#33/2017 [Rezi] Daverick Leggett – Selbstheilung durch Ernährung

Autor: Daverick Leggett
Übersetzung: Erika Ifang
Genre: Sachbuch, Selbsthilfe
Preis: € 9,99 [D]
Einband: ebook
erschienen: 04.03.2011
Seiten: 448
Meine Wertung: 4 Huftiere
Reihe: nein

Verlag: Goldmann

Fundierte Einführung in die Theorie der chinesischen Ernährungslehre mit exquisiten Rezepten

Daverick Leggett stellt die Grundprinzipien der Ernährungslehre nach der traditionellen chinesischen Medizin vor, mit deren Hilfe wir die Energien in unserem Körper harmonisieren können. Eine Vielzahl leckerer Rezepte, begleitet von Energieanalysen, helfen, das Yin und Yang der Ernährung in den Alltag zu integrieren. Ein geniales Handbuch der Koch- und Lebenskunst.

Ich bin ein großer Fan der Chinesischen Heilkunde – schon längst ist auch in den westlichen Regionen bekannt geworden, dass es nicht nur Humbug ist sondern die traditionellen Methoden die seit Jahrhunderten übermittelt wurden wirklich Hand und Fuß haben. Schon lange bin ich selbst ein Gegner davon körperliche Beschwerden mit starken Medikamenten zu bombardieren. Ich versuche seit Jahren die Menge an Tabletten möglichst gering zu halten. 
Hier greift die TCM und Daverick Legget hat im vorliegenden Buch eine Brücke gebaut und Chinas Lehren zu uns in den Westen geholt. Er beginnt mit den Zusammenhänge im menschlichen Körper aus Sicht der Chinesischen Medizin und zeigt die Unterschiede zur Schulmedizin. Das wichtigste Grundprinzip ist, dass es niemals eine einzige losgelöste Ursache gibt, die man bekämpft, sondern der Körper und Geist wird als Einheit betrachtet. Es gibt keine Heilung wenn man nicht auf allen Ebenen arbeitet. 
So sagt er zb, dass eine ausgewogene Ernährung auf der Kombination der verzehrten Nahrungsmittel, der Art ihrer Zubereitung, und der Gedanken des Essers selbst beruht. (siehe Seite 10) 
Die Energie die wir während des Kochens und auch Essens aussenden, beeinflusst also die Art und Weise wie die Mahlzeit von unserem Körper aufgenommen wird. Ich selbst neige dazu alles schnell fertig haben zu wollen (ich koche nicht soo gerne muss ich zugeben) dieser Punkt macht mich sehr nachdenklich und ich werde daran arbeiten, das Essen in Ruhe und respektvoll zu verarbeiten. 
In der TCM gibt es Wetterähnliche Begriffe, die den Körper heimsuchen. (Wind, Nässe, Wärme und Kälte) über Jahrhunderte haben sich diese Begriffe entwickelt und zeigen so etwas was durch die Beobachtung der Natur entstanden ist. Daverick Leggett erklärt im Verlauf des Buches sehr genau, welche Organe wie betroffen sein können und der anschliessende Rezeptteil baut dann auf diese Begriffe auf. bei jedem Rezept steht bei welchen Teil es hauptsächlich unterstützt und wie die Zutaten wirken sollen. 
Ich habe leider einige Allergien und Unverträglichkeiten und deshalb fallen sehr viele Rezepte aufgrund ihrer Zutaten für mich weg, aber ich habe mich an einem Linsen Dal versucht, was ich euch nicht vorenthalten möchte. 
Trotz der für den westlichen Gaumen ungewohnten Gewürzkombinationen bin ich sehr angetan davon! Schmeckt wirklich sehr lecker und war sehr einfach nachzukochen. 
Überrascht hat mich allerdings die Menge an Gewürzen die hineinkommt – ich war da wohl immer etwas zu zögerlich bisher. 
Ein sehr interessantes und logisch aufgebautes Buch, was ich jedem empfehlen kann der sich für die traditionelle Chinesische Heilkunde interessiert. Die Rezepte sind vielfältig und interessant – es gibt Suppen, Salate, Getreide und Fleisch Gerichte und im Anhang das wichtigste eine Nahrungsmittelübersicht wo man anschauen kann, welches Nahrungsmittel wofür gedacht ist. 

Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an Bloggerportal und den Goldmann Verlag .

(unnötig zu erwähnen, dass diese Rezension natürlich trotzdem zu 100% meine eigene Meinung widerspiegelt)

#32/2017 [Rezi] Clara Weiss – Ich will brav sein

Autor: Clara Weiss
Übersetzung: –
Genre: Thriller
Preis: € 8,99 [D]
Einband: ebook
erschienen: 19.06.2017
Seiten: 417
Meine Wertung: 3 Huftiere
Reihe: nein

Verlag: Goldmann

Der Sommer steht vor der Tür, als die Studentin Juli das kleine Dachzimmer in dem charmanten Münchner Mietshaus bezieht. Sie teilt die Wohnung mit der jungen Schauspielerin Greta, die ihr auf Anhieb sympathisch ist, und zunächst ist Juli glücklich in ihrer neuen Umgebung. Doch dann mehren sich die Hinweise, dass Greta ein ebenso undurchsichtiges wie grausames Spiel mit ihr treibt – und während eine mörderische Hitzewelle die Stadt wie eine Glocke umschließt, gerät Julis Leben immer mehr zur Hölle: Sie entdeckt eine Leiche auf dem Dachboden, ihre beste Freundin verschwindet, ein stummes Mädchen im Treppenhaus versetzt sie in Angst und Schrecken. Als sich weitere Todesfälle ereignen, weiß sie, dass auch sie selbst in höchster Gefahr ist. Aber da ist es fast schon zu spät …

 Juli kommt frisch aus Berlin um in München Psychologie zu studieren. Bei ihrer Suche nach einer Bleibe trifft sie auf die junge Theaterschauspielerin Greta die zufällig einen Untermieter für ein kleines Zimmer im Dachgeschoss sucht.

Die beiden Frauen freunden sich sehr schnell an und Juli findet sogar einen kleinen Job beim Obsthändler im Nebenhaus. Das Leben läuft perfekt und sie wartet nur noch auf ihren Freund Hannes der in einigen Wochen nachkommen wollte.

Da fangen die Dinge langsam an sich zu verändern. Zuerst entwickelt sich Greta immer mehr zu einer putzsüchtigen, pedantischen Ordnungsfanatikerin, dann taucht im Treppenhaus ein kleines stummes Mädchen auf, welches nirgendwohin zu gehören scheint. Und plötzlich taucht die erste Leiche im Dachstuhl auf. Die alte Nachbarin mit der Juli gestern noch zusammen die Gardinen aufgehängt hat wurde mit einer roten Echthaarperücke erstickt. An der Tür steht in kindlicher Schrift der Satz: „Ich will brav sein“

Die Geschichte plätschert am Anfang so vor sich hin und ich hatte echt Probleme durchzuhalten. Ich bin weder mit Juli noch mit Greta wirklich warm geworden. Die eine ist total divenhaft und anstrengend, die andere einfach nur langweilig. Kein Charakter hat eine wirkliche Entwicklung durchgemacht. Und so passiert lange nichts spannendes. Als dann der erste Hinweis kommt war mir fast sofort klar wie es ausgehen würde.

Zwischendrin gab es zwar noch einige spannende Szenen aber leider war die Geschichte insgesamt zu langatmig. Das Ende war eine Katastrophe und in meinen Augen total unrealistisch und konstruiert. Ich habe eine Weile und mehrere Anläufe gebraucht um überhaupt zu verstehen wie alles zusammenhängt, weil es sich alles überschlägt und auf 4 Seiten mehr passiert als in der gesamten ersten Hälfte.

Ich habe schon jetzt nur einen Tag nach Beenden des Buches echt Schwierigkeiten alles zusammenzubekommen, das zeigt ja nur, dass es keine Story ist, die man länger mit sich rumträgt, sondern eher etwas was man schnell wieder vergisst.

Deshalb kann ich leider auch nur sagen, dass „Ich will brav sein“ leider keinen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen hat.

Man kann es lesen, aber man muss es nicht 😉 

#31/ 2017 [Rezi] Ali Land – Ich bin böse

Autor: Ali Land
Übersetzung: Sonja Hauser
Genre: Thriller
Preis: € 8,99 [D]
Einband: ebook
erschienen: 20.02.2017
Seiten: 353
Meine Wertung: 5 Huftiere
Reihe: nein

Verlag: Goldmann

Die 15-jährige Milly wächst schwer traumatisiert in einer Pflegefamilie auf. Eine neue Identität soll alle Spuren zu ihrer Vergangenheit verwischen. Denn Milly ist die Tochter einer Serienmörderin. Und diese konnte nur gefasst werden, weil Milly der Polizei entscheidende Hinweise gegeben hatte. Jetzt wird ihrer Mutter der Prozess gemacht, und Milly wird plötzlich von Gewissensbissen heimgesucht. In ihrer Pflegefamilie findet das Mädchen keine Unterstützung, um diese schwere Zeit zu überstehen – im Gegenteil: Phoebe, die leibliche Tochter, hasst Milly von ganzem Herzen und versucht mit allen Mitteln, ihr das Leben so schwer wie möglich zu machen. Und damit weckt sie in Milly eine verborgene Seite. Eine böse Seite. Denn Milly ist die Tochter ihrer Mutter …

 

Auf das Buch habe ich mich sehr gefreut, es wurde mir empfohlen und als ich es zufällig in der Onleihe gefunden habe musste ich sofort zuschlagen.

Millys Mutter ist eine Serienkillerin. Sie hat bisher 9 kleine Kinder auf dem Gewissen. Im Deckmantel der Kinderhilfe hat sie sich bei den Eltern das Vertrauen erschlichen und die Kinder dann zu sich geholt und sie grausam gequält und geprügelt.

Milly hat sie dazu gezwungen zuzusehen und zu „lernen“. Nachdem die Mutter mit dem 9ten Kind genau den Jungen erwischt hat, mit dem Milly sich sehr gut verstanden hat, kann das Mädchen nicht mehr. Sie reisst aus und zeigt ihre Mutter bei der Polizei an. Die Mutter wurde abgeführt und Milly (die eigentlich Annie heisst) lebt nun bei Familie Newton, ihrer Pflegefamilie.

Während der Pflegevater (seines Zeichens Psychotherapeut) sehr engagiert ist, und Milly in vielen Sitzungen helfen und sie auf die bevorstehende Verhandlung vorbereiten möchte, hat sie bei Pheobe,  ihrer Pflegeschwester nix zu melden.  Das Mädchen mag sie von ersten Augenblick nicht und mobbt sie vor versammelter Mannschaft wo es nur geht. Die einzige Freundin die Milly nach einer Weile finden kann ist eine 3 Jahre jüngere Jugendliche aus der Sozialsiedlung, die selbst in sehr schlechten Verhältnissen lebt.

Als diese allerdings zu neugierig wird, und Milly über die Verhandlung ausquetscht zeigt Milly, dass sie die Gene ihrer Mutter in sich trägt und rastet aus.

In einigen Rezensionen habe ich gesehen, dass sich Leser über den Schreibstil beklagen, abgehackte kurze Sätze. Das kann ich nicht bestätigen! Das Buch las sich von der ersten bis zu letzten Seite wirklich Super – zwischendrin gab es kurz ein paar Sätze vorallem wenn es um Millys Gedanken geht, die sich überschlagen, die bestehen dann aus einzelnen Wörtern, aber ich finde hier passt dieses Stilmittel perfekt rein um ihre Verfassung zu verdeutlichen.

Ich habe von der ersten bis zur letzten Seite mit Milly mitgefiebert, gelitten und gekämpft. Ich kenne das Mobbing aus eigener Erfahrung aus der Schule und konnte mich wirklich gut in sie hineinversetzen. Die Autorin hat Psychologie studiert, das ist der Geschichte sicher sehr zu Gute gekommen. Sie hat vorallem Milly wirklich sehr authentisch dargestellt.

Die Story kommt ohne viel Blut aus (über die Morde der Mutter wird nur am Rande gesprochen) es geht vorallem um Millys Geschichte, ihre Gefühle, Ängste und Leiden. Und um die bevorstehende Verhandlung. Der Leser (ich zumindest) habe total auf den Punkt hingefiebert, wann die Verhandlung endlich losgeht und diese last von Milly genommen wird, wieder auf ihre Mutter zu treffen.

Wer unblutige spannende und gut konstruierte Thriller mag, dem sei „ich bin böse“ wärmstens empfohlen. Ganz klar Empfehlung von meiner Seite aus!

 

#23/ 2017 [Rezi] Jeff T. Bowles – Hochdosiert

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Autor: Jeff T. Bowles
Übersetzung: Peter Hiess
Genre: Gesundheit
Preis: € 9,99 [D]
Einband: Taschenbuch
erschienen: 20. Februar 2017
Seitenanzahl: 160
Meine Wertung: 5,0 Huftiere
Reihe: nein

Verlag: Goldmann
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Diese deutsche Erstausgabe eines in den USA höchst erfolgreichen Ebooks bietet einen unkonventionellen Blick auf die neuesten Erkenntnisse zum „Wundervitamin“ D3. Autor Jeff Bowles führt den Leser auf eine genauso faktenreiche wie vergnügliche Tour-de-force durch eine hochkarätige Mischung aus neuesten wissenschaftlichen Fakten und seiner darauf aufbauenden „gefährlichen“ Selbstexperimente. 

Er schreibt: „Nachdem ich erkannte, dass die Einnahme von 4.000 IE/Tag für mich nicht ausreichend waren, entschied ich mich für ein „gefährliches“ Experiment, das allem widersprach, was mir Ärzte seit Jahren gesagt hatten: DASS DIE EINNAHME VON ZU VIEL VITAMIN D GEFÄHRLICH SEI. Ich begann mit der Einnahme von täglich 20.000 IE/Tag – was der 150-fachen empfohlenen „sicheren“ Dosis entsprach – und dann steigerte ich meine Dosis auf 100.000 IE/Tag, oder auch auf das 300-fache der als „sicher“ eingestuften Dosis! 
Und was, meinen Sie, passierte dann mit mir in den letzten 10 Monaten? Bin ich gestorben? Oder krankgeworden? Nein! Genau das Gegenteil! Dieses Buch erklärt Ihnen die detaillierten Resultate meines Experiments sowie die Gefahren, die man dabei vermeiden sollte. Außerdem stellt es eine einfache, elegante und neue Theorie vor, die erklärt, wie hohe Dosen von Vitamin D3 alle epidemischen Krankheiten und Gesundheitsprobleme verhüten oder sogar heilen kann, die uns seit den 1980er Jahren geplagt haben, seitdem die Ärzte uns davor warnen, nicht in die Sonne zu gehen und immer Sonnenschutzcreme zu verwenden. 
Dies erzeugte jene großen Epidemien von Übergewicht, Autismus, Asthma und viele andere, mit denen wir uns heute konfrontiert sehen. Die Theorie ist einfach: Vitamin D3 ist ein Hormon, das von unserer Haut gebildet wird, während wir in der Sonne sitzen. Es ist kein Vitamin, sondern wurde nur fälschlich so eingestuft, als es entdeckt wurde...

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 Durch eine Bekannte bin ich vor einigen Monaten das erste Mal auf das Thema Vitamin D3 und seinen Nutzen für uns aufmerksam geworden. Geplagt von vielen sogenannten Zivilisationskrankheiten wie Rheuma, Depressionen, Asthma, Bluthochdruck usw. war ich bereit alles zu testen was eine Chance hat meinem Leiden ein Ende zu schaffen.

Ich begann mit einer Dosis von 50.000 IE meinen Ärztlich attestierten leeren Vitamin D3 Speicher aufzufüllen. Schon nach ca 3 Tagen merkte ich eine positive Veränderung, ich war energiegeladener, motivierter, besser gelaunt und hatte weniger Schmerzen. Es ging mir wirklich gut!

Ich habe auf den Tip der Bekannten hin nach einer kurzen Zeit die Dosis wieder reduziert auf 25.000 IE und merkte fast umgehend einen Rückschritt und sah mich wieder da wo ich vorher war. Sollte es das etwa schon gewesen sein? An diesem Punkt kommt nun dieses Buch ins Spiel. Ich habe eine Weile herumexperimentiert, und erhöht und gesenkt und nach der Lektüre dieses Buches habe ich nun in den letzten Wochen meine Dosis von 50.000 erst auf 80.000 und nun auf 100.000 angehoben. Was Jeff. T. Bowles gut tut, kann mir ja nicht schaden oder?

Ich habe mittlerweile innerhalb von 3 Monaten mein Antidepressivum so gut wie abgesetzt, ich schlafe sehr gut und bin morgens fit wenn ich aufstehe und kann in den Tag starten. Mir geht es super! Es ist wirklich faszinierend! Meine anderen Beschwerden sind noch vorhanden, ABER ich mache das ganze ja auch erst Seit März diesen Jahres für diesen kurzen Zeitraum bin ich wirklich sehr zufrieden!

Jeff. T. Bowles schreibt er habe das Buch in einer Woche verfasst, an manchen Stellen merkt man das. Es erscheint weniger wissenschaftlich als viel mehr persönlich – was aber nicht schlecht ist. Es liest sich leicht und bringt dem Leser das Thema anschaulich und auf einer „Augenhöhen Ebene“ nahe. Mich hat er auf jeden Fall begeistert und ich habe es nun schon 2mal gelesen und werde es auch meinen Freunden empfehlen – ich bin felsenfest davon überzeugt, dass es uns allen viel besser gehen würde, wenn wir genug Vitamin D3 nehmen würden.

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Ein tolles einfaches Buch, welches ich wirklich jedem ans Herz legen kann. Es kann so einfach sein, etwas für das eigene Wohlbefinden zu tun! Einfach und nachvollziehbar erklärt Jeff T. Bowles seine eigenen Erfahrungen mit hochdosiertem Vitamin D3 und vorallem was Vitamin D3 Mangel alles auslösen kann und motiviert so zu einem Selbstversuch! Eine Herzensempfehlung von meiner Seite aus! 


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Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an Bloggerportal und den Goldmann Verlag .
(unnötig zu erwähnen, dass diese Rezension natürlich trotzdem zu 100% meine eigene Meinung widerspiegelt)
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#2/2013 [Rezi] Andreas Winkelmann – Bleicher Tod

Autor: Andreas Winkelmann
Übersetzung: –
Genre: (Psycho)Thriller
Preis: € 8,99 [D]
Einband: ebook
erschienen: 17.10.2011
Seiten: 384
Meine Wertung: 5 Huftiere
Reihe: nein

Verlag: Goldmann

 

Sie dachten, der Tod wäre das Schlimmste. Sie haben sich getäuscht

Ein junges Mädchen, allein, gefangen in der Dunkelheit. Sie ahnt, dass ihr Leben bald vorbei sein wird – nur um festzustellen, dass es schlimmere Dinge gibt als zu sterben … Derweil erfährt Kriminalkommissarin Nele Karminter von einer erschreckenden Studie: Einer von fünfundzwanzig Menschen hat kein Gewissen, ist ein potentieller Psychopath. Eine Erkenntnis, die sich für Nele bald in blutige Praxis verwandeln wird. Denn kurz darauf wird sie zu einem Tatort gerufen – und zu der grausam entstellten Leiche eines jungen, seltsam bleichen Mädchens …

 

Dieses Buch ja ich muss es zu meiner Schande gestehen, war mein erster Winkelmann. Aaaaaaber ich muss gleich zu meiner Verteidigung sagen, dass es nicht der letzte sein wird 🙂

Bleicher Tod ist der 2te Teil einer Reihe und man merkts mittendrin, weil auf Gegebenheiten aus dem ersten Band Bezug genommen wird – teilweise zuviel weil mir nun die Spannung genommen wurde, aber da ich schnell vergesse was ich gelesen habe (und deshalb zb mit dieser Rezi echte Probleme habe lol), werde ich trotzdem den ersten Band noch nachholen dann.

Die Ermittlerin Nele Karminter besucht einen Vortrag über Psychopathen, und sieht sich kurze Zeit später mit dem grausamen Mord eines solchen konfrontiert. Die Leiche der jungen Frau weist eine extreme Bleichung auf und es stellt sich im Laufe der Ermittlungen heraus, dass der Täter seine Opfer extrem leiden lässt.

Schafft das Team um Nele es, den Täter zu schnappen bevor das nächste Opfer welches er bereits in seinen Fängen hat sterben muss?

Andreas Winkelmann unterhält den Leser mit unterschiedlichen Schauplätzen, die er häufig hin und her wechselt, aber nicht so schlimm, dass man nicht mehr mitkommt 🙂

Überhaupt fand ich den Schreibstil sehr angenehm, die Spannung wurde das ganze Buch über gehalten, und das obwohl es ziemlich bald klar ist, wer der Täter ist.

Am Ende kam alles zwar wie ich vermutet habe aber wiederum auch nicht ganz *g

 

#4/2013 [Rezi] Kerstin Pflieger – Sternenseelen 1

 

 

Autor: Kerstin Pflieger
Übersetzung: –
Genre: Jugendbuch
Preis: € 12,99 [D]
Einband: Taschenbuch
erschienen: 15.04.2013
Seiten: 420
Meine Wertung: 4 Huftiere
Reihe: ja Teil 1 von (bisher?) 2

Verlag: Goldmann

Weil Lillys Mutter mit ihrem neuen Freund zusammenziehen wollte, sitzt Lilly jetzt in der Provinz fest – weit weg von ihren Freunden. Aber es gibt einen Lichtblick: ihr Mitschüler Raphael, der es Lilly gleich angetan hat, obwohl er sie vor ein Rätsel stellt. Über Tag ist er abweisend, doch sobald es Nacht wird, verführerisch charmant. Als ihr Stiefbruder dann in einen Autounfall verwickelt wird, zeigt sich Raphaels wahres Ich, und Lilly entdeckt sein unglaubliches Geheimnis …

 

Der erste Eindruck des Klappentextes verspricht eine Story, wie wir sie schonmal von einer andren Autorin bekommen haben, nämlich im Buch Twilight. Dem ist aber nur sehr bedingt so – bzw ist eigentlich nur der Anfang sehr (!) ähnlich – ziemlich schnell aber entwickelt das Buch eine eigene Dynamik und vorallem eine eigene Story die sehr fesselnd ist.

Lilly muss mit ihrer Mutter Moni in den Odenwald ziehen, weil Moni mal wieder einen neuen Freund hat und zu ihm (Thomas) zieht. Thomas hat einen eigenen Sohn, Samuel und Lilly findet schnell Gefallen an dem gutaussehenden und einfühlsamen Jungen. Die beiden freunden sich schnell an.
Lilly lernt in ihrem Internat Raphael kennen, einen sehr zurückgezogenen und nicht sehr freundlichen Jungen. Sie ist aus unerfindlichenn Gründen sofort von ihm fasziniert und möchte ihn näher kennenlernen. Er aber fertig sie unwirsch ab und beachtet sie nicht weiter.
Als plötzlich Samuel einen schrecklichen Autounfall erleidet und sein Leben sich von einer auf die nächste Sekunde von Grund auf ändert, ändert sich auch Raphael und Lilly lernt seine andere Seite kennen.

Das Buch fing wirklich sehr gleich mit Twilight an – ich habe beim lesen anfangs immer gelangweilt gedacht, dass ich wetten könnte, dass ich genau weiss was jetzt passiert. Das traf aber nur auf die erste 30 – 40 Seiten zu, danach wie schon erwähnt, bekommt die Story ein eigenes Leben und entfaltet sich langsam. Der Weg den Kerstin Pflieger eingeschlagen ist gefällt mir sehr gut, eine so ganz andre Geschichte um 2 sympathische Hauptcharaktere. Ab dem Moment, wo der Unfall passiert ist das Buch durchweg spannend und kaum aus der Hand zu legen.

Ich bin froh, dass es nicht mit einem fiesen Cliffhanger endet, weil wir ja noch bis Oktober auf den 2ten Teil warten müssen, sonst wäre ich sicher Amok gelaufen. Auf jeden Fall freue ich mich schon jetzt auf die Fortsetzung.

ein schöner Jugendroman, der viel mehr verbirgt als es den Anschein hat – ich vergebe 4 Hufies und eine Leseempfehlung. (1 Hufie Abzug wegen den anfänglichen wirklich extremen Twilight Parallelen)