#39/2017 [Rezi] Ava Reed – Wir fliegen, wenn wir fallen

Autor: Ava Reed
Übersetzung: –
Genre: Jugendbuch, Liebesroman
Preis: € 14,99 [D]
Einband: ebook
erschienen: 17.02.2017
Seiten: 304
Meine Wertung: 5 Huftiere
Reihe: nein

Verlag: ueberreuther

 

 

Eine Nacht unter den Sternen schlafen. Einen Spaziergang im Regenwald machen. Die Nordlichter beobachten … So beginnt eine Liste mit zehn Wünschen, die Phil nach seinem Tod hinterlässt, gewidmet seinem Enkel Noel und der siebzehnjährigen Yara. Phils letztem Willen zufolge sollen sich die beiden an seiner statt die Wünsche erfüllen. Gemeinsam. Yara und Noel, die sich vom ersten Moment an nicht ausstehen können, willigen nur Phil zuliebe ein. Doch ohne es zu wissen, begeben sich die beiden auf eine Reise, die nicht nur ihr Leben grundlegend verändern wird, sondern an deren Ende beiden klar ist: Das Glück, das Leben und die Liebe fangen gerade erst an.

Normalerweise lese ich nur Thriller wo es um Leichen, Mordermittlungen und skrupellose Killer geht. Aber irgendwie brauche ich auch mal etwas anderes, dieses Buch lief mir beim blättern auf Skoobe über die Füße und das wunderschöne Cover hat mich sofort angesprochen. Der Klappentext dann versprach eine sehr emotionale Lektüre und genau danach steht mir gerade der Sinn.

Yara ist schüchtern, zurückhaltend, bescheiden und herzensgut. Sie besucht zb regelmäßig den alten Phil im Heim und liest ihm Geschichten vor. Kennengelernt haben sich die beiden durch Zufall durch Yaras Tante die im Heim arbeitet.

Phils Enkel Noel ist der typische Teenager. rebellisch und stur. Er besucht seinen Opa Phil nur ganz selten. Er macht ihm immer noch Vorwürfe, weil seine Mutter ihn vor einigen Jahren einfach verlassen hat.

Ihr seht schon, dass Yara und Noel unterschiedlicher nicht sein könnten. Trotz dieser abgenutzten Grundidee hat sich die Story fantastisch entwickelt.

Phil stirbt ganz plötzlich und hinterlässt den beiden (die sich absolut nicht ausstehen können) einen Brief. Dort bittet er sie, auf eine große Reise zu gehen und Phils letzte große Wünsche gemeinsam zu erfüllen und zu erleben.

Für beide ist das zuerst ein unzumutbarer Zustand, aber da beide Phil sehr geliebt haben willigen sie ein und treten miesmutig nach einiger Planung die Reise an. Während Yara für Noel zu Anfang immer noch „das Lesemädchen“ war welches er immer aufgezogen und geärgert hat, entwickelt sich zwischen den beiden ganz langsam eine zarte Bindung……

Also vorab, die Story war keineswegs kindisch oder naiv für mich – was ja öfters bei Jugendbüchern so ist, gerade lege ich wieder eins weg weil mir die Charaktere viel zu naiv sind. Im Gegenteil Ava Reed hat wirklich tolle Charaktere geschaffen. Die Entwicklung die beide von Kapitel zu Kapitel durchgemacht haben war wirklich toll zu verfolgen. Vorallem Noel zeigt, dass weit aus mehr in ihm steckt als er zuerst zeigen wollte. Ich habe ihn richtig lieb gewonnen.

Ich habe mitgefiebert und mitgelitten und am Ende Rotz und Wasser geheult. Das wusste ich aber schon vom Klappentext, dass ich hier sehr emotional reagieren werde, das ist okay und manchmal braucht man das auch einfach. Eine Story, die einfach nur schön ist zu lesen wo man nicht möchte dass sie endet. Ich würde an dieser Stelle ja zu gern wissen, ob die Autoren bei ihren Büchern auch weinen wenn bestimmte Dinge passieren, immerhin haben sie ihren Protagonisten ja Leben eingehaucht und da müssten sie doch eigentlich doppelt und dreifach leiden wenn etwas passiert.

 

Von mir gibt es eine ganz klare Empfehlung! Ohne wenn und aber! Tolle Story die man einfach mögen muss, sympathische Charaktere und soooo viel Emotionen *hachmach* lest es! (wenn ich als ThrillerFan das sage heisst das was ;-))

#32/2017 [Rezi] Clara Weiss – Ich will brav sein

Autor: Clara Weiss
Übersetzung: –
Genre: Thriller
Preis: € 8,99 [D]
Einband: ebook
erschienen: 19.06.2017
Seiten: 417
Meine Wertung: 3 Huftiere
Reihe: nein

Verlag: Goldmann

Der Sommer steht vor der Tür, als die Studentin Juli das kleine Dachzimmer in dem charmanten Münchner Mietshaus bezieht. Sie teilt die Wohnung mit der jungen Schauspielerin Greta, die ihr auf Anhieb sympathisch ist, und zunächst ist Juli glücklich in ihrer neuen Umgebung. Doch dann mehren sich die Hinweise, dass Greta ein ebenso undurchsichtiges wie grausames Spiel mit ihr treibt – und während eine mörderische Hitzewelle die Stadt wie eine Glocke umschließt, gerät Julis Leben immer mehr zur Hölle: Sie entdeckt eine Leiche auf dem Dachboden, ihre beste Freundin verschwindet, ein stummes Mädchen im Treppenhaus versetzt sie in Angst und Schrecken. Als sich weitere Todesfälle ereignen, weiß sie, dass auch sie selbst in höchster Gefahr ist. Aber da ist es fast schon zu spät …

 Juli kommt frisch aus Berlin um in München Psychologie zu studieren. Bei ihrer Suche nach einer Bleibe trifft sie auf die junge Theaterschauspielerin Greta die zufällig einen Untermieter für ein kleines Zimmer im Dachgeschoss sucht.

Die beiden Frauen freunden sich sehr schnell an und Juli findet sogar einen kleinen Job beim Obsthändler im Nebenhaus. Das Leben läuft perfekt und sie wartet nur noch auf ihren Freund Hannes der in einigen Wochen nachkommen wollte.

Da fangen die Dinge langsam an sich zu verändern. Zuerst entwickelt sich Greta immer mehr zu einer putzsüchtigen, pedantischen Ordnungsfanatikerin, dann taucht im Treppenhaus ein kleines stummes Mädchen auf, welches nirgendwohin zu gehören scheint. Und plötzlich taucht die erste Leiche im Dachstuhl auf. Die alte Nachbarin mit der Juli gestern noch zusammen die Gardinen aufgehängt hat wurde mit einer roten Echthaarperücke erstickt. An der Tür steht in kindlicher Schrift der Satz: „Ich will brav sein“

Die Geschichte plätschert am Anfang so vor sich hin und ich hatte echt Probleme durchzuhalten. Ich bin weder mit Juli noch mit Greta wirklich warm geworden. Die eine ist total divenhaft und anstrengend, die andere einfach nur langweilig. Kein Charakter hat eine wirkliche Entwicklung durchgemacht. Und so passiert lange nichts spannendes. Als dann der erste Hinweis kommt war mir fast sofort klar wie es ausgehen würde.

Zwischendrin gab es zwar noch einige spannende Szenen aber leider war die Geschichte insgesamt zu langatmig. Das Ende war eine Katastrophe und in meinen Augen total unrealistisch und konstruiert. Ich habe eine Weile und mehrere Anläufe gebraucht um überhaupt zu verstehen wie alles zusammenhängt, weil es sich alles überschlägt und auf 4 Seiten mehr passiert als in der gesamten ersten Hälfte.

Ich habe schon jetzt nur einen Tag nach Beenden des Buches echt Schwierigkeiten alles zusammenzubekommen, das zeigt ja nur, dass es keine Story ist, die man länger mit sich rumträgt, sondern eher etwas was man schnell wieder vergisst.

Deshalb kann ich leider auch nur sagen, dass „Ich will brav sein“ leider keinen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen hat.

Man kann es lesen, aber man muss es nicht 😉 

#31/ 2017 [Rezi] Ali Land – Ich bin böse

Autor: Ali Land
Übersetzung: Sonja Hauser
Genre: Thriller
Preis: € 8,99 [D]
Einband: ebook
erschienen: 20.02.2017
Seiten: 353
Meine Wertung: 5 Huftiere
Reihe: nein

Verlag: Goldmann

Die 15-jährige Milly wächst schwer traumatisiert in einer Pflegefamilie auf. Eine neue Identität soll alle Spuren zu ihrer Vergangenheit verwischen. Denn Milly ist die Tochter einer Serienmörderin. Und diese konnte nur gefasst werden, weil Milly der Polizei entscheidende Hinweise gegeben hatte. Jetzt wird ihrer Mutter der Prozess gemacht, und Milly wird plötzlich von Gewissensbissen heimgesucht. In ihrer Pflegefamilie findet das Mädchen keine Unterstützung, um diese schwere Zeit zu überstehen – im Gegenteil: Phoebe, die leibliche Tochter, hasst Milly von ganzem Herzen und versucht mit allen Mitteln, ihr das Leben so schwer wie möglich zu machen. Und damit weckt sie in Milly eine verborgene Seite. Eine böse Seite. Denn Milly ist die Tochter ihrer Mutter …

 

Auf das Buch habe ich mich sehr gefreut, es wurde mir empfohlen und als ich es zufällig in der Onleihe gefunden habe musste ich sofort zuschlagen.

Millys Mutter ist eine Serienkillerin. Sie hat bisher 9 kleine Kinder auf dem Gewissen. Im Deckmantel der Kinderhilfe hat sie sich bei den Eltern das Vertrauen erschlichen und die Kinder dann zu sich geholt und sie grausam gequält und geprügelt.

Milly hat sie dazu gezwungen zuzusehen und zu „lernen“. Nachdem die Mutter mit dem 9ten Kind genau den Jungen erwischt hat, mit dem Milly sich sehr gut verstanden hat, kann das Mädchen nicht mehr. Sie reisst aus und zeigt ihre Mutter bei der Polizei an. Die Mutter wurde abgeführt und Milly (die eigentlich Annie heisst) lebt nun bei Familie Newton, ihrer Pflegefamilie.

Während der Pflegevater (seines Zeichens Psychotherapeut) sehr engagiert ist, und Milly in vielen Sitzungen helfen und sie auf die bevorstehende Verhandlung vorbereiten möchte, hat sie bei Pheobe,  ihrer Pflegeschwester nix zu melden.  Das Mädchen mag sie von ersten Augenblick nicht und mobbt sie vor versammelter Mannschaft wo es nur geht. Die einzige Freundin die Milly nach einer Weile finden kann ist eine 3 Jahre jüngere Jugendliche aus der Sozialsiedlung, die selbst in sehr schlechten Verhältnissen lebt.

Als diese allerdings zu neugierig wird, und Milly über die Verhandlung ausquetscht zeigt Milly, dass sie die Gene ihrer Mutter in sich trägt und rastet aus.

In einigen Rezensionen habe ich gesehen, dass sich Leser über den Schreibstil beklagen, abgehackte kurze Sätze. Das kann ich nicht bestätigen! Das Buch las sich von der ersten bis zu letzten Seite wirklich Super – zwischendrin gab es kurz ein paar Sätze vorallem wenn es um Millys Gedanken geht, die sich überschlagen, die bestehen dann aus einzelnen Wörtern, aber ich finde hier passt dieses Stilmittel perfekt rein um ihre Verfassung zu verdeutlichen.

Ich habe von der ersten bis zur letzten Seite mit Milly mitgefiebert, gelitten und gekämpft. Ich kenne das Mobbing aus eigener Erfahrung aus der Schule und konnte mich wirklich gut in sie hineinversetzen. Die Autorin hat Psychologie studiert, das ist der Geschichte sicher sehr zu Gute gekommen. Sie hat vorallem Milly wirklich sehr authentisch dargestellt.

Die Story kommt ohne viel Blut aus (über die Morde der Mutter wird nur am Rande gesprochen) es geht vorallem um Millys Geschichte, ihre Gefühle, Ängste und Leiden. Und um die bevorstehende Verhandlung. Der Leser (ich zumindest) habe total auf den Punkt hingefiebert, wann die Verhandlung endlich losgeht und diese last von Milly genommen wird, wieder auf ihre Mutter zu treffen.

Wer unblutige spannende und gut konstruierte Thriller mag, dem sei „ich bin böse“ wärmstens empfohlen. Ganz klar Empfehlung von meiner Seite aus!

 

#24/2017 [Rezi] Derek Meister – Der Jungfrauenmacher

Autor: Derek Meister
Übersetzung:—–
Genre: Thriller
Preis: € 8,99 [D]
Einband: ebook
erschienen: 15. Juni 2015
Seitenanzahl: 417
Meine Wertung: 5,0 Huftiere
Reihe: Teil 1 von bisher 3

Verlag: blanvalet

 

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Eine Sturmflut spült die Leiche einer Frau an den Strand, die wie eine Kreatur des Wassers wirkt: Die Meerestiere haben ihren Körper in Besitz genommen, und in ihrem Hals befinden sich Wunden, die wie Kiemen aussehen. Als eine zweite Frau tot in der Nordsee treibt, ahnt der junge Polizeichef Knut Jansen: Er hat es mit einem Serienkiller zu tun. Mithilfe der ehemaligen Profilerin Helen Henning gelingt es ihm, die Spur des Mörders aufzunehmen. Doch als den beiden bewusst wird, mit welchem Gegner sie es zu tun haben, sind sie längst im Begriff, vom Jungfrauenmacher in die Tiefe gezogen zu werden …
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Ich habe den 3ten Teil dieser Reihe als Rezensionsexemplar bekommen (ohne zu wissen, dass es sich hierbei um eine Reihe handelt) und stand vor der Wahl, das Buch sofort zu lesen oder die ganze Reihe von Anfang an zu genießen und habe mich für die Reihe entschieden. Bloß gut, das Buch ist nämlich wirklich mega gut!

Knut Jansen ist noch sehr jung und hat gerade erst den Posten als Polizeichef angenommen und damit seinen Vater Thor ersetzt, der hochangesehen in dem kleinen Nordseestädtchen war.

Knut sieht sich gleich mit einem mysteriösen Leichenfund konfrontiert. Die Leiche einer Frau wird angespült, übersäht von Krabben und Muscheln und mit Kiemenähnlichen Schnittverletzungen am Hals. Wer ist die Unbekannte? Wo kommt sie her? Wer ist dafür verantwortlich?

Mithilfe von Helen einer ehemaligen Profilerin aus den USA nimmt Knut die Verfolgung des Unbekannten Täters auf. Schnell wird eine zweite, ähnlich zugerichtete Leiche angespült und jeder wird irgendwie verdächtig.

Der Polizeichef war mir durchweg sympathisch, er ist noch sehr jung und teilweise unbedarft und geht leichtgläubig an die Sache ran. Oft habe ich Mitleid mit ihm gehabt weil er der Lösung schon so nah war aber es einfach nicht gesehen hat. Trotz seiner Schusseligkeit war er total authentisch und ich mochte ihn total! Helen ist die Starke Kraft an seiner Seite und ergänzt ihn super.

Lange tappte ich bezgl. der Auflösung im Dunkeln und habe überlegt und gegrübelt ob nicht doch der oder jener der Täter ist. Spannung von der ersten bis zur letzten Seite, tolle Umsetzung der Storyline, habe total mit Knut mitgefiebert und mitgelitten. So muss ein Thriller aussehen! Freue mich total dadrüber, dass Derek Meister zudem ein deutscher Autor ist und das zeigt, dass nicht alle guten Bücher nur aus den USA kommen!

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Wer einen spannenden Thriller sucht mit einem jungen engagierten Polizeichef, eine Story die von der ersten Seite an fesselt, der ist hier genau richtig. Ich freue mich auf die weiteren Teile! Ganz klar

 

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#11/ 2017 [Rezi] Ann-Kathrin Karschnick, Felix Münter – Trümmerwelten #1

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Autor: Ann-Kathrin Karschnick, Felix Münter
Übersetzung: keine
Genre: (High) Fantasy
Preis: € 2,99 [D]
Einband: ebook
erschienen: 20.April 2017
Seitenanzahl: 336
Meine Wertung: 4,0 Huftiere 
Reihe: voraussichtlich ja Teil 1
Verlag: Papierverzierer 


Noemi lässt Probleme verschwinden. Charlie ist Geheimnisträger. Beide verfolgen dasselbe Ziel, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen und ohne voneinander zu wissen, denn sie beide wollen die verschollene Insel Anker im Wolkenmeer finden. Eine sagenumwobene Insel der Weisen, auf der alle Geheimnisse der früheren Herrscher zu finden sein sollen. Ihr einziger Hinweis lautet: Alice Sparrow. Wer ist diese Frau und was hat sie mit der verschollenen Insel zu tun?

Ein neues, noch nie dagewesenes High Fantasy Epos mit den wohl fantastischsten Wendungen des Genres.

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Da ich mir vorgenommen hatte mehr Fantasy zu lesen, fiel mir sofort dieses tolle Cover bei skoobe auf. Worauf genau ich mich einlasse, ging aus der ultra kurzen Kurzbeschreibung nicht hervor aber ich ließ es drauf ankommen und habe es nicht bereut!
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Charlie ist Geheimnisträger, von stattlicher Größe und Figur und ein eher ruhiger Zeitgenosse, begleitet wird er von Gurney. Einem Haudegen der keiner Prügelei und Auseinandersetzung aus dem Wege geht. Und auf der anderen Seite ist Noemi, mutig und taff, die keine Angst hat zu morden um ihre Ziele zu erreichen. Auch sie hat einen Begleiter Trent, der eher durch seine verschrobene Art auffällt, aber treu an ihrer Seite kämpft.
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Wir begleiten nun abwechselnd die beiden total unterschiedlichen Protagonisten. Beide sind auf der Suche nach dem sogenannten „Anker“ einer verschollenen Luftinsel der Weisen, die ungeahnte Mächte verleihen soll. Noemi lebt den Glauben der Weisen, meditiert täglich und lebt auch sonst nach ihren Ritualen. Sie ist, seit sie denken kann im Besitz eines Medaillons, auf welchem ein riesiger Dreimaster abgebildet ist. Durch Zufall erfährt sie, dass dieses Medaillon wohl von den Weisen abstammt und ihr bei ihrer Suche nach dem Anker eine große Hilfe sein wird.
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Zeitgleich entwickelt sich die Geschichte zwischen Charlie und Gurney auch weiter, Charlie wird aus dem Orden der Geheimnisträger geworfen weil er mit Gurney in das Zimmer eines Mitglieds dieses Ordens eingebrochen ist um Informationen über den Anker zu bekommen. Eben jenes Ordensmitglied zeigt sich trotz des Einbruchs sehr kooperativ und gibt Charlie ein Medaillon mit einem großen Dreimaster drauf der ihm den Weg zum Anker weisen soll…..
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Der geneigte Rezi-Leser wird nun die Parallelen erkennen können 😉
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Ich bin schwer reingekommen, was am für mich neuen Genre High-Fantasy lag, aber nachdem der Anfang geschafft war, habe ich eine tolle spannende Story vorgefunden! Der abwechselnde Schreibstil hielt sich bis zum Ende. Fast so (wir haben es ja hier mit einem Autoren – Duo zu tun) als hätten die beiden sich immer abgewechselt mit dem schreiben. Hat auf jeden Fall super gepasst und richtig Spaß gemacht! Die Charaktere waren gut durchdacht und haben sich innerhalb der Story weiterentwickelt und sind trotzdem ihrer eigenen Linie treu geblieben.
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Die Welt, die die beiden Autoren geschaffen haben war phantastisch. Die Kampfszenen sehr detailgetreu beschrieben ohne zu langweilen. Einen einzigen Kritikpunkt habe ich aber, in dem Teil mit Charlie kam mindestens 1mal auf jeder Seite als Erklärung für Gurney „alter Haudegen“ – der Haudegen dies, der Haudegen das … das war WIRKLICH nervig. Ich hätte mir gewünscht, dass dort öfter mal einfach nur „er“ gestanden hätte, ich weiß zu schätzen, dass man abwechseln wollte, aber das war zuviel des Guten.

Trotzdem kann ich dieses Buch wärmstens empfehlen, vorallem für den Einstieg in das High-Fantasy Genre, wunderschön geschrieben, eine fantastische Welt, die aber nicht so irrational ist, dass man Probleme hat sich zu orientieren! Ich habe auf anderen Seiten gesehen, dass wohl weitere Teile dazu geplant sind, das wäre schön und würde mich freuen, das ende lässt eine Fortsetzung durchaus zu.

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#10/ 2017 [Rezi] Nicole Boyle Rødtnes – Wie das Licht von einem erloschenen Stern

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Autor: Nicole Boyle Rødtnes
Übersetzung: Gabriele Haefs
Genre: Jugendbuch, Contemporary
Preis: € 13,99 [D]
Einband: ebook
erschienen: 26.Februar 2016
Seitenanzahl: 243
Meine Wertung: 5,0 Huftiere 
Reihe: nein
Verlag: Beltz & Gelberg Leseprobe: klick


Vega wird aus ihrem Teenagerleben gerissen, als sie nach einem Unfall nicht mehr sprechen kann. Die 17-Jährige kämpft wütend und frustriert mit ihrem Schicksal, das sie immer mehr zu einer sprachlosen Außenseiterin macht. Ein ergreifender Roman, emotional und packend geschrieben.

Seit Vega bei einer Feier gestürzt ist, leidet sie an Aphasie. Sie kann nicht sprechen, kaum lesen und mit noch größerer Mühe schreiben. Auch die Beziehung zu ihrer besten Freundin Ida und ihrem Freund Johan gibt ihr keinen Halt, denn sie kommen mit ihrer Krankheit nicht zurecht. Vega fühlt sich innerlich wie tot und zieht sich immer mehr zurück. Bis sie Theo trifft, der ebenfalls an Aphasie leidet und beide merken, dass sich zusammen leichter ein Weg in ein neues Leben finden lässt.

Wieder einmal ist es zuerst das wunderschöne Cover was mir ins Auge gesprungen ist. Die tolle Kurzbeschreibung folgte gleich danach und ich wurde wieder einmal nicht enttäuscht!

 

Noch nie habe ich ein Buch in so kurzer Zeit inhaliert, war selten so mitgerissen und fühlte mich selten so persönlich angesprochen wie von diesem Buch.

 

Die 17 jährige Vela stürzt auf einer Party ihrer Freundin in den Pool und schlägt sich den Kopf an – daraufhin erleidet sie eine schwere Hirnblutung und verlernt durch deren Folgen das Sprechen.
Diese Krankheit nennt sich Aphasie und die Betroffenen sind nicht mehr in der Lage die Wörter auszusprechen die sie denken. Es kommt entweder ein völliger Kauderwelsch oder verkehrte Worte dabei heraus.

 

Vela wurde mitten aus dem Leben gerissen, vor ihrem Unfall war sie eine lebenslustige und fröhliche Jugendliche mit einem großen Freundeskreis. Nach dem Unfall stehen ihr eigentlich nur noch ihre beste Freundin Ida und ihr Freund Johann zur Seite, alle anderen haben sich nach und nach entfernt.

 

Vela wird immer wieder von Alpträumen geplagt, in denen sie Szenen ihres Unfalls sieht und wo sie ganz klar sieht, dass sie geschubst wurde und nicht einfach nur gestolpert ist. Niemand glaubt ihr und ihre Familie tut es als Nebenwirkung des Sturzes ab. Aufgrund von Velas Verzweiflung zwingt ihre Mutter sie eines Tages dazu, einen Workshop für Betroffene Jugendliche zu besuchen dort lernt Vela den gleichaltrigen Theo kennen und auf einmal ändert sich ihr Weltbild und ihre Einstellung, sie öffnet sich langsam und beginnt ihm zu vertrauen. Er glaubt ihr auch, dass sie geschubst wurde und versucht mit ihr gemeinsam die Wahrheit herauszufinden.

 

Die Autorin hat die Situation in der Vela und Theo sich befinden sehr realistisch dargestellt und regt damit zum Nachdenken an. Das Leben kann sich sehr schnell – sozusagen auf einen Schlag – komplett ändern und wir stehen dann machtlos da und müssen schauen wie es weitergeht.

Ich kann das Buch wirklich jedem empfehlen, nicht nur um sich über das Thema Aphasie zu informieren, (welche sehr oft als Folge eines Schlaganfalls einhergeht) sondern auch um eine starke Geschichte rund ums Thema Krankheit, Freundschaft, Hoffnung und Mut zu lesen. Emotional sehr ansprechend und trotzdem einfach zu lesen.

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