#13/ 2017 [Rezi] Edward Ashton – Hagerstown

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Autor: Edward Ashton
Übersetzung:  Kerstin Fricke
Genre: Thriller
Preis: € 11,99 [D]
Einband: ebook
erschienen: 10.April 2017
Seitenanzahl: 352
Meine Wertung: 3,5 Huftiere 
Reihe: nein
Verlag: HarperCollins 


Ein Virus löscht eine ganze Stadt aus – doch deine Regierung erzählt dir nicht die Wahrheit …

Ein Video von nur wenigen Sekunden: Entsetzlich zugerichtete Leichen liegen auf den Straßen der Kleinstadt Hagerstown. Sobald das Video im Netz war, wurde es auch wieder gelöscht. Alle Suchanfragen laufen ins Leere, alle Wege in die Stadt sind gesperrt. Einer Gesellschaft, die ganz und gar auf Sicherheit ausgelegt ist, widerfährt etwas Unerklärliches. Und die Regierung schweigt. Die Angst vor dem Ungewissen droht zu Ausschreitungen zwischen den „Unveränderten“ und den gentechnisch modifizierten Eliten zu führen. Anders Jensen und seine Freunde suchen nach Antworten auf die Frage, was wirklich in Hagerstown passiert ist …

Hagerstown ist eine Kleinstadt bei Maine. Wir befinden uns in der Zukunft, leider erzählt das Buch nicht in welchem Jahr genau, aber die Technik ist extrem fortschrittlich.  Fast jeder Bewohner (der was auf sich hält) hat einen sogenannten Hausavatar. Sowas wie die Sprachbox „Alexa“ von Amazon nur viel viel weiter entwickelt, diese hier ist in komplett ins Haus integriert und kann nicht nur Dinge stimmlich ausgeben sondern komplette Funktionen und Arbeiten im Haus übernehmen.
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Die Menschen sind in 2 Kategorien eingeteilt. Einmal „Unveränderte“ das sind ganz normale Menschen wie „Du“ und „Ich“ und dann gibt es die „Veränderten“ die ihren Körper, ihren Geist und /oder ihre Organe gentechnisch verändert bzw weiterentwickelt haben.
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Beide Rassen leben friedlich nebeneinander her, als es eines Tages zu einer Katastrophe kommt. Die Nachrichtenfeeds berichten über ein Massensterben in Hagerstown. Die Bewohner fallen einfach um und machen sich in die Hose und bluten aus allen möglichen Öffnungen. So schnell wie die Feeds um die Welt gehen, so schnell sind sie auch schon wieder aus dem Netz entfernt worden.
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Der Staat wirft direkt über dem betroffenen Gebiet mehrere Bomben ab um ihn wie sie es ausdrücken „klinisch rein“ zu machen. Dabei verheimlichen sie aber, dass nicht alle Bewohner bei der Katastrophe umgekommen sind und setzt brutal deren Leben aufs Spiel!
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Die Story wird immer abwechselnd aus der Sicht von 4 unterschiedlichen Charakteren erzählt. Ich mag diese Art von Erzählstil wenngleich es bei 4en schon manchmal schwierig wird mitzukommen.
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Den Anfang des Buches fand ich super! Bis zur Mitte etwa, dann wurde es streckenweise ziemlich langweilig. Vorallem als die Chatprotokolle kamen. Ich hatte Probleme mitzukommen welcher Charakter nochmal hinter welchem Nicknamen steckte.
Die ganzen Technikbegriffe (da ich in der Nanotechnik nicht so bewandert bin) waren auch teilweise etwas zuviel und ich habe mir deren Funktion dann nur zusammengereimt.
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Obwohl ich sehr Technikaffin bin und dem Computerfortschritt auch offen gegenüberstehe, hat die Vision, die Edward Ashton von der Zukunft aufzeigte mir doch Angst gemacht. Der Staat hat soviel Macht und kann im Nu alles aus dem Netz entfernen, kann innerhalb von ein paar Minuten eine Kleinstadt dem Boden gleich machen und niemand kann etwas dagegen unternehmen. Ist das eine Vorstellung die uns auch mal treffen kann? Wieviel macht hat die Regierung wirklich und vorallem, wieviel macht sie ohne dass der mündige Bürger davon etwas mitbekommt?
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Das Buch ist mehr ein Sci-Fi Roman als ein Thriller, streckenweise gibt es komplizierte oder langweilige Teile aber im großen und ganzen hat mich die Geschichte gut unterhalten. Ich habe die Auflösung bis zum Ende hin nicht geahnt und würde das Buch all den jenigen empfehlen, die sich mit Computertechnologien etwas besser auskennen. Jemanden, der gerade seinen PC bedienen kann wird dieses Buch keinen Spaß bereiten weil er nicht verstehen wird was eigentlich passiert.
eigentlich 3,5 Hufies, aber ich zersäge ja nicht deshalb:
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# 8/2017 [Rezi] Darcey Bell – Nur ein kleiner Gefallen

Autor: Darcey Bell
Übersetzung:Juliane Pahnke
Genre: Thriller
Preis: € 12,99 [D]
Einband: ebook
erschienen: 10. April 2017
Seitenanzahl: 400
Meine Wertung: 3,0 Huftiere 
Reihe: nein
Verlag: HarperCollins Germany Leseprobe: klick

Stephanie, fürsorgliche Mutter, viel gelesene Mom-Bloggerin und jung verwitwet, hilft gerne aus; erst recht, wenn ihre glamouröse Freundin Emily, PR-Chefin eines New Yorker Modedesigners, sie darum bittet.

Doch als sie an diesem Tag Emilys fünfjährigen Sohn Nicky nach der Vorschule mit zu sich nach Hause nimmt, ahnt sie nicht, dass dies das Ende ihrer brüchigen Vorstadtidylle bedeuten wird. Denn Emily holt ihren Sohn am Abend nicht ab. Und auch an den folgenden Tagen und Wochen taucht sie nicht auf. Stephanie kümmert sich um Nicky, zusammen mit Emilys Mann Sean. In ihm erkennt sie die unverhoffte Chance, noch einmal ein ganz anderes Leben zu führen. Und sie fasst einen folgenschweren Entschluss. Doch dann kommt der Anruf, vor dem sie sich die ganze Zeit gefürchtet hat …

Stephanie ist leidenschaftliche Bloggerin, sie bloggt vorallem über ihr Leben mit ihrem 5 jährigen Sohn Miles und das Muttersein im Allgemeinen.

Da sich der größte Teil ihres Lebens „Online“ abspielt hat sie nicht viele reale Freunde, und freut sich entsprechend, als sie in Miles Schule von Emily, der erfolgreichen PR-Chefin eines New Yorker Mode Designers angesprochen wird. Wie sich herausstellt, ist ihr Sohn Nicky ist im selben Alter wie Miles und die beiden Jungs sind sogar schon seit längerem befreundet.

Zwischen Stephanie und Emily entwickelt sich schnell eine innige Freundschaft und oft habe ich Parallelen zu meiner besten Freundin gefunden und konnte die heimeligen Situationen zusammen auf der Couch bestens nachfühlen.

Stephanie springt öfters für die beruflich extrem eingespannte Emily ein und holt Nicky von der Schule ab und lässt ihn bei sich schlafen falls Emily wieder mal ein kurzfristiges Meeting hat. So wundert sie sich auch nicht, als Emily sie wieder einmal darum bittet, Nicky zu holen. Emily sagt, dass sie ihn am Abend auf jeden Fall wieder abholt.

Komisch wird die ganze Sache erst, als Emily nicht kommt um Nicky abzuholen. Nicht etwas später, nicht am nächsten Tag und auch nicht die darauffolgende Woche. Stephanie ist total unsicher, da sie so ein Verhalten von Emily nicht kennt, und meint, dass sie sich vielleicht verhört hat, Als Emily auch nach über eine Woche noch kein Lebenszeichen von sich gegeben hat wird Stephanie sehr besorgt und teilt ihre Gedanken auf ihrem Blog mit.

Diesen Teil des Buches habe ich echt gemocht, es war spannend zu lesen wie sich ihre Gedanken überschlagen haben und was ihr alles an unmöglichen Dingen durch den Kopf gegangen ist. Man war sozusagen hautnah dabei und hat mit ihr gegrübelt und gefiebert.

Leider bricht der Spannungsbogen für mich jäh zusammen als mehr Licht ins Dunkel kommt (was ich hier nun nicht näher erläutere, sonst spoilere ich fies herum) – auf jeden Fall fand ich die Geschichte sehr vorhersehbar und es hat mich total gestört, dass Stephanie so naiv war und alles blind geglaubt hat. Sehr oft habe ich mir an den Kopf gefasst und hätte gern in das Buch geschrieen und Stephanie gefragt ob sie wirklich so doof ist. Die Geschichte hätte auf diese Weise nicht funktioniert, wenn Stephanie etwas mehr Menschenverstand gehabt hätte, aber ich finde dass es so auch nicht funktioniert hat.

Es passiert zum Ende hin nicht mehr wirklich viel und ich habe mich teilweise durch die Seiten geschleppt. Ich habe sehnsüchtig auf eine Wendung gewartet, hatte Herzklopfen, weil ich soooo sicher war dass da noch der dicke Hammer kommt, aber ich wurde enttäuscht und bleibe enttäuscht zurück.

 

Die Story hat sehr gute Ansätze, toll fand ich den Erzählstil aus den 3 Perspektiven, die Idee war auch gut aber leider zu platt umgesetzt, ich konnte mit den Charakteren nix anfangen und habe für keinen der 3 Hauptprotagonisten Sympathien gehabt.

 

Ich bedanke mich recht herzlich bei Netgalley und beim HarperCollins Germany Verlag  für das digitale Rezensionsexemplar.

#3/ 2017 – [Rezi] Arno Strobel – Abgründig

21440509Titel: Abgründig

Autor: Arno Strobel

Format: Klappenbroschur

Genre: Jugendthriller

Seiten: 236

erschienen: 10. März 2014 (2.te Auflage)

Verlag: LoeweLeseprobe

Preis: 9,95 Euro

Altersempfehlung: Ab 14 Jahren

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Eine Bergtour. Ein Unwetter. Ein Mord.

Eingesperrt auf engstem Raum,
ohne Aussicht auf Rettung,
erkennt man ganz neue Seiten an seinen „Freunden“.
Hässliche Seiten.
Tödliche Seiten …

Geplant war eine lässige Bergtour – auf eigene Faust auf die Zugspitze und wieder zurück, bevor die anderen im Camp etwas merken. Doch als die kleine Gruppe um Tim am Morgen aufbricht, scheint das Unglück vorprogrammiert. Sie geraten in ein heftiges Unwetter und müssen in einer verlassenen Hütte Unterschlupf suchen. Sie wissen nicht, wo sie sind, sie haben keine Möglichkeit, mit dem Rest der Welt Kontakt aufzunehmen, und sie sitzen fest. Solange Sturm und Regen toben, ist an einen Abstieg nicht zu denken. Zunehmend liegen die Nerven blank und Vorwürfe machen die Runde, schließlich kommt es sogar zur Prügelei. Am nächsten Morgen ist einer von ihnen verschwunden. Zurück bleibt eine Blutlache – und die Frage, ob es unter ihnen einen Mörder gibt.

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von Arno Strobel kannte ich bisher nur die Erwachsenen Thriller (naja einige ^^) und die fand ich ausnahmslos alle super gut, deshalb dachte ich mir, warum nicht mal einen Jugendthriller – tja …. denkste 😦

Hier sitze ich nun und bin sehr enttäuscht, weil das war in meinen Augen GAR nix.

Weiss gar nicht wo ich anfangen soll, weil es irgendwie außer ein paar einzelner Szenen mittendrin, nix gab was mir wirklich gefallen hat.

Die Charaktere, furchtbar 😦 Okay, dass ein paar davon echte Kotzbrocken sind gehört zur Geschichte, aber auch von den anderen kam nix rüber. Ich fand sie allesamt flach und total unspektakulär. Da ist nichts was hängenbleibt, was einen mit ihnen mitfiebern lässt – gar nix 😦

Die Story, eine Gruppe Jugendlicher macht einen unerlaubten Ausflug in die Berge und wird von einem Unwetter überrascht und sitzt in einer einsamen Berghütte fest. Der Großteil der Story geht um das gezanke der Jugendlichen untereinander – was einfach nur nervt – und der Rest ist dann eine Art gezwungener Spannungsbogen der aber nie eine wirklich Spitze erreicht.

Ich würde euch so gern tolle Charaktere und ihre Geschichten vorstellen, aber die findet ihr in diesem Buch leider nicht.

Zu Gute halten kann ich dem Buch, dass es sich einfach und flott lesen liess von daher fiel es mir trotz nicht Gefallens nicht schwer es zu beenden aber das wars auch mit dem Positivem dann. Ich mag Arno Strobels Bücher aber bevor ich mir nun den zweiten Jugendthriller „Schlusstakt“ vornehme werde ich glaube ich lieber bei seiner Erwachsenenliteratur bleiben, denn die beherrscht er wie kein anderer!

 

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Zuviel von nix und zuwenig von allem – es tut mir sehr leid aber das reicht nur für

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#2/ 2017 – [Rezi] Eva Siegmund – Pandora – Wovon träumst Du?

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Titel: Pandora – Wovon träumst Du?

Autor: Eva Siegmund

Format: ebook

Genre: (Jugend)Fantasy/ Sci-Fi

Seiten: 496

erschienen: 11. April 2016

Verlag: cbt (Random House)Leseprobe (epub)

Preis: 9,99 Euro

Altersempfehlung: Ab 13 Jahren

 

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Sophie lebt in einer Welt, in der alle durch einen Chip im Kopf jederzeit unbeschwert online gehen können. Als sie erfährt, dass sie adoptiert ist und eine Zwillingsschwester hat, erkunden die Mädchen damit ihre Vergangenheit – und stoßen schon bald auf seltsame Geheimnisse. Ihre Recherchen bringen den Sandman auf ihre Spur. Er will die Menschheit mithilfe eines perfekt getarnten Überwachungssystems beherrschen, und nur die Zwillinge können ihn und seine allmächtige NeuroLink Solutions Inc. zu Fall bringen. Doch das bringt sie in höchste Gefahr …

 

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das Buch ist mir in der hiesigen Onleihe aufgefallen, dieses Cover ist aber auch wirklich wunderschön oder?! Allerdings lässt es vermuten, dass es um Romantik und Liebe geht,  das ist aber nicht der Fall, viel eher finden wir hier eine Mischung aus Fantasy und Jugendthriller.

Berlin 2032: Die Firma Neurolink hat sogenannte „SmartPorts“ entwickelt die den Menschen in den Schädel implantiert werden und über die die Menschen zu jederzeit und von überall mit einander kommunizieren können.

Die 17 jährige Sophie hat lange gespart, schafft es aber leider trotzdem nur, sich die Basic-Version dieses Ports zu kaufen, die dem Träger nachts Werbebotschaften in den Träumen vermittelt.

Bei einem Notartermin trifft sie auf auf die gleichaltrige Liz, die ihr nicht nur wie aus dem Gesicht geschnitten ähnelt, sondern auch ihre Zwillingsschwester ist. Die beiden Schwestern erfahren, dass sie als Babys nach dem Tode ihrer Eltern getrennt und in unterschiedliche Familien adoptiert wurden.

Während Liz mit allem PiPaPo verwöhnt in einer riesigen Villa mit Haushältern und der tollsten und teuersten Mode aufwachsen durfte, blieb Sophie in eher einfachen Verhältnissen bei ihrem Adoptivvater. Hier bedient die Autorin das typische Klischee, dass wenn es schon Zwillinge gibt, diese doch bitte total unterschiedlich sein müssen. Trotzdem sind die beiden sehr sympathisch und kommen auch authentisch rüber.

Es heisst, dass ihr Vater die Mutter umgebracht haben soll, da beide das nicht glauben können, machen sie sich gemeinsam auf die Suche die Geschichte ihrer Herkunft zu ergründen. Doch sobald Sophie sich mit ihrem werbefinanzierten Port an der Suche beteiligt, wird sie jede Nacht von Alpträumen verfolgt wo sie zur Zuschauerin des Mordes wird. Schnell entwickelt sich die Suche nach der Vergangenheit zu einer großen Gefahr für die Zukunft.

 

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Der Schreibstil ist am Anfang sehr sehr gewöhnungsbedürftig. Es wird abwechselnd aus Sicht von Liz und von Sophie geschrieben und zwar fortlaufend. Ich hatte Probleme mich innerhalb der Charaktere umzudenken, aber nach einigem Reinlesen hat man die Besonderheiten der beiden verinnerlicht und kommt gut mit.

Wer hier eine Liebesgeschichte erwartet, wie das Cover verspricht, der sollte die Hände weglassen, wer hingegen Spaß an Jugendthrillern hat, der ist hier genau richtig. Die Story fängt eher harmlos an, doch sobald die beiden ermitteln ist eigentlich jede Seite mit Spannung gespickt. Ich konnte es nicht mehr aus den Händen legen und kann so nur völlig unerwartet 5 Hufies vergeben…

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#1/ 2017 – [Rezi] Arno Strobel – Die Flut

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Titel: Die Flut
Autor: Arno Strobel

Format: ebook

Genre: (Psycho)Thriller

Seiten: 368

erschienen: 21. Januar 2016

Verlag: Fischer ebooksLeseprobe
Preis: 9,99 Euro

 

 

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Es ist NACHT, sie sind am Strand, HILFLOS, ihm AUSGELIEFERT, sie können sich nicht befreien, und dann kommt die FLUT …

Zwei Pärchen machen Urlaub auf Amrum. In dieser Zeit geschehen grausame Morde. Ein Superintelligenter ist am Werk, um nicht nur den perfekten Mord, sondern die „perfekte Mordserie“ zu begehen. Er entführt Paare und vergräbt nachts bei Ebbe die Frau bis zum Hals im Sand. Den Mann bindet er an einen Pfahl in der Nähe fest, so dass er dabei zusehen muss, wenn seine Frau bei Flut langsam ertrinkt.
Die beschauliche Insel Amrum hat er sich ausgesucht, weil dort normalerweise nie etwas passiert und ihm die entsprechenden Schlagzeilen sicher sind. Das ist es, was er möchte. Die ganze Welt soll erfahren, wie clever er ist. Und es sieht so aus, als hätte er damit Erfolg …

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das Buch wurde mir empfohlen und da ich schon das ein oder andere von Arno Strobel gelesen und gemocht habe, habe ich nicht lange gezögert 🙂 Eine sehr gute Entscheidung wie sich heraus gestellt hat.

Das Cover ist aufs wesentliche reduziert (wie bei eigentlich allen Strobels) und schafft so eine düstere Atmosphäre und weckt Interesse. (zumindestens meins *lach*)

Wir lesen hier von Julia und Michael (einem jungen Paar) welches zusammen mit Michaels Arbeitskollegen Andreas und seiner Frau Martina Urlaub in Andreas Ferienhaus auf Amrum machen wollen.

Ihre Urlaubsfreude wird jäh getrübt, als sich am Strand ein brutaler Mord ereignet. Eine Frau wurde bis zum Hals im Sand vergraben und so der Flut ausgesetzt, ihren Mann hat der Täter nur einige Meter weiter an einen Pfahl festgebunden am „Spektakel“ zusehen lassen.

Amrums Bewohner sind am rätseln, wer für diese schreckliche Tat verantwortlich sein kann. Das hinzugezogene Ermittlerteam aus Flensburg: ein cholerischer Hauptkommissar und sein etwas zurückhaltender Kollege verdächtigen sehr schnell Michael und als man zuerst sein Portemonnaie unweit des Tatorts und dann noch einen Ohrring des Opfers an seiner Jacke findet beginnt die Hetzjagd…..

Ich habe das Buch verschlungen und von Anfang bis Ende mit gegrübelt wer nun der Täter ist. Obwohl nicht wirklich viel Handlung in der Story war, hat sie einen doch komplett gefesselt und nicht mehr aus den Fängen gelassen. So bei 90% habe ich jäh aufgeschrieen und nur gesagt „HAB ICHS DOCH GEWUSST!“ …. Herzrasen, als wäre man selbst an der Ermittlung beteiligt….

Die Charaktere könnten unterschiedlicher nicht sein und genau diese Mischung macht es auch aus, irgendwie ist jeder auf seine Art verschroben und seltsam und rückt mal ins Visier der eigenen Verdächtigungen.

Das Ende kam etwas plötzlich und sehr unerwartet, voll auf kaltem Fuß erwischt sozusagen 😉 Aber ich kann nun auch nicht sagen was ich mir genau anders gewünscht hätte, deshalb ist es Kritik auf sehr hohem Niveau.

 

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Ich gebe guten Gewissens 5 Hufies für einen spannenden Thriller – gerne würde ich noch mehr Storys von Harmsen und Diedrichsen lesen, die wären das perfekte Ermittlerteam für eine Reihe! Herr Strobel falls sie das lesen – denken Sie bitte daran 🙂

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