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#26/2017 [Rezi] Tania Carver – Du sollst nicht leben

 

Autor: Tania Carver
Übersetzung: Sybille Uplegger
Genre: Thriller
Preis: € 8,99 [D]
Einband: ebook
erschienen: 24. Juli 2017
Seiten: 464
Meine Wertung: 4,0 Huftiere
Reihe: Teil 6 Marina-Esposito

Detective Phil Brennan wird zu einem grausigen Tatort gerufen. Eine Mutter und ihr Baby wurden vor den Augen des Kindsvaters mit einer Armbrust erschossen. Dieser hatte die Wahl: entweder mit seinem eigenen Leben oder dem seiner Familie den Unfalltod zweier Menschen zu büßen. Er wählte seine Familie. Ausgerechnet diesmal ist Phil Brennan auf sich allein gestellt. Denn seine Ehefrau, Polizeiprofilerin Marina Esposito, muss sich den Dämonen ihrer Vergangenheit stellen.

Dieser Band ist der mittlerweile 6te aus der Reihe um das Ermittlerpaar Marina und Phil. Diesmal ermitteln beide an unterschiedlichen Schauplätzen und der Leser darf beide immer abwechselnd begleiten. Während Phil einen grausamen Schauplatz vorfindet wo eine Frau und ihr Baby mit einer einer Armbrust vor den Augen ihres Mannes getötet wurden, hat Marina es mit einer Verrückten zu tun die sich in einer Nervenheilanstalt als eine Tote ausgibt um wie sie sagt „Forschungen anzustellen“
Phil erfährt sehr schnell, dass Darren vom selbsternannten „Rechtsprecher“ – der es als seine Aufgabe ansieht Menschen die Unrecht getan haben aber ohne Bestrafung davon gekommen sind zu bestrafen – vor die Wahl gestellt wurde entweder selbst zu sterben oder das Leben seiner Familie zu opfern und selbst am Leben zu bleiben. Er entschied sich dafür selbst leben zu dürfen und wurde so Zeuge des grausamen Mordes.
Der Rechtsprecher nimmt nach der Tat telefonischen Kontakt zu Phil auf und erklärt sich und glaubt Phil auf seiner Seite – habe er ihn doch im TV gesehen, leger und locker in Jeans und Karohemd – ganz anders als seine „steifen“ Kollegen.
Es beginnt eine Jagd auf beiden Seiten und wir dürfen Marina und Phil in ihre Vergangenheit begleiten.
Ich habe mich sehr gefreut einen weiteren Band der liebgewonnen Reihe zu lesen. Marina und Phil sind mir ans Herz gewachsen und ich mag ihren Stil und ihre Beziehung zu einander.
Die Story beginnt wahnsinnig mit Herzschlagmomenten, als Darren sich tatsächlich entschieden hat selbst zu leben ist mir fast das Herz stehen geblieben. Es war öfters so (wie wir es von den Autoren kennen), dass man kurz innehalten muss um Luftzuholen.
Trotzdem fand ich, dass dieser Band ein paar Längen in der Mitte hatte und ich fand die Ermittlungen die Marina zu tun hatte etwas langatmig und langweilig. Lieber hätte ich etwas von Phil gelesen aber ich glaube das war Absicht um ein wenig das Tempo aus der Story zu nehmen. Was auch super funktioniert hat.
Ab ca 2/3 ging es dann wieder richtig los und es kam wieder Fahrt auf. Von dem Moment an war ich dann total gefangen in der Story und konnte das Buch nicht mehr weglegen. Obwohl man recht früh wusste wer der Täter ist und einige Wendungen auch erahnen konnte fand ich es spannend und habe (von den mittleren Längen abgesehen) die Lektüre sehr genossen!
Das Ende bleibt einerseits offen und lässt Raum für weitere Teile und ist auch als Fall ansich wieder abgeschlossen.
Kurzweilige Unterhaltung die einen mitunter schockiert mit rasendem Herzen zurücklässt. Trotz einiger Längen eine klare Leseempfehlung von mir. Wer die Reihe nicht kennt,dem empfehle ich mit dem Band „Entrissen“ anzufangen, weil die Entwicklung von Marina und Phil sich in jedem Band weiterentwickelt und es schade wäre wenn man die verpasst.