#28/2017 [Rezi] Carter Wilson – Das letzte Bekenntnis

Autor: Carter Wilson
Übersetzung: Volker Lehmacher
Genre: Thriller
Preis: € 2,49 [D]
Einband: ebook
erschienen: 12. 09.2017
Seiten: 422
Meine Wertung: 5,0 Huftiere
Reihe: nein

Verlag: AmazonCrossing

Gewinner des International Book Awards 2017
Zwischen Leben und Tod liegen nur Worte …
Dunkelheit. Kälte. Schmerz. Mühsam kommt Harden Campbell zu sich. Er ist gefangen in einer dreckigen Zelle, neben sich die Leiche seines Freundes, eine alte Schreibmaschine und ein Stapel Papier. Nur ein Satz steht darauf: »Erzähl mir eine Geschichte«.

Steckt Coyote dahinter? Der Ex-Mitbewohner aus Hardens Studenten-WG hat in den letzten Monaten auf verstörende Weise gezeigt, dass er Spaß daran hat, andere zu manipulieren und sie an ihre Grenzen zu bringen. Aber würde dieser Soziopath wirklich so weit gehen? Harden ahnt, dass er die Geschehnisse aufschreiben muss, die ihn in diese Situation gebracht haben. Nur so hat er eine Chance zu überleben.

Harden steht vor der schwierigsten Aufgabe seines Lebens. Jedes Wort muss sorgfältig gewählt werden. Sein Schicksal hängt davon ab.

Ich muss zugeben, bei diesem Buch hat mich als erstes das Cover angesprochen und dann der Gewinn des Book Awards 2017. Wenn ein Buch einen Preis gewinnt, dann MUSS es doch gut sein oder? – okay Geschmäcker sind bekanntlich sehr verschieden, aber in diesem Fall kann ich das nur bestätigen!
Der Reihe nach:
Der 19jährige Literatur Student Harden Campbell wacht in völliger Dunkelheit und unter Schmerzen auf. Als er sich langsam in dem dunklen kleinen Raum orientieren kann sieht er seinen toten Freund neben sich liegen. Er hat mehrere Schnitte und ist augenscheinlich verblutet.
In der Mitte des Raumes steht eine Schreibmaschine und ein Stapel Zettel mit einer Nachricht: „Erzähl mir eine Geschichte“
Harden randaliert und schreit und wütet in der Zelle herum bis er irgendwann völlig erschöpft zu Boden sinkt und sich seinem Schicksal fügt. Er ist sich sicher, dass hinter diesem Leid nur einer stecken kann, Coyote, sein Ex Mitbewohner. Er entscheidet sich dafür die Geschichte ihres Kennenlernens zu beschreiben bis zu dem Zeitpunkt wo er in dieser Zelle aufgewacht ist.
Harden schreibt einige Seiten und wird dann aufgefordert sie vor die Tür zu legen, dann geht das Licht aus und er muss sich wegdrehen. Die Tür öffnet sich und die Seiten werden rausgeholt und er bekommt dafür im Gegenzug Nahrung und einen Eimer für seine Notdurft.
Der Leser darf nun abwechselnd die Gegenwart mit Harden in der Zelle und die Vergangenheit und sein Leben mit Coyote kennenlernen. Fand man Coyote auf den ersten Seiten noch lieb und nett wird man seine Meinung sehr schnell ändern als er sein wahres Gesicht zeigt.
Sehr eindrucksvoll wird aufgezeigt, was passieren kann wenn ein einzelner Visionär sich etwas total Irres in den Kopf gesetzt hat und auf Biegen und Brechen ein Ziel verfolgt. Coyote geht im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen.
Plätscherte die Story die ersten Seiten noch ein wenig vor sich hin, so holt sie den Leser sehr schnell ab und lässt ihn bis zum Ende nicht mehr los! Eine total spannende und verrückte Story die leider auch sehr viel Wahrheit enthält. Sehr starke Protagonisten die eine klare Linie haben und in meinen Augen perfekt ausgearbeitet sind. Titel, Cover und Geschichte alles sehr stimmig, am Ende wird alles aufgeklärt und ich bleibe zufrieden zurück und kann dieses Buch nur wärmstens weiter empfehlen!

Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an Netgalley und den AmazonCrossing Verlag .


(unnötig zu erwähnen, dass diese Rezension natürlich trotzdem zu 100% meine eigene Meinung widerspiegelt)