht, ist, sich in ihn zu verlieben. Zu frisch ist die Wunde, die ihr Ex hinterlassen hat. Und auch Ridge hat gute Gründe, seine neue Mitbewohnerin nicht zu nah an sich ranzulassen, denn er hat seit Jahren eine feste Freundin: Maggie – hübsch, sympathisch, klug, witzig. Und dann passiert es doch. Als Sydney beginnt, Ridge beim Songschreiben zu helfen, kommen sie sich näher als erwartet. Auch wenn beide die Stopptaste drücken, bevor wirklich etwas passiert, können sie nichts gegen die immer intensivere Anziehung ausrichten, die sie zu unterdrücken versuchen – vergeblich.

„Eben habe ich ein Mädchen geschlagen, mitten ins Gesicht.“

 Das Cover ist in weiss mit fröhlichen Tönen gehalten und zeigt ein junges Mädchen (wahrscheinlich Sydney) – es passt sehr gut zu der jugendlichen Zielgruppe und dass Sydney nur durch die Buchstaben durchscheint passt perfekt zu der Story. Der Wiedererkennungswert von Colleen Hoovers Büchern ist hier auch perfekt gegeben und die Gestaltung macht Lust auf das Buch!

Sydney war mir sehr sympathisch, sie ist nicht auf den Mund gefallen und weiß sich zu wehren. Sie ist natürlich und ich konnte mich trotz großem Altersunterschied total in ihr wiederentdecken. ♥

Ridge war durch seine Entfernung und den wenigen Kontakt den die beiden anfangs hatten sehr interessant. Als er Sidney gleich am Anfang aufgenommen hat, hat er gezeigt, dass mehr in ihm steckt als man vermutet hat, doch mittendrin habe ich ihn aber manchmal wirklich verwünscht und konnte mit seinen Entscheidungen überhaupt nicht umgehen.

Maggie war mir von Anfang unsympathisch. ich weiss, dass das unfair ist, weil Maggie echt ein lieber Mensch ist, aber ich habe wirklich vom ersten Moment an im Team „Ridge – Sidney“ gespielt und Maggie war einfach „im Weg“ Ridge’s bedingungslose Liebe zu ihr hat es nicht gerade besser gemacht. 😉

Alle Charaktere haben sich toll entwickelt, vorallem auch Warren, der ja anfangs nur mit Bridgette rumgemacht hat und ständig Pornos geschaut hat.

Jetzt muss ich aufpassen, dass ich nicht spoiler …. also der Schreibstil ist locker und toll zu lesen. Colleen Hoover hat alles mit Liebe zum Detail beschrieben und gerade bei den Szenen zwischen Sidney und Ridge spürt man das knistern und kribbeln. Ich habe mich total in sie hineinversetzt gefühlt und gelitten, geweint, gejubelt …..Wir lesen abwechselnd aus der Sicht von Ridge und Sidney. Ich finde das macht das ganze noch spannender, weil man so jedem Charakter näher kommen kann und hautnah seine Gefühle mitbekommt.

Ich war mit dem ersten Satz in der Story drin. Bei manchen Büchern merkt man es einfach sofort, dass es passt oder eben auch nicht passt. Es gab (was ich nie gedacht hätte) tolle und unerwartete Wendungen und „Maybe Someday“ ist weit mehr als ein klischeebesetzter Liebesroman mit dem Thema Dreiecksbeziehung. Ich bin durch die Seiten geflogen und habe jede davon genossen! Spannung, Emotionen und tolle Charaktere. Dies war mein erster Hoover, aber definitiv nicht der letzte 😉

toller Schreibstil, tolle Protagonisten und eine spannende und interessante Story! Ich freue mich sehr, dass ich einen Blick über meinen „Thriller-Tellerrand“ gewagt habe und kann dieses Buch jedem ans Herz legen! Bedingungslose Empfehlung!

#39/2017 [Rezi] Ava Reed – Wir fliegen, wenn wir fallen

Autor: Ava Reed
Übersetzung: –
Genre: Jugendbuch, Liebesroman
Preis: € 14,99 [D]
Einband: ebook
erschienen: 17.02.2017
Seiten: 304
Meine Wertung: 5 Huftiere
Reihe: nein

Verlag: ueberreuther

 

 

Eine Nacht unter den Sternen schlafen. Einen Spaziergang im Regenwald machen. Die Nordlichter beobachten … So beginnt eine Liste mit zehn Wünschen, die Phil nach seinem Tod hinterlässt, gewidmet seinem Enkel Noel und der siebzehnjährigen Yara. Phils letztem Willen zufolge sollen sich die beiden an seiner statt die Wünsche erfüllen. Gemeinsam. Yara und Noel, die sich vom ersten Moment an nicht ausstehen können, willigen nur Phil zuliebe ein. Doch ohne es zu wissen, begeben sich die beiden auf eine Reise, die nicht nur ihr Leben grundlegend verändern wird, sondern an deren Ende beiden klar ist: Das Glück, das Leben und die Liebe fangen gerade erst an.

Normalerweise lese ich nur Thriller wo es um Leichen, Mordermittlungen und skrupellose Killer geht. Aber irgendwie brauche ich auch mal etwas anderes, dieses Buch lief mir beim blättern auf Skoobe über die Füße und das wunderschöne Cover hat mich sofort angesprochen. Der Klappentext dann versprach eine sehr emotionale Lektüre und genau danach steht mir gerade der Sinn.

Yara ist schüchtern, zurückhaltend, bescheiden und herzensgut. Sie besucht zb regelmäßig den alten Phil im Heim und liest ihm Geschichten vor. Kennengelernt haben sich die beiden durch Zufall durch Yaras Tante die im Heim arbeitet.

Phils Enkel Noel ist der typische Teenager. rebellisch und stur. Er besucht seinen Opa Phil nur ganz selten. Er macht ihm immer noch Vorwürfe, weil seine Mutter ihn vor einigen Jahren einfach verlassen hat.

Ihr seht schon, dass Yara und Noel unterschiedlicher nicht sein könnten. Trotz dieser abgenutzten Grundidee hat sich die Story fantastisch entwickelt.

Phil stirbt ganz plötzlich und hinterlässt den beiden (die sich absolut nicht ausstehen können) einen Brief. Dort bittet er sie, auf eine große Reise zu gehen und Phils letzte große Wünsche gemeinsam zu erfüllen und zu erleben.

Für beide ist das zuerst ein unzumutbarer Zustand, aber da beide Phil sehr geliebt haben willigen sie ein und treten miesmutig nach einiger Planung die Reise an. Während Yara für Noel zu Anfang immer noch „das Lesemädchen“ war welches er immer aufgezogen und geärgert hat, entwickelt sich zwischen den beiden ganz langsam eine zarte Bindung……

Also vorab, die Story war keineswegs kindisch oder naiv für mich – was ja öfters bei Jugendbüchern so ist, gerade lege ich wieder eins weg weil mir die Charaktere viel zu naiv sind. Im Gegenteil Ava Reed hat wirklich tolle Charaktere geschaffen. Die Entwicklung die beide von Kapitel zu Kapitel durchgemacht haben war wirklich toll zu verfolgen. Vorallem Noel zeigt, dass weit aus mehr in ihm steckt als er zuerst zeigen wollte. Ich habe ihn richtig lieb gewonnen.

Ich habe mitgefiebert und mitgelitten und am Ende Rotz und Wasser geheult. Das wusste ich aber schon vom Klappentext, dass ich hier sehr emotional reagieren werde, das ist okay und manchmal braucht man das auch einfach. Eine Story, die einfach nur schön ist zu lesen wo man nicht möchte dass sie endet. Ich würde an dieser Stelle ja zu gern wissen, ob die Autoren bei ihren Büchern auch weinen wenn bestimmte Dinge passieren, immerhin haben sie ihren Protagonisten ja Leben eingehaucht und da müssten sie doch eigentlich doppelt und dreifach leiden wenn etwas passiert.

 

Von mir gibt es eine ganz klare Empfehlung! Ohne wenn und aber! Tolle Story die man einfach mögen muss, sympathische Charaktere und soooo viel Emotionen *hachmach* lest es! (wenn ich als ThrillerFan das sage heisst das was ;-))

#38/2017 [Rezi] Bernhard Aichner – Totenrausch

Autor: Bernhard Aichner
Übersetzung: –
Genre: Thriller
Preis: € 15,99 [D]
Einband: Hörbuch
erschienen: 09.01.2017
Minuten: 7 Stunden und 41 Minuten
Meine Wertung: 5 Huftiere
Reihe: ja Teil 3 von 3

Verlag: Der Hörverlag

Schuld und Sühne? Mord und Rache!

Die Frau, die in das Büro eines Hamburger Zuhälters stürmt, ist verzweifelt. „Ich brauche Pässe für mich und meine zwei Kinder“, sagt sie. Und: „Wenn du mir hilfst, werde ich jemanden für dich töten.“ Es wäre nicht das erste Mal … Brünhilde Blum. International gesuchte Mörderin. Liebevolle Mutter zweier Töchter. Seit Monaten auf der Flucht. In Hamburg will sie einen Neuanfang wagen. Ausgestattet mit einer neuen Identität, wohnt sie in einem Fischerhäuschen an der Elbe und arbeitet als Aushilfe in einem Bestattungsinstitut. Alles ist gut. Bis zu dem Tag, an dem der Mann, dem sie das neue Glück zu verdanken hat, einfordert, was sie ihm versprochen hat. Sie soll jemanden töten. Einen Menschen, der ihr sehr ans Herz gewachsen ist …

ACHTUNG dieses ist Teil 3 einer Trilogie, wenn ihr die ersten beiden Teile noch nicht kennt, dann lest diese bitte erst bevor ihr hier weiterlest! Ich werde unweigerlich spoilern ….

Ich habe mich sehr auf den dritten Teil der Reihe um Brünhilde Blum gefreut! Schon in den ersten beiden Bänden konnte Bernhard Aichner voll überzeugen!

Blum konnte mit ihren Kindern fliehen und ist nach längerer Reise über Norwegen nun in Hamburg gelandet. Sie kommt an mit nix, nur dem was sie am Leib hat und ihren Kindern. Auf der verzweifelten Suche nach Hilfe landet sie bei einer Prostituierten die sie für einige Tage bei sich aufnimmt und ihr den Tip gibt, sich an die Kiezgröße Egon Schmiele zu wenden.

Schiele ist bereit ihr zu helfen, allerdings besitzt sie keine finanziellen Mittel um ihn zu bezahlen und so bietet sie ihre Dienste an. Leichtfertig – nur die neuen Pässe vor Augen – bietet sie an jemanden in seinem Auftrag zu töten. Für Schiele ist das ein sehr verlockendes Angebot und er willigt nur zu gerne ein und verhilft Blum nicht nur zu neuen Namen und Pässen, er lässt sie auch bei sich in einer Zweitwohnung leben und versorgt sie mit allem Nötigen.

Blum war kurz davor nicht mehr daran zu glauben, dass Schiele ihr Angebot wirklich annimmt, da ist der Zeitpunkt gekommen – sein Vater droht wegen der Aussage eines Steuerberaters in den Bau zu wandern, Blum soll eben jene Person vor der Verhandlung aus der Welt schaffen. Für Blum beginnt ein Kampf mit ihrem Gewissen, ihren Ängsten und nicht zuletzt mit sich selbst. Ich glaube ich spoilere nicht zuviel, wenn ich an dieser Stelle verrate, dass sie ihn nicht ermorden konnte und Schiele ihr daraufhin eine Liste mit 4 weiteren Namen gibt die sie auszulöschen hat. Sozusagen eine letzte Chance um zu beweisen, dass sie zu ihrem Wort steht. Der erste Name davon ist der einzige Freund den sie in Hamburg bisher gefunden hat ….

Ein Wahnsinnsbuch, ich bin wirklich atemlos durch die Seiten geflogen. Bernhard Aichner lässt dem Leser keine Zeit zum Durchatmen, der kurze knackige Schreibstil der ihn ausmacht, erfährt im Finale der Trilogie seinen absoluten Höhepunkt. Als Blum Fan stört man sich schon längst nicht mehr am seltsam ersscheinenden Satzbau und inhaliert begierig jeden weiteren Satz.

Ich habe von der ersten bis zur letzten Seite mitgefiebert und mich so oft gefragt, warum Blum so ein unnötiges Risiko eingeht aber so ist Blum eben und das macht sie aus. Bernhard Aichner hat eine wirklich sympathische Protagonistin mit Ecken und Kanten geschaffen und Wolfram Koch schafft es wie kein anderer diese Stimmung zu transportieren! Er passt total zu der Reihe und heizt die Spannung zusätzlich an.

Ganz klare Empfehlung von mir – aber bitte fangt vorn an und lest die ganze Reihe – man kann zwar auch nur einen Band lesen aber es würde soviel von der Story um Blum wegnehmen, das wäre wirklich schade! Blutig, tödlich und nix für schwache Nerven. Absoluter Geheimtip!

ich habe gesehen, dass es auf der Verlagsseite ein kleines Interview mit Bernhard Aichner zum Finale um Brünhilde Blum gibt – wer mal reinsehen mag, hier ist der Link

Herzlichen Dank für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars an das Bloggerportal und Der Hörverlag.

unnötig zu erwähnen, dass dies hier natürlich trotzdem zu 100% meine eigene Meinung widerspiegelt

#37/2017 [Rezi] Derek Meister – Blutebbe

Autor: Derek Meister
Übersetzung: –
Genre: Thriller
Preis: € 8,99 [D]
Einband: ebook
erschienen: 19.06.2017
Seiten: 400
Meine Wertung: 5 Huftiere
Reihe: ja Teil 3 von (bisher?) 3

Verlag: blanvalet

Auf einem Geisterschiff im Watt werden die Leichen zweier Frauen gefunden. Sie sind grausam zugerichtet, wie Fische aufgehängt und ausgenommen worden. Ihre Lungen fehlen, und der Mörder hat eine seltsame Rune hinterlassen. Ein Ritualmord? Die Ermittlungen führen Knut und Helen zu einem weiteren Todesfall, der bereits Jahrzehnte zurückliegt. Treibt ihr Täter seitdem unbemerkt an der Küste sein Unwesen? Bevor Knut und Helen die schaurige Wahrheit herausfinden können, werden sie selbst zu Gejagten …

Als ich das Buch beim Bloggerportal angefragt habe, ist mir wieder mal untergegangen, dass es der 3te Teil einer (bisher) 3 teiligen Reihe ist. Ich habe um in die Story reinzukommen erstmal den ersten Teil aus der Onleihe geholt und verschlungen. Hätte es aber gar nicht unbedingt gebraucht, Derek Meister umreisst die wichtigsten Eckpfeiler und so hat der Leser nicht das Gefühl etwas verpasst zu haben.

 In Valandsiel taucht ein im Watt gestrandetes Segelboot auf. Knut Jansen ist mit seinen Kollegen sofort auf dem Weg und findet an Deck 2 schrecklich zugerichtete Frauenleichen. An den Händen aufgehängt wurde beiden der Bauchraum geöffnet und die Lungen entnommen. Auf dem Boden finden sie eine unbekannte Rune.

Die Ermittlungen bringen einen Fall von vor 16 Jahren wieder zum Vorschein, auch damals wurden Lungen entfernt und es gab eine Runensichtung. Haben die Fälle miteinander zu tun? Hat der Täter gar 16 Jahre lang unerkannt weitergemordet oder gibt es nach so langer Zeit einen Trittbrettfahrer?

Obwohl der Täter sofort auf Seite 1 präsentiert wird, leidet die Spannung nicht. Derek Meister webt den Spannungsfaden konsequent weiter, nicht nur Knut hat es diesmal hart erwischt, auch Helen hat mit den Schatten ihrer eigenen Vergangenheit zu kämpfen.

Die Kapitel sind übersichtlich und haben eine angenehme Länge. Abwechselnd wird von den verschiedenen Schauplätzen erzählt, zwischendrin kommt immer wieder der Täter „zu Wort“ und wir können lesen was in seinem Kopf vorgeht, wie er sich verändert. Auf den ersten Seiten war er schüchtern und musste sich gar zwingen den ersten Mord überhaupt durchzuziehen, je weiter die Geschichte fortschreitet, desto dreister wird er aber.

Nachdem ich „Der Jungfrauenmacher“ verschlungen habe, konnte mich auch „Blutebbe“ voll überzeugen! Ich mag Knut total, vielleicht liegt es daran, dass ich selbst aus dem hohen Norden komme und mir dieser typische nordische Einschlag nicht fremd ist.

Ich werde den 2ten Teil nun auf jeden Fall auch noch lesen und hoffe auf weitere Fortsetzungen dieser Reihe, das Ende ist zwar abgeschlossen aber die Story rund um Knut und Helen lässt noch viel Platz für weitere Bände.

klare Empfehlung von meiner Seite, allerdings solltet ihr hart im Nehmen sein, Derek Meister spart nicht mit blutigen Beschreibungen und Szenen. Wer das verträgt wird mit einem tollen Team und Spannung von der ersten bis zur letzten Seite belohnt.

Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an das Bloggerportal und den blanvalet Verlag. 
Unnötig zu erwähnen, dass meine Meinung natürlich trotzdem zu 100% meiner eigenen entspricht!

#35/2017 [Rezi] Sarah Hilary – Seelenkinder

Autor: Sarah Hilary
Übersetzung: –
Genre: Thriller
Preis: € 8,99 [D]
Einband: ebook
erschienen: 11.09.2017
Seiten: 481
Meine Wertung: 5 Huftiere
Reihe: ja Teil 2

Verlag: btb

Ein grauenvoller Fund: Im Garten seines Hauses in einer Londoner Neubausiedlung entdeckt Familienvater Terry Doyle einen alten Bunker – und darin, dreieinhalb Meter tief in der Dunkelheit, zwei Kinderleichen. Für das Team um Detective Marnie Rome türmen sich die Fragen auf: Wer waren die Kinder? Warum wurden sie nie als vermisst gemeldet? Welche Rolle spielt Clancy, der verhaltensauffällige Ziehsohn von Terry? Die Begegnung mit Clancy ist für Marnie wie eine Falltür in die Vergangenheit – er erinnert sie an ihren Adoptivbruder Stephen, den Mörder ihrer Eltern. Und als Clancy plötzlich mit Terrys leiblichen Kindern verschwunden ist, ahnt Marnie: Jetzt zählt jede Sekunde.

Wie ich mich um dieses Buch beim Bloggerportal beworben habe, wusste ich nicht, dass es sich um den 2ten Teil einer Reihe handelt. Zum Glück kommt man aber gut mit auch ohne den ersten Band vorher gelesen zu haben.

Der Leser wird gleich brutal in die Story geworfen, es gibt keine Umschreibung kein Geplänkel, es geht sofort los! Terry hat beim Gemüsebeet pflanzen einen vergrabenen Bunker bei sich im Garten entdeckt. Darin befinden sich die Leichen von 2 kleinen Kindern.

Um die Kinder herum liegt Spielzeug, es gibt einen Waschbereich und einen großen Stapel Konserverdosen. Wie kommen die beiden in den Bunker, warum sind sie trotz der vorhandenen Nahrung gestorben? Wer ist dafür verantwortlich? Woher stammen die Kinder?

Fragen über Fragen die Marnie Rome und ihr Team nun klären müssen. Die Tat passierte vor ungefähr 5 Jahren und entsprechend kompliziert ist es jetzt noch Spuren zu finden. Wie verdächtig ist Clancy, der Pflegesohn von Terry? Er wurde öfters im Garten beobachtet. Auch der seltsame Nachbar mit dem Puppen Sammeltick ist nicht ganz geheuer. Ganz klar sollte die Sache sein, als Clancy sich die beiden leiblichen Kinder von Terry schnappt und mit ihnen verschwindet. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit!

Ich muss gestehen, dass ich meine Probleme mit den Ermittlern hatte. Weder Marnie noch Noah waren mir auf Anhieb sympathisch (vielleicht fehlt mir hier einfach der erste Teil der Reihe wo man sicher viel zu Marnies eigener Geschichte und dem Verlust ihrer Eltern erfährt) aber trotzdem hat mich die Geschichte total mitgerissen. Jeder war verdächtig, und ich musste einfach wissen was es mit den Jungen und mit Clancy auf sich hat. Das Ende ist grandios konstruiert und lässt keine Fragen offen.

Ich werde auf jeden Fall den ersten Teil noch lesen um alles genauer kennenzulernen. 

Der Schreibstil ist sehr angenehm, die Kapitel nicht zu lang und der Wechsel der Perspektiven und auch Zeiten hält das Spannungsbarometer konstant oben. Trotz nicht 100% sympathischer Ermittler eine klare Leseempfehlung von mir, die Story hat soviel mehr zu bieten als auf den ersten Blick ersichtlich ist!
Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an das Bloggerportal und den btb Verlag. 
Unnötig zu erwähnen, dass meine Meinung natürlich trotzdem zu 100% meiner eigenen entspricht!