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#7/2013 [Rezi] Laura Wulff – Opfere Dich

Autor: Laura Wulff
Übersetzung: –
Genre: Thriller
Preis: € 5,99 [D]
Einband: ebook
erschienen: 14.05.2013
Seiten: 244
Meine Wertung: 4 Huftiere
Reihe: –

Verlag: dotBooks

 

„Wenn du mich wirklich aufhalten willst, dann komm zu mir“, lockte er mit gefährlich dunkler Stimme. „Komm zu mir, sei mein letztes Opfer.“

Jung, schön, tot: Drei Frauen hat ein eiskalter Killer entführt, gefoltert und ermordet. Das nächste Opfer befindet sich schon in seiner Gewalt. Den Ermittlern fehlt jede Spur. Immer ist ihnen das mörderische Genie einen Schritt voraus – und dann wendet er sich direkt an sie. Er ist bereit, sein Treiben zu beenden, doch er verlangt einen hohen Preis. Die Polizistin Storm Harper soll sich ihm ausliefern, um sein finales und blutiges Meisterstück zu werden. Schnell mehren sich Stimmen, die fordern: Es ist besser, ein einzelnes Opfer zu bringen, als das Leben vieler zu gefährden. Für Storm beginnt ein atemloser Wettlauf mit der Zeit …

 

Storm Harper ist seit 12 Jahren Kriminalbeamtin in Michigan. Sie hat viel Berufserfahrung, trotzdem wirft der Fall um den es in „Opfere Dich“ geht sie völlig aus der Bahn.

In der beschaulichen Stadt Fort Twistdale treibt ein Seriensexualmörder sein Unwesen. Er vergewaltigt Frauen und tötet sie danach auf ganz grausame Weise, indem er sie langsam und qualvoll ersticken lässt. Dieser Täter hat sich nun an Storm Harper gewandt und ihr das „Angebot“ unterbreitet, dass er mit dem Morden aufhört und sich stellt, wenn sie sich ihm freiwillig aussetzt um sein letztes Opfer zu sein.

Die Zwickmühle in der Storm sich jetzt befindet ist geradezu spürbar. Es gilt 1 Leben zu opfern um das der ganzen Stadt zu retten. Wie soll sie sich entscheiden, wer gibt ihr die Gewissheit, dass der Mörder dann wirklich aufhört??

Der Täter zieht das Tempo an, indem er mehr mordet und seine Methodik ändert, er übt Druck auf Storm aus, indem er ihr Nachrichten hinterlässt, dass sie sich endlich opfern soll. Als die Stadt davon Wind bekommt wird Storm zu einem Hassobjekt und hat das gesamte Dorf gegen sich. Die Einwohner können nicht verstehen, warum sie sich nicht opfert, damit endlich Frieden einkehrt.
Als Leser fragt man sich an dieser Stelle automatisch, wie man selber reagieren würde.  Und ich bin ganz ehrlich, ich wüsste es nicht. Aber diese Frage hält mich auch Tage nach dem beenden des Buches noch im Bann und ich grübele darüber.

Ich habe mit Storm mitgefiebert und mich in meinem Sessel festgekrallt. Ich war IN der Geschichte drin und konnte mich kaum daraus lösen. Die Charaktere haben waren authentisch und gut durchdacht – gerade bei Storm konnte man die Entwicklung hautnah miterleben die der Druck mit ihr gemacht hat. Eins der wenigen Bücher, wo ich zum Ende hin nicht ständig geschaut habe wieviele Seiten ich noch habe, sondern wo ich traurig war, dass es schon zuende war.

„Opfere Dich“ ist ein Thriller, der einen erst dann loslässt, wenn man das Buch zuschlägt, nachdem man die letzte Seite gelesen hat.  Ich bin ehrlich, ich kannte die Autorin vorher nicht. Das Buch fiel mir nur auf, weil mich das Cover ansprach und der Klappentext natürlich auch. Jetzt aber weiss ich, dass Laura Wulff ihr Handwerk versteht. Die Autorin hat noch einen weiteren Thriller geschrieben, den ich nun unbedingt auch lesen muss. „Leiden sollst Du“

#4/2013 [Rezi] Kerstin Pflieger – Sternenseelen 1

 

 

Autor: Kerstin Pflieger
Übersetzung: –
Genre: Jugendbuch
Preis: € 12,99 [D]
Einband: Taschenbuch
erschienen: 15.04.2013
Seiten: 420
Meine Wertung: 4 Huftiere
Reihe: ja Teil 1 von (bisher?) 2

Verlag: Goldmann

Weil Lillys Mutter mit ihrem neuen Freund zusammenziehen wollte, sitzt Lilly jetzt in der Provinz fest – weit weg von ihren Freunden. Aber es gibt einen Lichtblick: ihr Mitschüler Raphael, der es Lilly gleich angetan hat, obwohl er sie vor ein Rätsel stellt. Über Tag ist er abweisend, doch sobald es Nacht wird, verführerisch charmant. Als ihr Stiefbruder dann in einen Autounfall verwickelt wird, zeigt sich Raphaels wahres Ich, und Lilly entdeckt sein unglaubliches Geheimnis …

 

Der erste Eindruck des Klappentextes verspricht eine Story, wie wir sie schonmal von einer andren Autorin bekommen haben, nämlich im Buch Twilight. Dem ist aber nur sehr bedingt so – bzw ist eigentlich nur der Anfang sehr (!) ähnlich – ziemlich schnell aber entwickelt das Buch eine eigene Dynamik und vorallem eine eigene Story die sehr fesselnd ist.

Lilly muss mit ihrer Mutter Moni in den Odenwald ziehen, weil Moni mal wieder einen neuen Freund hat und zu ihm (Thomas) zieht. Thomas hat einen eigenen Sohn, Samuel und Lilly findet schnell Gefallen an dem gutaussehenden und einfühlsamen Jungen. Die beiden freunden sich schnell an.
Lilly lernt in ihrem Internat Raphael kennen, einen sehr zurückgezogenen und nicht sehr freundlichen Jungen. Sie ist aus unerfindlichenn Gründen sofort von ihm fasziniert und möchte ihn näher kennenlernen. Er aber fertig sie unwirsch ab und beachtet sie nicht weiter.
Als plötzlich Samuel einen schrecklichen Autounfall erleidet und sein Leben sich von einer auf die nächste Sekunde von Grund auf ändert, ändert sich auch Raphael und Lilly lernt seine andere Seite kennen.

Das Buch fing wirklich sehr gleich mit Twilight an – ich habe beim lesen anfangs immer gelangweilt gedacht, dass ich wetten könnte, dass ich genau weiss was jetzt passiert. Das traf aber nur auf die erste 30 – 40 Seiten zu, danach wie schon erwähnt, bekommt die Story ein eigenes Leben und entfaltet sich langsam. Der Weg den Kerstin Pflieger eingeschlagen ist gefällt mir sehr gut, eine so ganz andre Geschichte um 2 sympathische Hauptcharaktere. Ab dem Moment, wo der Unfall passiert ist das Buch durchweg spannend und kaum aus der Hand zu legen.

Ich bin froh, dass es nicht mit einem fiesen Cliffhanger endet, weil wir ja noch bis Oktober auf den 2ten Teil warten müssen, sonst wäre ich sicher Amok gelaufen. Auf jeden Fall freue ich mich schon jetzt auf die Fortsetzung.

ein schöner Jugendroman, der viel mehr verbirgt als es den Anschein hat – ich vergebe 4 Hufies und eine Leseempfehlung. (1 Hufie Abzug wegen den anfänglichen wirklich extremen Twilight Parallelen)

#3/2013 [Rezi] J. T. Ellison – Symbole des Bösen

Autor: J.T. Ellison
Übersetzung: Ivonne Senn
Genre: Thriller
Preis: € 8,99 [D]
Einband: ebook
erschienen: 10.05.2013
Seiten: 380
Meine Wertung: 5 Huftiere
Reihe: ja Teil 5 von (bisher) 8

Verlag: mira (Harper Collins) 

 

Lieutenant Taylor Jackson hat gerade erst wieder die Leitung der Mordkommission übernommen und steht schon vor dem größten Rätsel ihrer Karriere. Gemeinsam mit der selbst ernannten Hexe Ariadne taucht sie in die mystische Welt der Menschen ein, die an Todesengel und Hexenzauber glauben. Was sie bei ihren Ermittlungen entdeckt, geht weit über das hinaus, was mit normalem Menschenverstand zu begreifen ist.

 

Dieses Buch lag zu Unrecht so lange rum, es kam leider mitten in einer starken Leseflaute und musste etwas warten. Aber es hat es geschafft mich aus selbiger wieder rauszuholen 🙂

Symbole des Bösen ist der mittlerweile 5.te Teil der Reihe um Taylor Jackson und wer sie etwas genauer kennen lernen möchte sollte (wie ich es vorhabe) die andren 4 Bände auch lesen. Man kann der Story zwar gut folgen, aber es wird auf Geschehen aus den Vorbänden Bezug genommen.

In Nashville werden in der Halloween Nacht 8 getötete Jugendliche gefunden, denen allen ein Pentakel in den Bauch geritzt wurde. LT. Taylor Jackson hat mit ihrem Team eine große Aufgabe zu lösen.

Die Story arbeitet sich in 3 Handlungssträngen vorwärts. Einerseits die Ermittlungsarbeit in Nashville wo wir Taylor und ihr Team verfolgen dürfen. Dann eine Verhandlung der sich ihr Freund (ein Profiler) stellen muss weil er wohl in einem früheren Fall nicht 100% korrekt gehandelt hat. Und die Sicht des Täters. Diese 3 Perspektiven wechseln sehr häufig ab – oft an Stellen wo ich gerne mehr vom aktuellen gelesen hätte, so hat es J.T. Ellison aber geschafft, die Spannung konsequent bis zum Ende aufrecht zu erhalten.

Die Handlung fand ich durchweg spannend. Sie erschien mir als nicht Hexenkundigem Leser gut erdacht oder recherchiert. Zwischendrin kamen ab und an Verschwörungformeln bzw Zaubersprüche. Ich habe schon als Kiind immer Angst gehabt sowas laut zu lesen oder auszusprechen. Diese Zeilen haben dafür gesorgt, dass die düstere Athmosphäre richtig greifbar war. Mir lief es kalt den Rücken runter und ich hatte echt ein ungutes Gefühl.

Man ist trotz der Bezüge zu den Vorgängern der Reihe irgendwie sofort im Buch drin, aber ich hätte gern die andren Bände vorher gelesen, und die Personen besser kennengelernteiniges war so etwas verwirrend.

Die Charaktere waren mir sehr sympathisch und man konnte sich gut in sie reinversetzen. Besonders mochte ich Ariadne die Hexe. Ich gebe eine klare Leseempfehlung für Fans von dunklen Mächten und Thrillerfans. Wiederhole aber gern, dass es Sinn macht die andren Bände vorher zu lesen. 🙂 Ich werde das an anderer Stelle nachholen.