Schlagwort-Archiv: Jugendbuch

#1/2018 [Rezi] Colleen Hoover – Maybe Someday

Autor: Colleen Hoover
Übersetzung: Kattrin Stier
Original Titel: Maybe Someday
Reihe: Maybe #1

Seitenanzahl: 432 Seiten
Format: ebook
Herkunft: onleihe Hamburg

Lesedauer: 28.12.17 – 01.01.2018
Bewertung: 5 Lesezeichen

Verlag: dtv (dort nicht mehr lieferbar deshalb Link ausnahmsweise zu Amazon)

Das Letzte, was Sydney will, als sie bei dem attraktiven Gitarristen Ridge einzieht, ist, sich in ihn zu verlieben. Zu frisch ist die Wunde, die ihr Ex hinterlassen hat. Und auch Ridge hat gute Gründe, seine neue Mitbewohnerin nicht zu nah an sich ranzulassen, denn er hat seit Jahren eine feste Freundin: Maggie – hübsch, sympathisch, klug, witzig. Und dann passiert es doch. Als Sydney beginnt, Ridge beim Songschreiben zu helfen, kommen sie sich näher als erwartet. Auch wenn beide die Stopptaste drücken, bevor wirklich etwas passiert, können sie nichts gegen die immer intensivere Anziehung ausrichten, die sie zu unterdrücken versuchen – vergeblich.

„Eben habe ich ein Mädchen geschlagen, mitten ins Gesicht.“

 Das Cover ist in weiss mit fröhlichen Tönen gehalten und zeigt ein junges Mädchen (wahrscheinlich Sydney) – es passt sehr gut zu der jugendlichen Zielgruppe und dass Sydney nur durch die Buchstaben durchscheint passt perfekt zu der Story. Der Wiedererkennungswert von Colleen Hoovers Büchern ist hier auch perfekt gegeben und die Gestaltung macht Lust auf das Buch!

Sydney war mir sehr sympathisch, sie ist nicht auf den Mund gefallen und weiß sich zu wehren. Sie ist natürlich und ich konnte mich trotz großem Altersunterschied total in ihr wiederentdecken. ♥

Ridge war durch seine Entfernung und den wenigen Kontakt den die beiden anfangs hatten sehr interessant. Als er Sidney gleich am Anfang aufgenommen hat, hat er gezeigt, dass mehr in ihm steckt als man vermutet hat, doch mittendrin habe ich ihn aber manchmal wirklich verwünscht und konnte mit seinen Entscheidungen überhaupt nicht umgehen.

Maggie war mir von Anfang unsympathisch. ich weiss, dass das unfair ist, weil Maggie echt ein lieber Mensch ist, aber ich habe wirklich vom ersten Moment an im Team „Ridge – Sidney“ gespielt und Maggie war einfach „im Weg“ Ridge’s bedingungslose Liebe zu ihr hat es nicht gerade besser gemacht. 😉

Alle Charaktere haben sich toll entwickelt, vorallem auch Warren, der ja anfangs nur mit Bridgette rumgemacht hat und ständig Pornos geschaut hat.

Jetzt muss ich aufpassen, dass ich nicht spoiler …. also der Schreibstil ist locker und toll zu lesen. Colleen Hoover hat alles mit Liebe zum Detail beschrieben und gerade bei den Szenen zwischen Sidney und Ridge spürt man das knistern und kribbeln. Ich habe mich total in sie hineinversetzt gefühlt und gelitten, geweint, gejubelt …..Wir lesen abwechselnd aus der Sicht von Ridge und Sidney. Ich finde das macht das ganze noch spannender, weil man so jedem Charakter näher kommen kann und hautnah seine Gefühle mitbekommt.

Ich war mit dem ersten Satz in der Story drin. Bei manchen Büchern merkt man es einfach sofort, dass es passt oder eben auch nicht passt. Es gab (was ich nie gedacht hätte) tolle und unerwartete Wendungen und „Maybe Someday“ ist weit mehr als ein klischeebesetzter Liebesroman mit dem Thema Dreiecksbeziehung. Ich bin durch die Seiten geflogen und habe jede davon genossen! Spannung, Emotionen und tolle Charaktere. Dies war mein erster Hoover, aber definitiv nicht der letzte 😉

toller Schreibstil, tolle Protagonisten und eine spannende und interessante Story! Ich freue mich sehr, dass ich einen Blick über meinen „Thriller-Tellerrand“ gewagt habe und kann dieses Buch jedem ans Herz legen! Bedingungslose Empfehlung!

#18/ 2017 [Rezi] Anschlag von Rechts – Reiner Engelmann

Autoimmun-Ernaehrung von Claudia Lenz
Autor: Reiner Engelmann 
Übersetzung: -
Genre: Jugendbuch, wahre Geschichte
Preis: € 11,99 [D]
Einband: ebook
erschienen: 22. Mai 2017
Seitenanzahl: 192
Meine Wertung: 5,0 Huftiere 
Reihe: nein
Altersempfehlung: Ab 13 Jahren
Verlag: cbj


Mitten unter uns: Rechtsextremismus heute

Irgendwo in einer Kleinstadt mitten in Deutschland treffen sich drei Freunde auf ein Feierabendbier. In den sozialen Netzwerken haben sie sich schon an ausländerfeindlichen Pöbeleien beteiligt. Nun werden sie zu Verbrechern, denn wenige Stunden später werfen sie einen Molotowcocktail in eine Flüchtlingsunterkunft. Die Bewohner, darunter auch Kinder, entkommen nur knapp.

Reiner Engelmann recherchiert die Hintergründe dieser schrecklichen Tat. Er analysiert die Beweggründe und er befragt die Opfer, die sich in Deutschland endlich sicher gefühlt hatten. Dabei wird deutlich: rechtes Gedankengut und Fremdenfeindlichkeit sind in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen und viel zu lange unbeachtet geblieben.

Diese Rezension fällt mir sehr schwer, weil mich dieses Thema sehr bewegt und es mir schwer fällt keine Wertung über die Menschen abzugeben die hier beschrieben wurden.
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Reiner Engelmann erzählt stellvertretend für abertausende von Flüchtlingen die Geschichten von Frozan einem 11 jährigen Mädchen aus Afghanistan, Mathuk aus Somalia, Akilah aus Syrien, Familie Khosa aus Pakistan und Mary aus Simbabwe – sie alle wuchsen zwischen Krieg und Bomben auf. Terror, Tod und Bomben waren ihre täglichen Begleiter. Sie alle haben den weiten Weg aus ihrem Heimatland überlebt und sind sicher in P. angekommen.
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Es tat wirklich weh zu lesen, mit welcher Selbstverständlichkeit schon kleine Kinder über den Tod gesprochen haben und was für schreckliche Schicksale sie durchlebt haben. Reiner Engelmann hat dieses Thema sehr sensibel aufgegriffen und wertfrei berichtet. Er urteilt weder über die Täter noch über die Opfer, er erzählt ihre Geschichten und hinterlässt einen aufgewühlten, betroffenen Leser mit einer eigenen Meinung.
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Parallel zu den Opfern lernen wir auch die Täter und ihr Umfeld kennen. Sehr viel passiert hier über sozialen Netzwerken, dort gibt es sehr viele Hasskommentare und Parolen, rechte Musik wird ausgetauscht und eigentlich jedem Ausländer der Tod gewünscht. Ich hatte allerdings von vorn herein den Eindruck, dass sie gar nicht richtig wissen was für Folgen ihr Verhalten hat, dass sie teilweise einfach nur Mitläufer sind, die irgendwo dazugehören wollen. Hier hat das Elternhaus versagt, sich nicht gekümmert, erste Warnsignale nicht ernst genommen oder schlichtweg nicht sehen wollen!
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Ich fände es wichtig, dass dieses Buch sowohl an Eltern als auch an Schulen gleichmaßen ausgegeben wird, damit die Menschen rechtzeitig aufgeweckt werden, damit sie sehen und verstehen und vorallem noch eingreifen können bevor es zu spät ist!
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Die nächsten Teile beschreiben die Gerichtsverhandlung und die Gespräche mit ihren Anwälten. Der letzte Teil dann geht um die Urteilssprechung.
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Im Anhang finden wir eine sehr detaillierte Auflistung von Begriffen oder Symbolen die mit dem Thema Nationalsozialismus und Fremdenhass zu tun haben. Gerade für Eltern finde ich den Abschnitt sehr aufschlussreich!
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Für mich war das Buch sehr interessant und ich bin nur so über Seiten geflogen und habe es in Rekordzeit beendet. Der Schreibstil ist sehr angenehm und für Jugendliche sicher leicht zugängig. Das heikle Thema wurde sehr sensibel ohne in eine bestimmte Richtung zu drängen bearbeitet und regt zum Nachdenken an.
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Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an das Bloggerportal und den cbj Verlag.

(unnötig zu erwähnen, dass diese Rezension natürlich trotzdem zu 100% meine eigene Meinung widerspiegelt)
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#17/ 2017 – [Rezi] Anima: Schwarze Seele, weißes Herz – Kim Kestner

Autoimmun-Ernaehrung von Claudia Lenz
Autor: Kim Kestner 
Übersetzung: -
Genre: Jugendbuch, Fantasy
Preis: € 3,99 [D]
Einband: ebook
erschienen: 10. Februar 2016
Seitenanzahl: 480
Meine Wertung: 5,0 Huftiere 
Reihe: nein
Verlag: Arena


 

Für Abby ist es die schönste Zeit des Jahres! Jeden Sommer verbringt sie mit ihrer Familie die Ferien im Nationalpark Acadia. Doch diesmal wird die Idylle überschattet: Der zur Unterhaltung engagierte Magier Juspinn fasziniert die Feriengäste nicht nur mit seiner Show – er scheint sie zu manipulieren. Mit Schrecken muss Abby feststellen, wie sich ihre Familie und Freunde mehr und mehr zum Schlechten verändern. Besonders ihre Schwester Virginia ist auf einmal wie von Sinnen. Abby selbst spürt nicht nur die Anziehungskraft des Fremden, sondern auch die Gefahr, die von ihm ausgeht. Juspinn scheint auf der Suche zu sein, nach etwas, das nur sie ihm geben kann.

Die Geschichte einer undenkbaren Liebe im Kampf gegen die größten Mächte der Welt.

Wieder einmal war es das Cover was mich sehr an diesem Buch fasziniert hat. Ein wirklicher Eye-Catcher!
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Abigale Dupont ist ein wahrer Engel, sie ist bescheiden, zurückhaltend, ehrlich und opfert sich für ihre Mitmenschen auf. Ganz im Gegenteil zu ihrer Schwester Virginia, die nur auf ihren Vorteil bedacht ist, und zickig und egoistisch durchs Leben stolziert.
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Wie jedes Jahr fährt die Familie Dupont wieder in den Nationalpark Acadia um dort ihre Ferien zu verbringen. Abby freut sich, weil sie endlich Eyota ihre indianische Freundin wiedersehen kann, die dort in den Ferien arbeitet.
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Doch dieses Jahr ist etwas anders. Acadia hat einen jungen Magier engagiert, der die Feriengäste unterhalten und faszinieren soll. Doch mit seiner Ankunft verändern sich die Menschen um Abby herum. Ihr Vater (der Reverend ist) glaubt auf einmal nur noch an das Alte Testament, ihre Mutter will sich von ihrem Vater trennen und hat einen neuen Freund. Selbst ihre Freundin Eyota beginnt ihre schlechten Seiten zu zeigen.
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Entgegen ihrer Vernunft fühlt sich Abby extrem von Juspinn angezogen. Auch ihre Schwester Virginia erliegt den Reizen des geheimnisvollen Magiers und sieht nun plötzlich Abby als Konkurrenz und Feindin an, die es auszulöschen gilt!
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Die Story bietet soviel mehr als den Kampf der beiden Schwestern aber ich möchte nicht zuviel verraten, ich ende mit meiner Zusammenfassung kurz vorm Ende von Teil 1 des Buches.
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Teil 2 legt nochmal richtig los und zieht das Tempo wahnsinnig an. Das was mir in Teil 1 noch etwas auf die Nerven gegangen war (das angehimmel von Abby zu Juspinn – es war wirklich extrem ausgereizt und manchmal hab ich nur mit dem Kopf schütteln können, aber das mag an meinem doch schon etwas höheren Alter als 14 liegen *lacht) In Teil 2 auf jeden Fall wird es sehr Spannend und die geschichte nimmt ein paar spannende Wendungen. Das eigentliche Ende konnte ich zwar vorhersehen, aber das hat der Geschichte keinen Abbruch getan.
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Abby ist sehr sympathisch und trotz ihres engelsgleichen Verhaltens nicht unnatürlich sondern durchaus authentisch dargestellt. Juspinn kommt unnahbar, geheimnisvoll und düster rüber. Das hat die Autorin sehr gut umgesetzt, man merkt aber schnell, dass hinter dieser Fassade ein ganz anderer Mensch steckt und ist gespannt wann es mehr davon zu sehen gibt.
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Mir hat das Lesen sehr großen Spaß gemacht und ich fand die Story durchweg spannend! Tolle Charaktere und ein interessantes Thema welches sehr gut umgesetzt war. Ein wenig zuviel Kitsch an manchen Stellen aber wer das mag für den ist das Buch hier eine klare Leseempfehlung auch für Romantiker(innen) jenseits der 14 😉
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#12/ 2017 Matteo Corradini – Im Ghetto gibt es keine Schmetterlinge

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Autor: Matteo Corradini
Übersetzung:  Ingrid Ickler
Genre: Jugendbuch, Geschichte + Politik
Preis: € 7,99 [D]
Einband: ebook
erschienen: 10.April 2017
Seitenanzahl: 289
Meine Wertung: 4,0 Huftiere 
Reihe: nein
Verlag: cbj Leseprobe: klick


Nach einer wahren Geschichte…

Theresienstadt 1942: Die Nazis haben ein Lager für Juden errichtet, das zeitweise als Vorzeigelager dient. Doch es ist nur eine Station auf dem Weg in die Vernichtungslager. Inmitten dieser Hoffnungslosigkeit gründen Kinder eine Zeitschrift, um gegen das Grauen anzuschreiben. Sie treffen sich heimlich und verfassen Berichte über das Lager. Aber sie zeichnen auch Bilder, führen Interviews oder schreiben Gedichte.

Matteo Corradini bringt dem Leser auf berührende Weise das Schicksal dieser Kinder nahe.

Wie bewertet man ein Buch, welches auf dem Leben von einem oder mehreren Menschen basiert? Was bewertet man? Das geschriebene Wort oder eher doch das Leben dieser Person? Kann man überhaupt objektiv bleiben bei Lebensgeschichten?  Ich tue mich sehr schwer mit dieser Rezension, aber ich möchte versuchen meine Meinung zu Papier (bzw Bildschirm) zu bringen.
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Matteo Corradini hat es schon in seinem Vorwort geschafft, mich zu Tränen zu Rühren. Natürlich kennt jeder Deutsche die Geschichte und die Vergangenheit die unserer Nation anhängt, aber es wieder direkt vor Augen geführt zu bekommen ist noch einmal etwas anderes. Zu wissen, dass das was nun folgt auf wahren Begebenheiten beruht hinterlässt einen dicken Kloß im Hals, weil man ja WEISS was kommt.
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Trotzdem wollte ich das Buch lesen, ich kann mich vor der Vergangenheit nicht verschliessen (das sollte niemand) und ich finde es gut, dass die Geschichte erzählt wurde, dass die 8 Jungen eine Stimme bekommen haben und nicht einfach in Vergessenheit geraten.
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Es ist kein Roman im eigentlichen Sinne, auch wenn es so gedacht ist. Wir sehen immer ein Datum und dann lesen wir im Romanstil was 8 Jugendliche – genannt die Redaktion – in ihrer geheimen Zeitung „Vedem“ über das Leben in Theresienstadt berichten, über die Nazis, über die schrecklichen Zustände, über die sinnlosen Morde und die Foltern.
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Die Daten sind zwar fortlaufend über einen Zeitraum von 2 Jahren aber trotzdem greifen die einzelnen Kapitel nicht direkt in einander über, es ist eher so, dass wir immer Einblick in einen bestimmten Tag bekommen.
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Die Geschichte hat mich sehr getroffen und mitgenommen. Das Ende (wir alle wissen dass so ein Buch kein happy End hat – ich glaube damit spoilere ich nun nicht wenn ich das schreibe!) hat mich trotzdem mit voller Härte erwischt und weinend zurückgelassen. Ich fühle mich nun leer, ausgesaugt und total am Ende. Trotzdem fand ich die Geschichte toll, wenn man das denn so sagen darf. Matteo Corradini hat es geschafft eine sehr realistische Atmosphäre zu schaffen, den Leser zu entführen und ein Teil dieser Jungs zu sein.
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Ich hätte zu gern ein Bild einer Zeitungsseite gesehen um mir einen Eindruck zu machen mit was für einem Ausgangsmaterial er arbeiten musste.
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Einen Kritikpunkt habe ich aber, deshalb gibt es auch keine 5 Huftiere von mir, sehr oft waren Traumszenen zu lesen, diese wurden nicht weiter kenntlich gemacht (das ist sicher Absicht vom Autor um zu verdeutlichen, dass es für die Jungs auch einen fliessenden Übergang von Traum und Realität gab, dass sie selbst nicht mehr wussten was nun real ist und was nicht) aber ich musste oft wieder zurückblättern, weil diese Abschnitte fast nahtlos in einander übergehen und man manchmal oft den Faden verliert dadurch.
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Ansonsten sehr gelungen! Sehr real und sehr bedrückend. Ich kann es nur empfehlen, ein Buch was sehr sehr lange nachwirken wird.
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#10/ 2017 [Rezi] Nicole Boyle Rødtnes – Wie das Licht von einem erloschenen Stern

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Autor: Nicole Boyle Rødtnes
Übersetzung: Gabriele Haefs
Genre: Jugendbuch, Contemporary
Preis: € 13,99 [D]
Einband: ebook
erschienen: 26.Februar 2016
Seitenanzahl: 243
Meine Wertung: 5,0 Huftiere 
Reihe: nein
Verlag: Beltz & Gelberg Leseprobe: klick


Vega wird aus ihrem Teenagerleben gerissen, als sie nach einem Unfall nicht mehr sprechen kann. Die 17-Jährige kämpft wütend und frustriert mit ihrem Schicksal, das sie immer mehr zu einer sprachlosen Außenseiterin macht. Ein ergreifender Roman, emotional und packend geschrieben.

Seit Vega bei einer Feier gestürzt ist, leidet sie an Aphasie. Sie kann nicht sprechen, kaum lesen und mit noch größerer Mühe schreiben. Auch die Beziehung zu ihrer besten Freundin Ida und ihrem Freund Johan gibt ihr keinen Halt, denn sie kommen mit ihrer Krankheit nicht zurecht. Vega fühlt sich innerlich wie tot und zieht sich immer mehr zurück. Bis sie Theo trifft, der ebenfalls an Aphasie leidet und beide merken, dass sich zusammen leichter ein Weg in ein neues Leben finden lässt.

Wieder einmal ist es zuerst das wunderschöne Cover was mir ins Auge gesprungen ist. Die tolle Kurzbeschreibung folgte gleich danach und ich wurde wieder einmal nicht enttäuscht!

 

Noch nie habe ich ein Buch in so kurzer Zeit inhaliert, war selten so mitgerissen und fühlte mich selten so persönlich angesprochen wie von diesem Buch.

 

Die 17 jährige Vela stürzt auf einer Party ihrer Freundin in den Pool und schlägt sich den Kopf an – daraufhin erleidet sie eine schwere Hirnblutung und verlernt durch deren Folgen das Sprechen.
Diese Krankheit nennt sich Aphasie und die Betroffenen sind nicht mehr in der Lage die Wörter auszusprechen die sie denken. Es kommt entweder ein völliger Kauderwelsch oder verkehrte Worte dabei heraus.

 

Vela wurde mitten aus dem Leben gerissen, vor ihrem Unfall war sie eine lebenslustige und fröhliche Jugendliche mit einem großen Freundeskreis. Nach dem Unfall stehen ihr eigentlich nur noch ihre beste Freundin Ida und ihr Freund Johann zur Seite, alle anderen haben sich nach und nach entfernt.

 

Vela wird immer wieder von Alpträumen geplagt, in denen sie Szenen ihres Unfalls sieht und wo sie ganz klar sieht, dass sie geschubst wurde und nicht einfach nur gestolpert ist. Niemand glaubt ihr und ihre Familie tut es als Nebenwirkung des Sturzes ab. Aufgrund von Velas Verzweiflung zwingt ihre Mutter sie eines Tages dazu, einen Workshop für Betroffene Jugendliche zu besuchen dort lernt Vela den gleichaltrigen Theo kennen und auf einmal ändert sich ihr Weltbild und ihre Einstellung, sie öffnet sich langsam und beginnt ihm zu vertrauen. Er glaubt ihr auch, dass sie geschubst wurde und versucht mit ihr gemeinsam die Wahrheit herauszufinden.

 

Die Autorin hat die Situation in der Vela und Theo sich befinden sehr realistisch dargestellt und regt damit zum Nachdenken an. Das Leben kann sich sehr schnell – sozusagen auf einen Schlag – komplett ändern und wir stehen dann machtlos da und müssen schauen wie es weitergeht.

Ich kann das Buch wirklich jedem empfehlen, nicht nur um sich über das Thema Aphasie zu informieren, (welche sehr oft als Folge eines Schlaganfalls einhergeht) sondern auch um eine starke Geschichte rund ums Thema Krankheit, Freundschaft, Hoffnung und Mut zu lesen. Emotional sehr ansprechend und trotzdem einfach zu lesen.

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#9/ 2017 [Rezi] Mariella Heyd – Touch of Flames

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Autor: Mariella Heyd
Übersetzung:keine
Genre: Fantasy, Liebesroman, Jugendbuch
Preis: € 3,99 [D]
Einband: ebook
erschienen: 01.Mai 2017
Seitenanzahl: 240
Meine Wertung: 5,0 Huftiere 
Reihe: nein
Verlag: Forever by Ullstein Leseprobe: klick


Als würde es nicht schon reichen, dass ihre Familie aus Boston in eine Geistervilla mitten im Nirgendwo zieht, weiß bald auch jeder, dass Gwens Vater als Dämonologe arbeitet. Ihr Ruf an der neuen Schule ist ruiniert. Ohne ihren einzigen Freund Harry würde sie sicher verzweifeln – und dann ist da auch noch dieser Außenseiter, der von allen „Feuerteufel“ genannt wird und der ihr einfach nicht aus dem Kopf gehen will. Sebastian ist gutaussehend und gibt sich gar nicht erst Mühe, seine dunkle Vergangenheit zu verbergen. Es scheint, als spiele Gwen sprichwörtlich mit dem Feuer…

Zuallererst ist mir das wunderschöne Cover ins Auge gesprungen – wirklich ein Augenschmaus. Man sieht ein Pärchen in mitten von Flammen, die sich vertäumt in die Augen schauen und alles um sich herum vergessen zu scheinen. Und genau das habe ich auch bekommen bzw. noch viel mehr! ich freue mich immer, wenn das Cover und die Kurzbeschreibung etwas versprechen, was der Plot dann auch halten kann. (ist leider bei weitem nicht immer so – aber das kennt ihr ja sicher selbst) bei diesem Buch werdet ihr nicht enttäuscht werden! Aber schön der Reihe nach:


Die 18 jährige Gwen und ihr 12 jähriger Bruder Wilson müssen wieder einmal ihre Sachen packen und umziehen. Ihr Vater ist ein sogenannter Dämonologe und befasst sich mit paranormalen Geschehen. Diesmal soll es in eine alte Villa am Waldrand gehen die von 2 Geistern heimgesucht werden soll.


Als Gwen in der neuen Stadt und vorallem neuen Schule ankommt ist sie die totale Aussenseiterin, zu allem Unglück ist ihre Mutter auch noch die neue Schulpsychologin, was es ihr nicht gerade leichter macht von den anderen akzeptiert zu werden. Während ihr kleiner Bruder in dem gleichaltrigen Alin schnell einen Freund gefunden hat, tut sich Gwen sehr schwer Kontakte zu knüpfen, einzig Harry geht auf sie zu und freundet sich mit ihr an.


Als plötzlich Sebastian – genannt der Feuerteufel – wieder zurück in die Klasse kommt verändert sich alles. Harry wird eifersüchtig und entfernt sich immer mehr von Gwen, und Gwen interessiert sich auf einmal für den „Bad-Boy“ der kein Hehl daraus macht, dass er eine Fußfessel hat. Gwen erfährt, dass er den Spitznamen bekommen hat, weil er seinen Hof in Brand gesetzt haben soll. Sie merkt schnell, dass Sebastian nicht dass ist, was sein Ruf über ihn verrät. Er hat eine dunkle Vergangenheit und die Lösung dazu liegt in Gwens Villa…..


Mir hat das Buch wirklich sehr viel Spaß gemacht, ich kannte die Autorin vorher noch nicht, habe mir aber sofort ihre anderen Bücher auf der Wunschliste gespeichert! (das soll was heissen ;-))


Sie hat tolle Charaktere geschaffen, und eine tolle Story die zusammen perfekt harmonieren. Es gab keine langweilige klischeehafte Liebesgeschichte, sondern drumherum waren immer wieder kleine spannende Szenen die die Geschichte abgerundet haben.


Die Charaktere waren sehr unterschiedlich und vielschichtig und durch die Bank weg sympathisch und authentisch. (naja Archie ist hier eine Ausnahme aber das gehört ja zur Story ;-))

Tja was soll ich sagen, ich habe keinen Kritikpunkt und daher muss ich 5 Huftiere geben. Ein rundum gelungenes Buch, welches ich ohne Vorbehalte weiterempfehlen kann!

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Ich bedanke mich recht herzlich bei Netgalley und beim Forever by Ullstein Verlag  für das digitale Rezensionsexemplar.

#7/ 2017 – [Rezi] Maria D. Headley – Magonia

Autor: Maria D. Headley
Übersetzung:Julia Walther
Genre: Fantasy, Jugendbuch
Preis: € 13,99 [D]
Einband: ebook
erschienen: 03. April 2017
Seitenanzahl: 369
Meine Wertung: 5,0 Huftiere 
Reihe: Ja, Teil 1
Altersempfehlung: Ab 14 Jahren
Verlag: heyne fliegt Leseprobe: (epub)

 

Seit sie klein ist, leidet die 16-jährige Aza an einer seltsamen Lungenkrankheit, die ihr ein normales Leben unmöglich macht. Als sie eines Tages ein Schiff hoch in den Wolken erspäht, schiebt sie das Phänomen auf ihre akute Atemnot. Bis jemand auf dem Schiff ihren Namen ruft …

Nur ein Mensch glaubt ihr diese Geschichte: ihr bester Freund Jason, der immer für sie da war, den sie vielleicht sogar liebt. Aber gerade als sie versucht, sich über die neuen tiefen Gefühle zu Jason klarzuwerden, überstürzen sich die Ereignisse. Aza meint zu ersticken – und findet sich plötzlich in Magonia wieder, dem Reich über den Wolken. Dort ist sie das erste Mal in ihrem Leben nicht mehr krank, sondern stark und magisch begabt. In dem heraufziehenden Kampf zwischen Magonia und Azas alter Heimat, der Erde, liegt das Schicksal aller mit einem Mal in Azas Händen …

 

Das Buch fängt so seltsam an, wie es fantastisch weitergeht.

Wir lesen von der 15 jährigen Aza die an einer unbekannten Lungenkrankheit leidet. Niemand weiss was ihr fehlt und niemand kann ihr helfen. Ihr Leben besteht aus Krankenhausbesuchen, Rettungswagen und der Gewissheit, dass sie nicht sehr alt werden wird und jeder Krankenhausaufenthalt ihr letzter sein könnte.

Aza ist im Laufe ihres kurzen Lebens sehr sarkastisch geworden und nimmt eigentlich nix und niemanden mehr ernst. Sie verbringt die meiste zeit ihres Lebens mit ihrem besten Freund Jason, der sie versteht und unterstützt wo er kann.

Bei ihrem letzten Krankenhausaufenthalt erblickt Aza über den Wolken ein großes Schiff. Sie zweifelt an ihrer Wahrnehmung und teilt dieses Erlebnis mit Jason, der ihr sofort glaubt und Recherchen anstellt, in denen er herausfindet, dass diese „Schiffssichtungen“ durchaus schon in der Vergangenheit geschehen sind und zu Buch gebracht wurden.

Eines Tages geht es Aza so schlecht, dass sie im Rettungswagen tatsächlich stirbt. Über dem Rettungswagen sieht Jason wieder so ein Schiff und ist sich sicher, dass Aza auf dieses Schiff geholt wird. Er ruft ihr noch nach, dass er sie finden wird egal wo sie ist.

Der Schreibstil ist am Anfang echt schlimm. Es hat mich viel Mühe gekostet weiterzulesen weil die Sätze ganz kurz sind und abgehackt und irgendwie alles zusammenhanglos und wirr rüberkommt, es ist keine wirkliche Storyline zu erkennen sondern Aza und Jason erzählen einfach nur abwechselnd ihre verschrobenen Gedanken.

Irgendwann ist man aber an dem Punkt wo man dran gewöhnt ist und es auch weniger wird und dann ist man sofort total in der Story drin. Maria D. Headley eine so wundervolle und detailgetreue total abgefahrene Welt geschaffen in der ich komplett eingetaucht bin. Alle Wesen waren liebevoll konstruiert und hatten ihren Platz in der Story. Aza ist ein toller und starker Charakter der sich im Laufe der Story richtig entwickelt und aus der einstigen Zynikerin wird eine taffe Kämpferin die begreift welche Seite die richtige ist und entsprechend handelt!

 

Ich war sehr oft zu Tränen gerührt und mein Herz ist erfüllt von einer sagenhaften Welt, voll Gefühl und einfach Glückseligkeit. Niemals hätte ich dem Buch zugetraut, dass es sich so entwickelt, dass es mich so mitreißt und dass es soviel Potential hat. Ich bin total begeistert und gebe deshalb voll verdiente

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Ich bedanke mich recht herzlich beim Bloggerportal und beim heyne>fliegt Verlag  für das digitale Rezensionsexemplar.
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