#4/2018 [Rezi] J.D. Barker – The fourth Monkey

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Autor: J.D. Barker
Übersetzung: Leena Flegler
Original Titel: The forth monkey killer
Reihe: Teil 1 aber weitere sind geplant
Preis: 9,99

Seitenanzahl: 540 Seiten
Format: ebook
Herkunft: Rezensionsexemplar Netgalley

Lesedauer: 05.01.2018 – 13.01.2018
Bewertung: 5 Lesezeichen

Verlag: blanvalet

 

 

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5 Jahre, unzählige Opfer und ein Serienkiller, der auch nach seinem Tod nicht ruht …

Tue nichts Böses, sonst wird er dich bestrafen. Zuerst wird er einen Menschen entführen, den du liebst. Dann wird er dir ein Ohr des Opfers in einem weißen Geschenkkarton schicken. Daraufhin ein Auge, dann die Zunge. Du kannst versuchen, ihn zu stoppen, aber du wirst es nicht schaffen. Denn er ist der Four Monkey Killer, und er kennt kein Erbarmen. Du kannst nur hoffen, dass er nicht weiß, wer du bist, und dass er es nie erfährt …

 

cooltext271842000749198An diesem Titel kommt man im Thrillergenre einfach nicht vorbei, und so ist er auch bei mir gelandet. Leider lag er eine Weile auf dem SuB, was völlig zu Unrecht war!

Sam Porter wird mit seinem Team zu einem Einsatz gerufen. Erst scheint es so, als wäre das ein normaler Unfall, ein Fußgänger ist unter den Bus geraten. Aber schnell wird klar, dass der Tote kein einfacher Fußgänger war, sondern der seit 5 Jahren gesuchte „4 Monkey Killer“. Bei sich trug er ein Tagebuch und eine der Geschenkboxen die er an seinen Tatorten als Mahnmal zurückgelassen hat. In dieser Box befindet sich ein abgeschnittenes menschliches Ohr.

Für Sam ist klar, dass der Täter wieder aktiv ist, er entfernt seinen Opfern erst ein Ohr, dann die Augen und zuletzt die Zunge, bevor er sie dann tötet. Wo ist das aktuelle Opfer, was passiert nun wo der Täter nicht mehr lebt, wie sollen Sam und sein Team JEMALS das Opfer finden bevor es verhungert oder verdurstet?

Die Dramatik wird schnell klar und die Story nimmt rasch an Fahrt auf. Erschienen mir zu Anfang die Szenen aus dem Tagebuch des Täters noch zu langweilig und unnötig, so fieberte ich ziemlich schnell genau jenen Abschnitten entgegen!  An Grausamkeit kaum zu überbieten beschreibt der Täter seine Kindheit und Jugend. Er wurde geprägt durch extrem strenge und brutale Eltern. Mir blieb oft die Luft weg und ich musste das Buch einen Moment weglegen um durchzuatmen.

J.D. Barker schafft es in seinem Debüt den Spannungsbogen wirklich konstant oben zu halten. Wir fliegen durch die Kapitel und begleiten abwechselnd die Ermittlungen, das Tagebuch und das Opfer welches mit Handschellen in einem dunklen Raum gefangen gehalten wird.

Ich wurde öfters eiskalt erwischt und habe mich regelrecht erschrocken weil ich mit den Wendungen nicht gerechnet hatte. Wirklich ein starkes Debüt mit einem Ende was auf eine Fortsetzung hoffen lässt. c4a97-cooltext271229995396666

Meinen Herzlichen Dank an Netgalley  und den blanvalet Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Unnötig zu erwähnen, dass die Rezension natürlich trotzdem zu 100% meiner eigenen Meinung entspricht!

 

 

 

 

#38/2017 [Rezi] Bernhard Aichner – Totenrausch

Autor: Bernhard Aichner
Übersetzung: –
Genre: Thriller
Preis: € 15,99 [D]
Einband: Hörbuch
erschienen: 09.01.2017
Minuten: 7 Stunden und 41 Minuten
Meine Wertung: 5 Huftiere
Reihe: ja Teil 3 von 3

Verlag: Der Hörverlag

Schuld und Sühne? Mord und Rache!

Die Frau, die in das Büro eines Hamburger Zuhälters stürmt, ist verzweifelt. „Ich brauche Pässe für mich und meine zwei Kinder“, sagt sie. Und: „Wenn du mir hilfst, werde ich jemanden für dich töten.“ Es wäre nicht das erste Mal … Brünhilde Blum. International gesuchte Mörderin. Liebevolle Mutter zweier Töchter. Seit Monaten auf der Flucht. In Hamburg will sie einen Neuanfang wagen. Ausgestattet mit einer neuen Identität, wohnt sie in einem Fischerhäuschen an der Elbe und arbeitet als Aushilfe in einem Bestattungsinstitut. Alles ist gut. Bis zu dem Tag, an dem der Mann, dem sie das neue Glück zu verdanken hat, einfordert, was sie ihm versprochen hat. Sie soll jemanden töten. Einen Menschen, der ihr sehr ans Herz gewachsen ist …

ACHTUNG dieses ist Teil 3 einer Trilogie, wenn ihr die ersten beiden Teile noch nicht kennt, dann lest diese bitte erst bevor ihr hier weiterlest! Ich werde unweigerlich spoilern ….

Ich habe mich sehr auf den dritten Teil der Reihe um Brünhilde Blum gefreut! Schon in den ersten beiden Bänden konnte Bernhard Aichner voll überzeugen!

Blum konnte mit ihren Kindern fliehen und ist nach längerer Reise über Norwegen nun in Hamburg gelandet. Sie kommt an mit nix, nur dem was sie am Leib hat und ihren Kindern. Auf der verzweifelten Suche nach Hilfe landet sie bei einer Prostituierten die sie für einige Tage bei sich aufnimmt und ihr den Tip gibt, sich an die Kiezgröße Egon Schmiele zu wenden.

Schiele ist bereit ihr zu helfen, allerdings besitzt sie keine finanziellen Mittel um ihn zu bezahlen und so bietet sie ihre Dienste an. Leichtfertig – nur die neuen Pässe vor Augen – bietet sie an jemanden in seinem Auftrag zu töten. Für Schiele ist das ein sehr verlockendes Angebot und er willigt nur zu gerne ein und verhilft Blum nicht nur zu neuen Namen und Pässen, er lässt sie auch bei sich in einer Zweitwohnung leben und versorgt sie mit allem Nötigen.

Blum war kurz davor nicht mehr daran zu glauben, dass Schiele ihr Angebot wirklich annimmt, da ist der Zeitpunkt gekommen – sein Vater droht wegen der Aussage eines Steuerberaters in den Bau zu wandern, Blum soll eben jene Person vor der Verhandlung aus der Welt schaffen. Für Blum beginnt ein Kampf mit ihrem Gewissen, ihren Ängsten und nicht zuletzt mit sich selbst. Ich glaube ich spoilere nicht zuviel, wenn ich an dieser Stelle verrate, dass sie ihn nicht ermorden konnte und Schiele ihr daraufhin eine Liste mit 4 weiteren Namen gibt die sie auszulöschen hat. Sozusagen eine letzte Chance um zu beweisen, dass sie zu ihrem Wort steht. Der erste Name davon ist der einzige Freund den sie in Hamburg bisher gefunden hat ….

Ein Wahnsinnsbuch, ich bin wirklich atemlos durch die Seiten geflogen. Bernhard Aichner lässt dem Leser keine Zeit zum Durchatmen, der kurze knackige Schreibstil der ihn ausmacht, erfährt im Finale der Trilogie seinen absoluten Höhepunkt. Als Blum Fan stört man sich schon längst nicht mehr am seltsam ersscheinenden Satzbau und inhaliert begierig jeden weiteren Satz.

Ich habe von der ersten bis zur letzten Seite mitgefiebert und mich so oft gefragt, warum Blum so ein unnötiges Risiko eingeht aber so ist Blum eben und das macht sie aus. Bernhard Aichner hat eine wirklich sympathische Protagonistin mit Ecken und Kanten geschaffen und Wolfram Koch schafft es wie kein anderer diese Stimmung zu transportieren! Er passt total zu der Reihe und heizt die Spannung zusätzlich an.

Ganz klare Empfehlung von mir – aber bitte fangt vorn an und lest die ganze Reihe – man kann zwar auch nur einen Band lesen aber es würde soviel von der Story um Blum wegnehmen, das wäre wirklich schade! Blutig, tödlich und nix für schwache Nerven. Absoluter Geheimtip!

ich habe gesehen, dass es auf der Verlagsseite ein kleines Interview mit Bernhard Aichner zum Finale um Brünhilde Blum gibt – wer mal reinsehen mag, hier ist der Link

Herzlichen Dank für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars an das Bloggerportal und Der Hörverlag.

unnötig zu erwähnen, dass dies hier natürlich trotzdem zu 100% meine eigene Meinung widerspiegelt

#37/2017 [Rezi] Derek Meister – Blutebbe

Autor: Derek Meister
Übersetzung: –
Genre: Thriller
Preis: € 8,99 [D]
Einband: ebook
erschienen: 19.06.2017
Seiten: 400
Meine Wertung: 5 Huftiere
Reihe: ja Teil 3 von (bisher?) 3

Verlag: blanvalet

Auf einem Geisterschiff im Watt werden die Leichen zweier Frauen gefunden. Sie sind grausam zugerichtet, wie Fische aufgehängt und ausgenommen worden. Ihre Lungen fehlen, und der Mörder hat eine seltsame Rune hinterlassen. Ein Ritualmord? Die Ermittlungen führen Knut und Helen zu einem weiteren Todesfall, der bereits Jahrzehnte zurückliegt. Treibt ihr Täter seitdem unbemerkt an der Küste sein Unwesen? Bevor Knut und Helen die schaurige Wahrheit herausfinden können, werden sie selbst zu Gejagten …

Als ich das Buch beim Bloggerportal angefragt habe, ist mir wieder mal untergegangen, dass es der 3te Teil einer (bisher) 3 teiligen Reihe ist. Ich habe um in die Story reinzukommen erstmal den ersten Teil aus der Onleihe geholt und verschlungen. Hätte es aber gar nicht unbedingt gebraucht, Derek Meister umreisst die wichtigsten Eckpfeiler und so hat der Leser nicht das Gefühl etwas verpasst zu haben.

 In Valandsiel taucht ein im Watt gestrandetes Segelboot auf. Knut Jansen ist mit seinen Kollegen sofort auf dem Weg und findet an Deck 2 schrecklich zugerichtete Frauenleichen. An den Händen aufgehängt wurde beiden der Bauchraum geöffnet und die Lungen entnommen. Auf dem Boden finden sie eine unbekannte Rune.

Die Ermittlungen bringen einen Fall von vor 16 Jahren wieder zum Vorschein, auch damals wurden Lungen entfernt und es gab eine Runensichtung. Haben die Fälle miteinander zu tun? Hat der Täter gar 16 Jahre lang unerkannt weitergemordet oder gibt es nach so langer Zeit einen Trittbrettfahrer?

Obwohl der Täter sofort auf Seite 1 präsentiert wird, leidet die Spannung nicht. Derek Meister webt den Spannungsfaden konsequent weiter, nicht nur Knut hat es diesmal hart erwischt, auch Helen hat mit den Schatten ihrer eigenen Vergangenheit zu kämpfen.

Die Kapitel sind übersichtlich und haben eine angenehme Länge. Abwechselnd wird von den verschiedenen Schauplätzen erzählt, zwischendrin kommt immer wieder der Täter „zu Wort“ und wir können lesen was in seinem Kopf vorgeht, wie er sich verändert. Auf den ersten Seiten war er schüchtern und musste sich gar zwingen den ersten Mord überhaupt durchzuziehen, je weiter die Geschichte fortschreitet, desto dreister wird er aber.

Nachdem ich „Der Jungfrauenmacher“ verschlungen habe, konnte mich auch „Blutebbe“ voll überzeugen! Ich mag Knut total, vielleicht liegt es daran, dass ich selbst aus dem hohen Norden komme und mir dieser typische nordische Einschlag nicht fremd ist.

Ich werde den 2ten Teil nun auf jeden Fall auch noch lesen und hoffe auf weitere Fortsetzungen dieser Reihe, das Ende ist zwar abgeschlossen aber die Story rund um Knut und Helen lässt noch viel Platz für weitere Bände.

klare Empfehlung von meiner Seite, allerdings solltet ihr hart im Nehmen sein, Derek Meister spart nicht mit blutigen Beschreibungen und Szenen. Wer das verträgt wird mit einem tollen Team und Spannung von der ersten bis zur letzten Seite belohnt.

Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an das Bloggerportal und den blanvalet Verlag. 
Unnötig zu erwähnen, dass meine Meinung natürlich trotzdem zu 100% meiner eigenen entspricht!

#36/2017 [Rezi] Sebastian Fitzek – Achtnacht

Autor: Sebastian Fitzek
Übersetzung: –
Genre: (Psycho)Thriller
Preis: € 9,99 [D]
Einband: ebook
erschienen: 14.03.2017
Seiten: 416
Meine Wertung: 4,5 Huftiere
Reihe: nein

Verlag: Droemer Knaur

Es ist der 8. 8., acht Uhr acht.
Sie haben 80 Millionen Feinde.
Werden Sie die AchtNacht überleben?

Stellen Sie sich vor, es gibt eine Todeslotterie.
Sie können den Namen eines verhassten Menschen in einen Lostopf werfen.
In der „AchtNacht“, am 8. 8. jedes Jahres, wird aus allen Vorschlägen ein Name gezogen.
Der Auserwählte ist eine AchtNacht lang geächtet, vogelfrei.
Jeder in Deutschland darf ihn straffrei töten – und wird mit einem Kopfgeld von zehn Millionen Euro belohnt.

Das ist kein Gedankenspiel. Sondern bitterer Ernst.
Es ist ein massenpsychologisches Experiment, das aus dem Ruder lief.
Und Ihr Name wurde gezogen!

nachdem ich unlängst Flugangst inhaliert habe musste sofort ein weiterer Fitzek her. Die onleihe meines Vertrauens hatte diesen zum Glück vorrätig. Die Meinungen gehen sehr weit auseinander, was liegt da näher, als sich selbst ein Urteil zu bilden.

Der Musiker Ben Rühmann macht sich schwere Vorwürfe. Er ist nicht nur Schuld an dem Verkehrsunfall bei dem seine Tochter Jule vor einigen Jahren beide Beine verloren hat und im Rollstuhl sitzt, er fühlt sich auch noch für ihren Selbstmordversuch verantwortlich.

Doch ihm bleibt nicht viel Zeit darüber nachzudenken, denn er wird in die Geschehnisse um die Achtnacht gerissen. Rein zufällig bekommt er durch eine Nachrichtensendung mit, dass sein Foto und sein Name ausgestrahlt werden. In dem Zusammenhang wird von der sogenannten Achtnacht gesprochen. Ein perfides „Spiel“ wo Menschen sich gegenseitig auf einer Homepage nominieren und „zum Abschuss“ freigeben können. Einmal im Jahr am 8.8. um 8 Uhr 8 wird die Jagd dann auf diese Person für 12 Stunden eröffnet.

Ben hält das ganze für einen schlechten Scherz, muss aber leider sehr schnell feststellen, dass seine Mitmenschen das ausgelobte Preisgeld von 10 Mio Euro ausgesprochen ernst nehmen. Er befindet sich fortan auf der Flucht, und erhält mittendrin Anweisungen von einem Unbekannten der vorgibt, seine Tochter Jule mit einem unbekannten Gift infiziert zu haben und sie sterben zu lassen, wenn Ben nicht die abstrusen Aufgaben erfüllt, die er ihm stellt.

Am Anfang hatte ich Probleme reinzukommen, die Story plätscherte so vor sich hin und ich habe mich immer gefragt wann denn endlich was mit der Achtnacht kommt, aber dann gings auf einmal ganz schnell und es kam Fahrt auf.

Ben war durchweg sympathisch und authentisch. Eine gescheiterte Persönlichkeit die im Grunde vor den Scherben ihres Lebens steht und sich selbst Vorwürfe macht. Trotz allem kämpft er und wächst am Ende über sich hinaus, weil es um seine Tochter geht die er über alles liebt.

Das Ende wird in vielen Rezensionen als klischeehaft und unglaubwürdig, gar konstruiert beschrieben. Das kann ich nicht nachvollziehen. Für mich war alles stimmig und nicht wie in manch anderen Büchern von ihm scheinbar wahllos zusammengesetzt. Ich habe so manche Wendung gehabt und für war es nicht vorhersehbar. (ich weiss bei vielen anderen ist es anders – ich blicke komischerweise immer selten etwas vorher – umso mehr habe ich vom Buch, weil ich aus allen Wolken falle dann)

Für mich eine spannende Story mit tollen Protagonisten und einem erschreckenden Thema. Ich bin mir sicher, dass es dieses und ähnliche Szenerien im Darknet schon gibt.

4 Hufies (eigentlich 4,5 aber ich hab kein halbes) aufgrund der anfänglichen Schwierigkeiten, aber verdiente 4 für eine runde Story mit einer klaren Empfehlung – die Fiktion ist näher als ihr vermutet!

#35/2017 [Rezi] Sarah Hilary – Seelenkinder

Autor: Sarah Hilary
Übersetzung: –
Genre: Thriller
Preis: € 8,99 [D]
Einband: ebook
erschienen: 11.09.2017
Seiten: 481
Meine Wertung: 5 Huftiere
Reihe: ja Teil 2

Verlag: btb

Ein grauenvoller Fund: Im Garten seines Hauses in einer Londoner Neubausiedlung entdeckt Familienvater Terry Doyle einen alten Bunker – und darin, dreieinhalb Meter tief in der Dunkelheit, zwei Kinderleichen. Für das Team um Detective Marnie Rome türmen sich die Fragen auf: Wer waren die Kinder? Warum wurden sie nie als vermisst gemeldet? Welche Rolle spielt Clancy, der verhaltensauffällige Ziehsohn von Terry? Die Begegnung mit Clancy ist für Marnie wie eine Falltür in die Vergangenheit – er erinnert sie an ihren Adoptivbruder Stephen, den Mörder ihrer Eltern. Und als Clancy plötzlich mit Terrys leiblichen Kindern verschwunden ist, ahnt Marnie: Jetzt zählt jede Sekunde.

Wie ich mich um dieses Buch beim Bloggerportal beworben habe, wusste ich nicht, dass es sich um den 2ten Teil einer Reihe handelt. Zum Glück kommt man aber gut mit auch ohne den ersten Band vorher gelesen zu haben.

Der Leser wird gleich brutal in die Story geworfen, es gibt keine Umschreibung kein Geplänkel, es geht sofort los! Terry hat beim Gemüsebeet pflanzen einen vergrabenen Bunker bei sich im Garten entdeckt. Darin befinden sich die Leichen von 2 kleinen Kindern.

Um die Kinder herum liegt Spielzeug, es gibt einen Waschbereich und einen großen Stapel Konserverdosen. Wie kommen die beiden in den Bunker, warum sind sie trotz der vorhandenen Nahrung gestorben? Wer ist dafür verantwortlich? Woher stammen die Kinder?

Fragen über Fragen die Marnie Rome und ihr Team nun klären müssen. Die Tat passierte vor ungefähr 5 Jahren und entsprechend kompliziert ist es jetzt noch Spuren zu finden. Wie verdächtig ist Clancy, der Pflegesohn von Terry? Er wurde öfters im Garten beobachtet. Auch der seltsame Nachbar mit dem Puppen Sammeltick ist nicht ganz geheuer. Ganz klar sollte die Sache sein, als Clancy sich die beiden leiblichen Kinder von Terry schnappt und mit ihnen verschwindet. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit!

Ich muss gestehen, dass ich meine Probleme mit den Ermittlern hatte. Weder Marnie noch Noah waren mir auf Anhieb sympathisch (vielleicht fehlt mir hier einfach der erste Teil der Reihe wo man sicher viel zu Marnies eigener Geschichte und dem Verlust ihrer Eltern erfährt) aber trotzdem hat mich die Geschichte total mitgerissen. Jeder war verdächtig, und ich musste einfach wissen was es mit den Jungen und mit Clancy auf sich hat. Das Ende ist grandios konstruiert und lässt keine Fragen offen.

Ich werde auf jeden Fall den ersten Teil noch lesen um alles genauer kennenzulernen. 

Der Schreibstil ist sehr angenehm, die Kapitel nicht zu lang und der Wechsel der Perspektiven und auch Zeiten hält das Spannungsbarometer konstant oben. Trotz nicht 100% sympathischer Ermittler eine klare Leseempfehlung von mir, die Story hat soviel mehr zu bieten als auf den ersten Blick ersichtlich ist!
Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an das Bloggerportal und den btb Verlag. 
Unnötig zu erwähnen, dass meine Meinung natürlich trotzdem zu 100% meiner eigenen entspricht!

#34/2017 [Rezi] Sebastian Fitzek – Flugangst 7a

Autor: Sebastian Fitzek
Übersetzung: –
Genre: Thriller
Preis: € 16,99 [D]
Einband: ebook
erschienen: 25.10.2017
Seiten: 380
Meine Wertung: 5 Huftiere
Reihe: nein

Verlag: Droemer

Es gibt eine tödliche Waffe, die jeder Mensch problemlos in ein Flugzeug bringen kann. Und keine Kontrolle der Welt kann sie erkennen. An Bord des Nachtflugs Buenos Aires-Berlin befindet sich der renommierte Psychiater Mats Krüger.
Voll Vorfreude, bald seine hochschwangere Tochter wiederzusehen.
An Bord desselben Flugzeugs: ein ehemaliger Patient, den Krüger einst von mörderischen Gewaltphantasien befreite.
Über dem Atlantik wird Mats gezwungen, den Todeswunsch dieses Patienten wieder auszulösen und den Passagier psychologisch so zu triggern, dass dieser die Maschine zum Absturz bringt. Sollte er es nicht tun, stirbt Mats‘ Tochter noch in derselben Nacht …

Fitzek und ich das ist so eine Sache, EIGENTLICH bin ich totaler Fan. Dann gibt es aber immer wieder mal Bücher dazwischen, die mich so GAR nicht ansprechen (zb. Seelenbrecher und das Paket, das Joshua Profil) Nach dem Paket habe ich mir eigentlich gesagt, dass ich keinen Fitzek mehr lesen werde, hatte mich sehr über das Buch geärgert, dann kam der Umstand, dass 2 meiner Freundinnen sich nicht einigen konnten WIE dieses Buch hier (Flugangst) geendet ist. Beide hatten wirklich total unterschiedliche Auffassungen davon und ich wollte nun unbedingt wissen wer von beiden Recht hat und mitreden können…. ja so kam ich zum Fitzek (wieder mal ^^)
Nun aber der Reihe nach 😉 
Die HIV infizierte Nele ist hochschwanger und steht kurz vor ihrem Kaiserschnitt. Als einige Stunden vor dem geplanten Eingriff ihre Fruchtblase platzt, schickt sie ihrem Vater nur eine kurze SMS, dass es jetzt losgehe und ruft ein Taxi zum Krankenhaus. Das Verhältnis der beiden ist sehr belastet, seit Mats Krüger seine Frau vor einigen Jahren auf dem Sterbebett im Stich gelassen hat und nach Buenos Aires ausgewandert ist. Nele hat ihm das nie verziehen, wünscht sich aber doch bei dem Eingriff nicht alleine zu sein, da sie außer Mats niemanden mehr hat, den Vater des Kindes hat sie nämlich rausgeschmissen, nachdem ihm die Hand ausgerutscht war.
Mats Krüger – seines Zeichens Psychotherapeut – leidet unter ausgeprägter Flugangst, aber er hat Nele nun mal versprochen bei der Entbindung dabei zu sein. So kommt was er nie für möglich gehalten hätte, er besteigt wieder ein Flugzeug um den langen Weg von Buenos Aires nach Berlin schnellstmöglich hinter sich zu bringen. 
Während Mats in den Flieger steigt, wird Nele auf dem Weg in die Klinik entführt und in einer alten Molkereianlage gefangen gehalten. 
Endlich an Board angelangt erhält Mats einen Anruf von einem Unbekannten, der ihm mitteilt, dass sich an Board ebenfalls eine ehemalige Patientin von ihm befände und er diese soweit triggern sollte, dass ihre Gewaltphantasien wieder hervorkämen und sie das Flugzeug zum Absturz bringe. 
Entweder das oder der Entführer würde Nele und das Baby töten! 
Für Mats stellt sich nun die Frage wovor jeder Angst haben würde, „Ist ein Menschenleben aus der Familie mehr wert als 600 Fremde?“ 
Puuuuh Flugangst 7a ist ein Fitzek wie ich ihn kenne und liebe! Endlich wieder! Habe total mitgefiebert und gerätselt und konnte einfach nicht aufhören zu lesen. Habe hier so manchen Morgen total übermüdet gesessen weil ich Nachts nicht eher aufhören konnte. 
Spannende logische Story, endlich eine überschaubare Anzahl an Protagonisten und ein Ende was einen ziemlich geschockt hat, was sich aber nicht auf den letzten 50 Seiten noch 100mal überschlagen hat. 
Wer das Buch gelesen hat, der wird wissen was ich meine wenn ich nun sage, dass ich den Teil mit der Milch etwas weit hergeholt und weltfremd fand. Das war etwas „too much“ aber er hat es geschafft, den teil so zu integrieren, dass es trotzdem reinpasste. Ich könnte mir nur vorstellen, dass es mit einer anderen Thematik besser gepasst hätte. 
Milch hin oder her, von mir gibt es eine klare Leseempfehlung! Spannung von vorn bis hinten und einige Schockmomente garantieren Lesespaß! 

#32/2017 [Rezi] Clara Weiss – Ich will brav sein

Autor: Clara Weiss
Übersetzung: –
Genre: Thriller
Preis: € 8,99 [D]
Einband: ebook
erschienen: 19.06.2017
Seiten: 417
Meine Wertung: 3 Huftiere
Reihe: nein

Verlag: Goldmann

Der Sommer steht vor der Tür, als die Studentin Juli das kleine Dachzimmer in dem charmanten Münchner Mietshaus bezieht. Sie teilt die Wohnung mit der jungen Schauspielerin Greta, die ihr auf Anhieb sympathisch ist, und zunächst ist Juli glücklich in ihrer neuen Umgebung. Doch dann mehren sich die Hinweise, dass Greta ein ebenso undurchsichtiges wie grausames Spiel mit ihr treibt – und während eine mörderische Hitzewelle die Stadt wie eine Glocke umschließt, gerät Julis Leben immer mehr zur Hölle: Sie entdeckt eine Leiche auf dem Dachboden, ihre beste Freundin verschwindet, ein stummes Mädchen im Treppenhaus versetzt sie in Angst und Schrecken. Als sich weitere Todesfälle ereignen, weiß sie, dass auch sie selbst in höchster Gefahr ist. Aber da ist es fast schon zu spät …

 Juli kommt frisch aus Berlin um in München Psychologie zu studieren. Bei ihrer Suche nach einer Bleibe trifft sie auf die junge Theaterschauspielerin Greta die zufällig einen Untermieter für ein kleines Zimmer im Dachgeschoss sucht.

Die beiden Frauen freunden sich sehr schnell an und Juli findet sogar einen kleinen Job beim Obsthändler im Nebenhaus. Das Leben läuft perfekt und sie wartet nur noch auf ihren Freund Hannes der in einigen Wochen nachkommen wollte.

Da fangen die Dinge langsam an sich zu verändern. Zuerst entwickelt sich Greta immer mehr zu einer putzsüchtigen, pedantischen Ordnungsfanatikerin, dann taucht im Treppenhaus ein kleines stummes Mädchen auf, welches nirgendwohin zu gehören scheint. Und plötzlich taucht die erste Leiche im Dachstuhl auf. Die alte Nachbarin mit der Juli gestern noch zusammen die Gardinen aufgehängt hat wurde mit einer roten Echthaarperücke erstickt. An der Tür steht in kindlicher Schrift der Satz: „Ich will brav sein“

Die Geschichte plätschert am Anfang so vor sich hin und ich hatte echt Probleme durchzuhalten. Ich bin weder mit Juli noch mit Greta wirklich warm geworden. Die eine ist total divenhaft und anstrengend, die andere einfach nur langweilig. Kein Charakter hat eine wirkliche Entwicklung durchgemacht. Und so passiert lange nichts spannendes. Als dann der erste Hinweis kommt war mir fast sofort klar wie es ausgehen würde.

Zwischendrin gab es zwar noch einige spannende Szenen aber leider war die Geschichte insgesamt zu langatmig. Das Ende war eine Katastrophe und in meinen Augen total unrealistisch und konstruiert. Ich habe eine Weile und mehrere Anläufe gebraucht um überhaupt zu verstehen wie alles zusammenhängt, weil es sich alles überschlägt und auf 4 Seiten mehr passiert als in der gesamten ersten Hälfte.

Ich habe schon jetzt nur einen Tag nach Beenden des Buches echt Schwierigkeiten alles zusammenzubekommen, das zeigt ja nur, dass es keine Story ist, die man länger mit sich rumträgt, sondern eher etwas was man schnell wieder vergisst.

Deshalb kann ich leider auch nur sagen, dass „Ich will brav sein“ leider keinen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen hat.

Man kann es lesen, aber man muss es nicht 😉