#6/ 2017 – [Rezi] Lisa Heathfield – Hier musst du glücklich sein

Autor:Lisa Heathfield
Übersetzung:Birgit Schmitz
Genre: Contemporary, Jugendbuch
Preis: € 16,99 [D]
Einband: Hardcover
erschienen: 22. Dezember 2016
Seitenanzahl: 320
Meine Wertung: 4,0 Huftiere
Reihe: nein
Altersempfehlung: Ab 14 Jahren
Verlag: Carlsen

Eine kleine Gemeinschaft, abgeschottet von der Welt. Hier ist Pearl aufgewachsen und hier fühlt sie sich sicher, denn ihr Oberhaupt Papa S. beschützt sie alle vor der vergifteten Welt da draußen. Doch als sich der gleichaltrige Ellis und seine Familie ihrer Gemeinschaft anschließen, wird Pearls Weltbild auf die Probe gestellt: Ellis wächst Pearl täglich mehr ans Herz – und er scheint nicht an die Lehren von Papa S. zu glauben! Langsam wird auch Pearl klar, dass sie fliehen müssen, um sich zu retten …

 
 
Selten hat mich ein Buch so wütend gemacht, so sprachlos und auch so neugierig.
Die 15 jährige Pearl lebt in einer Art autarken Kommune. Sie wurde dort geboren und kennt nur das Leben in der kleinen Gemeinschaft. Anführer der Gruppe ist Papa S., er sagt ihnen wo es langgeht und dient gleichermaßen als Sprachrohr für “Mutter Natur”.
Die Geschichte beginnt damit, dass Pearl panische Angst hat und glaubt, dass sie sterben muss weil sie “aus dem Bauch blutet” – so unvorstellbar es ist, aber die 15 jährige wurde überhaupt nicht aufgeklärt und deshalb ist sie mit ihrer eintretenden Monatsblutung völlig überfordert. Das Ritual der Gruppe besagt, dass die Mädchen in der Nacht ihrer ersten Blutung in eine dunkle Höhle eingesperrt werden müssen um richtig zur Frau zu werden. Niemand stellt dieses zweifelhafte Vorgehen in Frage, alle Bewohner beten Papa S. und seine Vorschriften an und folgen ihm blind und voller Vertrauen.
Es gab unglaublich viele Momente wo ich wirklich sprachlos war und fassungslos, wie naiv jemand sein kann, aber Pearl konnte ja nichtmal etwas dafür sie hat nie etwas anderes als “Saat” kennengelernt.
Ihr Vertrauen und ihre Sicherheit geraten jäh ins Wanken, als Papa S. eine Ausnahme macht und Linda mit ihren beiden Kindern Sophie und Ellis in die Kommune aufnimmt, die bis dahin keinen Kontakt zu den “Draußenmenschen” hatte.
Während die kleine Sophie und ihre Mutter sehr schnell mit den Gepflogenheiten von Saat klarkommen, tut sich der 15 jährige Ellis sehr schwer die neuen Regeln zu akzeptieren und anzuerkennen. Er ist sehr skeptisch und nimmt nicht alles klanglos hin was Papa S. ihm erzählen möchte. Er schafft es erste Zweifel in Pearls Überzeugung zu sähen und langsam beginnt Pearl zu verstehen, dass hinter den Mauern von Saat eigentlich nix so ist wie Papa S. immer gesagt hat, im Gegenteil – nicht draussen lauert das Böse sondern direkt IN Saat und sie sieht nur noch einen Ausweg, sie muss da raus!
Ich mochte die Entwicklung die Pearl im Laufe der Geschichte durchlebt hat und nehme der Autorin die Story ab. Nichts war so abstrus es war wirklich überzogen, ich bin fest davon überzeugt, dass es solche Kommunen wirklich gibt.
Trotzdem war es teilweise echt schmerzhaft zu lesen was die armen Menschen dort durchmachen mussten und vor allem dass es für sie völlig normal war. Am Anfang wollte ich Pearl nur schütteln und sie anbrüllen, dass sie doch endlich mal aufwachen soll, am Ende hätte ich sie gerne einfach nur in den Arm genommen.
 

 
eigentlich verdient die Story 4,5 Hufies aber ich zersäge ja nicht, also bleibt es bei 4en. Ich habe wirklich selten mit einer Protagonisten so mitgelitten wie mit ihr bzw ihrer ganzen Gruppe. Eine Geschichte die einen dankbar zurücklässt, dass man in einer zivilisierten Welt aufwachsen durfte und die sprachlos macht. Die gleichzeitig auch unsagbar neugierig macht, weil man einfach wissen MUSS wie es weitergeht!
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#3/ 2017 – [Rezi] Arno Strobel – Abgründig

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Titel: Abgründig

Autor: Arno Strobel

Format: Klappenbroschur
Genre: Jugendthriller
Seiten: 236
erschienen: 10. März 2014 (2.te Auflage)
Verlag: LoeweLeseprobe
Preis: 9,95 Euro
Altersempfehlung: Ab 14 Jahren

 

 

 


Eine Bergtour. Ein Unwetter. Ein Mord.
Eingesperrt auf engstem Raum,
ohne Aussicht auf Rettung,
erkennt man ganz neue Seiten an seinen „Freunden“.
Hässliche Seiten.
Tödliche Seiten …
Geplant war eine lässige Bergtour – auf eigene Faust auf die Zugspitze und wieder zurück, bevor die anderen im Camp etwas merken. Doch als die kleine Gruppe um Tim am Morgen aufbricht, scheint das Unglück vorprogrammiert. Sie geraten in ein heftiges Unwetter und müssen in einer verlassenen Hütte Unterschlupf suchen. Sie wissen nicht, wo sie sind, sie haben keine Möglichkeit, mit dem Rest der Welt Kontakt aufzunehmen, und sie sitzen fest. Solange Sturm und Regen toben, ist an einen Abstieg nicht zu denken. Zunehmend liegen die Nerven blank und Vorwürfe machen die Runde, schließlich kommt es sogar zur Prügelei. Am nächsten Morgen ist einer von ihnen verschwunden. Zurück bleibt eine Blutlache – und die Frage, ob es unter ihnen einen Mörder gibt.

von Arno Strobel kannte ich bisher nur die Erwachsenen Thriller (naja einige ^^) und die fand ich ausnahmslos alle super gut, deshalb dachte ich mir, warum nicht mal einen Jugendthriller – tja …. denkste 🙁
Hier sitze ich nun und bin sehr enttäuscht, weil das war in meinen Augen GAR nix.
Weiss gar nicht wo ich anfangen soll, weil es irgendwie außer ein paar einzelner Szenen mittendrin, nix gab was mir wirklich gefallen hat.
Die Charaktere, furchtbar 🙁 Okay, dass ein paar davon echte Kotzbrocken sind gehört zur Geschichte, aber auch von den anderen kam nix rüber. Ich fand sie allesamt flach und total unspektakulär. Da ist nichts was hängenbleibt, was einen mit ihnen mitfiebern lässt – gar nix 🙁
Die Story, eine Gruppe Jugendlicher macht einen unerlaubten Ausflug in die Berge und wird von einem Unwetter überrascht und sitzt in einer einsamen Berghütte fest. Der Großteil der Story geht um das gezanke der Jugendlichen untereinander – was einfach nur nervt – und der Rest ist dann eine Art gezwungener Spannungsbogen der aber nie eine wirklich Spitze erreicht.
Ich würde euch so gern tolle Charaktere und ihre Geschichten vorstellen, aber die findet ihr in diesem Buch leider nicht.
Zu Gute halten kann ich dem Buch, dass es sich einfach und flott lesen liess von daher fiel es mir trotz nicht Gefallens nicht schwer es zu beenden aber das wars auch mit dem Positivem dann. Ich mag Arno Strobels Bücher aber bevor ich mir nun den zweiten Jugendthriller “Schlusstakt” vornehme werde ich glaube ich lieber bei seiner Erwachsenenliteratur bleiben, denn die beherrscht er wie kein anderer!

Zuviel von nix und zuwenig von allem – es tut mir sehr leid aber das reicht nur für

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#8/2013 [Rezi] Eileen Cook – Lost on Nairne Island

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Autor: Eileen Cook
Übersetzung: Bettina Spangler
Original Titel: Lost on Nairne Island
Reihe: nein
Preis: 9,99 für das Ebook
Seitenanzahl: 299 Seiten
Format: Hardcover
Herkunft: Bücherhalle Hamburg
Lesedauer: 2013
Bewertung: 3 Lesezeichen
Verlag: ueberreuther
 
 
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Isobel steht kurz vor ihrem letzten Highschool-Jahr. Da passt es ihr ganz und gar nicht, dass sie auf eine kleine Insel vor der Küste Kanadas ziehen soll – auf das Anwesen des aalglatten Dick, dem neuen Mann ihrer Mutter. Der einzige Lichtblick ist Dicks gutaussehender Sohn Nathaniel, doch dieser zeigt Isobel nur die kalte Schulter.
Isobels Albträume werden wahr, als die Schule beginnt: Ihre Mitschüler sind überzeugt, dass auf Dicks Anwesen einiges nicht mit rechten Dingen zugeht. Hatte Dick sogar beim Unfall seiner verstorbenen Frau und Tochter die Finger im Spiel?

 
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dieses Büchlein (hatte ja nur knapp 300 Seiten) habe ich zufällig in meiner Stamm Onleihe gefunden und da mich das Cover ansprach habe ich es mitgenommen – hatte jetzt nicht so besonders hohe Erwartungen, da ich bisher keine Rezis dazu auf andren Blogs gesehen hatte. Tjaaaa da entgeht den andren Bloggern aber ordentlich was. 🙂 das war eine tolle Story, die richtig Spaß gemacht hat zu lesen.
Isobel ist ziemlich unglücklich darüber, dass sie mit ihrer Mutter zu ihrem Stiefvater auf sein Anwesen in eine andre Stadt ziehen soll. Es ist ihr Abschlussjahr und sie kann sich wirklich besseres vorstellen, zumal sie Richard (den neuen Mann ihrer Mutter) überhaupt nicht leiden kann. Richard ist Witwer, weil seine Frau und Tochter tödlich verunglückt sind.
Dass ihre Mutter Richard schon nach nur 3 Monaten geheiratet hat macht die Sache nicht unbedingt leichter. In dem Anwesen angekommen trifft sie auf den verschrobenen Nathaniel – Dicks Sohn aus erster Ehe und ihren neuen Stiefbruder. Er sieht zwar einfach umwerfend aus, aber seine Unfreundlichkeit Isobel gegenüber lässt eine Annäherung überhaupt nicht zu.
Isobel sucht sich als ihr neues Zimmer ausgerechnet DAS Zimmer aus, das die verstorbene Tochter von Richard vorher bewohnt hat. Als sie eines Abends den Raum zu zeichnen beginnt, erscheint ihr auf einmal der Geist des verstorbenen Mädchens – sie schreit jäh auf und trommelt damit die ganze Familie zusammen. Als alle um ihr Bett versammelt dastehen, erblickt sie auf einmal ihre Zeichnung und sieht, dass dort das Zimmer zu sehen ist, wie es zu Lebzeiten des Mädchens aussah…..
Eine sehr gruselige Story, die echt Spaß gemacht hat zu lesen. Es war an vielen Stellen echt ironisch und lustig, dass ich laut losprusten musste. Isobel ist so der Typ Mädchen, der man selbst gerne wäre. Okay bei mir isses schon etwas her, aber so wäre ich gern gewesen. Mutig, neugierig, einen schnieken Stiefbruder… hach ja.
Das Ende kam meiner Meinung nach etwas plötzlich, fast so als hätte die Autorin auf den Kalender gelinst und gedacht: “Oh mist ich muss das Manuskript morgen abgeben… nun aber hopp hopp” – da hätte man finde ich etwas mehr draus machen können oder etwas ausführlicher auf den letzten 5% passiert irgendwie alles aufeinmal – hätte mir da noch 30 Seiten mehr gewünscht. Deshalb gedanklich ein halber Stern Abzug.
 
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